Briefe an Politiker in chronologischer Folge


"Als ich jung war, glaubte ich, ein Politiker müsse intelligent sein.
Heute weiß ich, dass Intelligenz wenigstens nicht schadet."

Carlo Schmid


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==> Alle Briefe an Minister Clement

==> Brief an Bundeswirtschaftsminister Dr.Müller
==> Brief an die Abgeordnete Birgit Kipfer
==> Brief an den FDP-Vorsitzenden Westerwelle
==> Brief an den Ministerpräsidenten Teufel
==> Brief an Jürgen Möllemann
==> Brief an Frankfurts OB Petra Roth
==> Brief an den ehem. Bundespräsidenten Roman Herzog
==> Brief an den Wirtschaftsrat der CDU
==> Brief an die Bundesjustizministerin Däubler-Gmelin
==> Brief an den Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber
==> Brief an den Bundespräsidenten Rau mit Antwort
==> Brief an den Bundesfinanzminister Eichel
==> Brief von der CSU-Landesleitung
==> Brief an die CSU-Landesleitung
==> Brief an die CDU Bundesgeschäftsstelle
==> Erster offener Brief an Bundeskanzler Schröder
==> Brief an Lothar Späth 28.07.2002
==> Zweiter offener Brief an Bundeskanzler Schröder
==> 1.Brief an das Kommissariat für Wettbewerb
==> Brief an den Ministerpräsidenten Koch
==> 2.Brief an den Ministerpräsidenten Teufel
==> 2.Brief an das Kommissariat für Wettbewerb
==> Brief an den Bundesumweltminister Trittin
==> Brief an Bundeswirtschaftsministerium 2.1.03
==> Brief an Innenminister Schäuble 7.1.03
==> Brief an den Bundeswirtschaftsminister 6.2.03
==> Brief an Wirtschaftsminister Clement vom 21.1.03
==> Brief an Wolfgang Gerhardt 17.02.03
==> Brief an Peter Hettlich 20.02.03
==> Brief an Clemens Binninger 23.02.03
==> Denkschrift zu einem ärgerniserregenden Monopol
==> Appell an alle verantwortungsbewussten Politiker
==> Brief an Angela Merkel 17.4.03
==> 2.Brief an den Bundeswirtschaftsminister 22.4.03
==> Brief "Rang und Strafmaß zweier Gesetze" 26.4.03
==> Brief von "Europäische Kommission" 24.4.03
==> Brief an Guido Westerwelle 18.5.03
==> 3.Brief an Bundeskanzler Schröder 13.6.03
==> 3.Brief an den Bundeswirtschaftsminister 22.6.03
==> Brief an das Bundesjustizministerium 3.7.03
==> 2.Brief an Innenminister von BW Dr.Schäuble 14.7.03
==> Brief an Ministerpräsident Dr. Harald Ringstorff 17.7.03
==> 2.Brief an Clemens Binninger 19.7.03
==> Brief an mehrere Abgeordnete 22.7.03
==> Brief an Bundestagspräsident Thierse 28.7.03

