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Die
Ostseezeitung veröffentlichte am 13.7.03 die Meldung:
Schwarze Männer sparen Heizöl
Schwerin (dpa) Schornsteinfeger
bringen bekanntlich Glück - denn sie tragen zur Luftreinheit bei und helfen
Brennstoffe und Kosten zu sparen. Das Schornsteinfegerhandwerk in M-V betreut
nach Angaben des Umweltministeriums etwa 313 000 Gebäude im Land. Im
vergangenen Jahr sind so etwa 890 000 Liter Heizöl und 540 000 Kubikmeter
Erdgas eingespart worden. Mit dieser Energiemenge könnten 700
Einfamilienhäuser mit je 150 Quadratmetern Wohnraum ein Jahr lang beheizt
werden. Eine Analyse der angegebenen Zahlen führt die
Existenz der Schornsteinfeger nach ökologischen und ökonomischen
Gesichtspunkten ad absurdum. Die aufgewandten Kosten, um einen Liter Heizöl
einzusparen, entsprechen dem Preis von 20 Liter Heizöl! Verheerende Kosten/Nutzen-Relation der
Tätigkeit von Schornsteinfegern
Die jährlichen Aktivitäten der
Schornsteinfeger ersparten, eigenen Angaben zufolge, das Äquivalent von
1.430.000 Liter Heizöl (Heizöl oder Erdgas). Damit ließen sich 700
Einfamilienhäuser heizen, deren jedes einen mittleren Jahresverbrauch von
2.043 Liter Heizöl hat. Bei 313.000 Gebäuden in Mecklenburg-Vorpommern muss
demnach der Schornsteinfeger im Schnitt in 447 Gebäuden messen, um den Heizölverbrauch
eines Niedrigenergieeinfamilienhauses einzusparen. Die Ersparnis rührt von
erforderlichen Verbesserungen her. Die eingesparten 1.430.000 Liter Heizöl kosten
bei -,37 € / Liter insgesamt 529.000 €. Die Messungen der Schornsteinfeger
dagegen bei der Annahme von 34 € / Gebäude bei den angegebenen 313.000
Gebäuden = 34 x 313.000 = 10.642.000 €. Somit kostet die Tätigkeit der
Schornsteinfeger das 20-fache der eingesparten Energie. Selbst geringfügige
Abweichungen bei den Energiekosten und dem Messen ändern da wenig. Der Vorschrift, im Kehrbezirk zu wohnen, folgen
die wenigsten Schornsteinfeger. Anfahren und Messen der Schornsteinfeger
kosten Energie. Bei beanstandeten Anlagen kommt der Fachmann zur Justage,
danach der Schornsteinfeger erneut zur Kontrolle. Erfolgt dies außerhalb der
Heizperiode, muss die Anlage bei jeder Aktion aufgeheizt werden. Auch dies
mindert die Energieersparnis. Der beabsichtigte ökologische Nutzen ist damit
größtenteils vertan! Das beweist, dass die Schornsteinfegertätigkeit
nur zur Arbeitsbeschaffung mit enorm hohen Kosten dient. Die Hausbesitzer
zahlen direkt, die Mieter durch hohe Wohnnebenkosten. Es widerspricht
jeglicher ökonomischer und ökologischer Vernunft! Zukunftsperspektiven
Die gegenwärtige Regelung
wurde einst auf Drängen der Schornsteinfegerlobby für die Belange der
Schornsteinfeger festgelegt und später noch verschärft. Der alleinige Zweck einer alternativen Regelung muss ein
geringer Energieverbrauch, bei Berücksichtigung ökologischer Belange sein. Jede
in Betrieb befindliche Kleinfeuerungsanlage ist absolut feuersicher. Wer sich
vor 3 Jahren Auto und Heizkessel neu anschaffte, muss demnächst zum TÜV und
zur ASU. Schon kommt der Schornsteinfeger zum 4. Mal die Heizung
kontrollieren. Den fabrikneuen Heizkessel hat der Schornsteinfeger gegen
eine beachtliche Gebühr zulassen müssen. Der fabrikneue PKW durfte 3 Jahre
lang den Strapazen des Straßenverkehrs ohne TÜV-Zulassung ausgesetzt sein. Das
sind unbegreifliche Ungereimtheiten, hervorgerufen durch bestehende deutsche
Gesetze! Wo steht mehr auf dem Spiel? Ein ausreichender Brandschutz und
Rücksichtnahme auf ökologische Belange ist für weniger als ein Fünftel des
jetzigen Kostenaufwandes möglich. Neben
nur noch vereinzelt notwendigen Kaminkehren sollten die übrigen jetzigen
Tätigkeiten der Schornsteinfeger Angelegenheit des Fachhandwerks sein. Die
Aufsichtsfunktion des Staates ließe sich gemäß den Sicherheitskontrollen
unserer Verkehrsmittel handhaben. Die Feuerversicherungen sind in der
Lage mit Hilfe einer geschickten Prämiengestaltung die notwendigen
Kehraktivitäten zu erzwingen, wie es in Frankreich bereits geschieht. Die
sauberen Kamine für Gas- und Ölfeuerungen entfallen in Zukunft jeglichem
Kehrzwang. Das funktioniert ohne ein Gesetz, das den inneren Frieden zunehmend
bedroht. |
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