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"Besser
wenig und gerecht als viel Besitz und Unrecht."
Sprüche
Salomos
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"Manche
Politiker halten einem Vergleich nur Stand,
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"Unmässig
nach dem eigenen Vorteil trachten - viel Unmut bringt das"
Konfuzius
Nach einer jüngsten Verlautbarung der
"Deutschen Krankenhausgesellschaft" ist gemäß einem
EU-Gerichtshof-Urteil ein Bedarf von zusätzlichen 27 000 Ärzten und 14 000
weiteren Beschäftigten in den deutschen Krankenhäusern notwendig. Demgemäss
betrügen die zusätzlichen Kosten für das deutsche Gesundheitswesen 1,7 Mrd.
€. Im geschilderten Falle ist der Lohnkostenanteil
bei 100% anzusetzen. Im deutschen Schornsteinfegerwesen dürfte er bei 90%
liegen. Ein nüchterner Vergleich der oben veranschlagten Kosten im
Gesundheitswesen mit den Kosten des deutschen Schornsteinfegerwesens enthüllt
eine unglaubliche Tatsache: Pro Jahr würden uns die 41 000 zusätzlich
Beschäftigten in deutschen Krankenhäusern 1,7 Mrd. € kosten. Aber etwa 1,5
Mrd. € bezahlen wir an die 17 000 deutschen Schornsteinfeger! Es bedarf keiner Erläuterung, dass die 27 000
Ärztinnen und Ärzte ein langes mühsames Studium absolviert haben. Frühestes
Approbationsalter liegt bei 25 Jahren. Bis dahin bezog der nach dem
Hauptschulabschluss in die Lehre gegangene Schornsteinfeger schon 10 Jahre
lang ein zwar bescheidenes, aber mit künftigen saftigen Rechtsansprüchen
gesichertes Einkommen. Welche beruflichen Perspektiven bieten sich den im
Gesundheitswesen Tätigen? Ungeregelte Arbeitszeiten, die sich auf die Nacht
und das Wochenende ausdehnen. Von berufsbezogenem Stress nicht zu reden.
Nichts dergleichen bei einem Schornsteinfeger, der seine vorgeschriebenen
Tätigkeiten bei geschicktem timing in der Hälfte der vorgegebenen Zeiten
(Arbeitswerte) zu verrichten in der Lage ist. Stellt man Qualifikation und Arbeitseinsatz der
deutschen Schornsteinfeger dem Krankenhauspersonal gegenüber, so kommt man zu
dem unglaublichen Ergebnis, dass die Schornsteinfeger um den Faktor 6(!)
überbezahlt sind. Mit anderen Worten: Ein deutscher Schornsteinfeger hat
unter Einbeziehung sämtlicher berufsbezogenen Parameter etwa das 6-fache
Stundeneinkommen von jungen Ärzten und Pflegekräften. Wer beobachtet, wie schwierig es ist, die
wachsenden Kosten des deutschen Gesundheitswesens in finanzierbaren Grenzen
zu halten, kommt nicht an der Erkenntnis vorbei, dass das kostspielige
deutsche Schornsteinfegerwesen dagegen ein verheerendes Schmarotzerdasein in
unserer Gesellschaft fristet. Dass es finanzielle Resourcen verschwendet, die
woanders dringend benötigt werden. Sind unsere Politiker so mit Blindheit
geschlagen, dass sie diese frappierenden Missverhältnisse nicht zu erkennen
vermögen? |
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