==> Brief von Minister Dr. Döring 11.8.03
==> Brief an Bundesfinanzminister Eichel 19.8.03
==> 3.Brief an Ministerpräsident Teufel 25.8.03
==> Brief Justizministerin Werwigk-Hertneck 29.8.03
==> Brief an SPD-Fraktion des Bundestages 6.9.03
==> Brief an Bundespräsident Johannes Rau 22.9.03
==> 4.Brief an Bundeskanzler Schröder 1.10.03
==> Bundesjustizministerium 6.10.03
==> 3. Brief an die Europ. Kommission 21.10.03.
==> Grünen-Abgeordnete an den Landtag von BW 21.10.03.
==> Denkschrift an Abgeordn. von Bund und BW 27.10.03.
==> Justizministerium BW 28.10.03
==> FDP Saar für die Abschaffung des Schornsteinfegermonopols 31.10.03.
==> Reformanregung an Abgeordnete von Bund und BW 4.11.03
==> Briefwechsel mit einem Bundestagsabgeordneten 13.11.03
==> Anmerkungen zur mangelnden Aufrichtigkeit unserer Politiker 24.11.03
==> Bedenken gegen einen dem Meisterzwang angehörenden Beruf 3.12.03
==> An Landrat Liedtke Schwandorf 23.12.03.
==> An Sächsisches Justizministerium 2.1.04.
==> 4.Brief an Bundeswirtschaftsminister Clement 11.1.04
==> Brief an Bundestagspräsident Thierse 30.1.04
==> 4.Brief an Ministerpräsident Teufel 13.02.2004
==> Kritik und Antwort auf Becksteinrede 25.2.04.
==> Fragwürdiges Zwangsverschrotten ökotauglicher Heizungsanlagen 26.2.04
==> Von Berliner SPD-Landesgruppe Baden-Württemberg 4.3.04
==> Antwort an Berliner SPD-Landesgruppe B/W Christian Lange 8.3.04
==> Friederich Merz zum Thema "Energiekosten müssen sinken" 10.3.04.
==> Clement "Deutschland einig Schornsteinfegerland" 12.4.04.
==> Fragwürdige Fremdüberwachung von Heizungsanlagen 16.4.04.
==> Clement "Vernunft gegen Monopolmacht" 26.4.04.
==> Die Antwort darauf
==> Frau Homburger "Abbau des Schornsteinfegermonopols" 13.5.04
==> Schwindendes Ansehen der Stadt Oldenburg 7.6.04
==> Eine der Ursachen für das Wahldebakel 15.6.04.
==> Siegfried Kauder lässt sich von Schornsteinfegermonopol überzeugen" 29.6.04.

==> Brief an den neuen Bundespräsidenten Horst Köhler 7.7.04
==> Brief an ORR'in Mundt Bundes-WM 7.7.04
==> Fax an Bürgerm. Flatscher Freilassing 18.7.04
==> Brief an ORR'in Mundt Bundes-WM 21.7.04
==> Clement "Schadenstiftendes Schornsteinfegergesetz" 17.8.04
==> Thierse "Mitgliedschaft von MdB in Bundestagsausschüssen" 25.8.04.
==> Clement " Unabhängige neutrale gesponserte Schornsteinfeger 25.9.04.
==> Müller "Ihre strikte Befürwortung unseres verkorksten Schf.-Wesens 25.9.04."
==> "Emissionsmessung kostet das 20fache der eingesparten Energie 2.10.04."
==> Hinweise auf alarmierende Täuschungsmanöver der Staatsbürger 2.11.04.
==> Schornsteinfegermonopol und Schornsteinfegergesetz 15.12.04.
==> 5. Brief an Bundeskanzler Gerhard Schröder 19.12.04
==> Wann wird meine vor 2 Jahren eingereichte Petition endlich bearbeitet? 28.12.04
==> Bürgeranliegen Bürokratieabbau Schornsteinfegermonopol 2.1.05.
==> Clement " Mißachtung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit 3.1.05."
==> Altötting: "Ihr Loblied auf die Kaminkehrer 5.1.05."
==> Clement "Schornsteinfegermonopol und Schornsteinfegergesetz" 17.2.05
==> Gesundheits-Ministerium: Gesundheitsprävention 21.2.05
==> Das Hilfsangebot der Union an die Bundesregierung 5.3.05
==>
Das Sächsische Staatsministerium hat auf Beschwerde geantwortet 8.4.05
==> Beschwerde wegen meiner nach 28 Monaten noch unbearbeiteten Petition 27.04.05
==> CDU-Wahlveranstaltung in Hagen 13.5.05
==> Clement "Schornsteinfegermonopol und Schornsteinfegergesetz" 30.5.05
==> Juckenack "Vollversammlung der Schornsteinfegerinnung Südthüringen in Suhl" 6.6.05
==> Bestellung des "ersten Bezirksschornsteinfegers" 16.6.05.
==> Josef Göppel stellt Anfrage an die Bundesregierung 17.6.05.
==> Das reformierte Schornsteinfegergesetz 11.7.05
==> "Umweltmin. Methling würdigt Leistg. d. Schofeger zum Schutz des Klimas" 27.8.05
==> MdB Ronald Pofalla wegen ärgerniserregender Parteinahme für das Schofi-Monopol 16.9.05
==> Am morgigen Freitag zu erwartender Hausfriedensbruch in Oldenburg 10.11.05
==> Das Schornsteinfegergesetz paßt nicht mehr in unsere Zeit 16.11.05
==> Überholtes Schornsteinfegergesetz 22.11.05
==> Fragwürdiger Umgang mit Zwangsmaßnahmen im Lande 22.11.05
==> Zurückweisung meiner Petition 13/4853 ... 25.11.05
==> Landrat Dr. Wolfgang Kirsch wegen peinlicher Kungelei mit Kaminkehrern 10.1.06
==> Eines OB's von Schornsteinfegern umsäumter Händedruck 11.1.06
==> Instrumentalisierung durch Abgesandte des Schofimonopols 12.1.06
==> MdB Frau Hiller-Ohm: Ihre Lübecker Dachbesteigung 13.1.06
==> Staatssekretär Hanning: Anfrage zum Schornsteinfegermonopol 23.1.06
==> Dr. Beckstein: Meine Kritik ... Rede vor der Christlichen Polizeivereinigung 4.3.06
==> Westerwelle: Schornsteinfegermonopol 24.3.06
==> Staatssekretär Krüger: Ihre Aussage, daß das Schornsteinfeger-Gesetz unantastbar bleibt 17.4.06
==> Staatssekretär Müller:Ihre Festrede vor Schornsteinfegern in Wetzlar 1.6.06
==> Innenminister Schäuble 7.9.06
==> Bundestagspräsident Lammert 9.11.06
==> Wirtschaftsmin. Junghanns, Potsdam 9.11.06
==> MdB Brüderle (FDP) 13.11.06
==> Frau Bundeskanzlerin Merkel: Von lieb gewordenen Gewohnheiten verabschieden 06.12.06
==> Lena Strothmann: Ihre am 16.12.2006 gehaltene Rede vor dem Bundestag 14.1.07
==> Bürgerforum (Linke) 17.4.2096
==> Bundeskanzlerin Merkel 1.5.2007
==> Innenminister Schäuble 14.6.2007
==> Staatssekretär Heike 17.6.2007
==> Das C ist für uns Programm 14.7.2008

 



Lena Strothmann: Ihre am 16.12.2006 gehaltene Rede vor dem Deutschen Bundestag 14.1.07


 

Paul Theisen, Böblingen


lena.strothmann@bundestag.de

14.1.2007

Ihre am 16.12.2006 gehaltene Rede vor dem Deutschen Bundestag

Sehr geehrte Frau Strothmann,

die Lektüre Ihrer Rede vor dem Deutschen Bundestag machte mich zutiefst betroffen. Gemäß Ihrer Vita muß die von Ihnen vorgetragene Materie erfahrungsgemäß für Sie ein Buch mit sieben Siegeln sein. Dennoch erweckten Sie den Eindruck, dem wäre nicht so. Das ist in meinen Augen eine arglistige Täuschung des Parlaments. Hätten Sie sich nicht vergewissern müssen, daß die von Ihnen vorgetragenen Daten korrekt sind? Sie wären darauf gestoßen, daß diese mehrfach widerlegt sind. Was Sie sagen, habe ich von der Schornsteinfegerseite wiederholt hören und lesen müssen.

Fakt ist, daß auch ein "abgehalftertes" Schornsteinfegerwesen ein permanenter volkswirtschaftlicher Schadensfall ist. Der ökonomische und ökologische Nutzwert von erforderlichen Tätigkeiten der Schornsteinfeger wird durch nutzlose Scheindienstleistungen auf Kosten der Bürger wieder zunichte gemacht, was von Kritikern des Schornsteinfegermonopols präzise nachgerechnet wurde.

Nun präsentieren Sie sich als Sprachrohr der Schornsteinfeger im Bundestag. Dafür sollten Sie sich vor Ihren Wählern in Grund und Boden schämen. Seit ihren Anfängen wählte ich die Partei Konrad Adenauers und Ludwig Ehrhards. Hätte ich mich nicht schon von der derzeitigen CDU verabschiedet, so wäre Ihre Rede im Bundestag Grund genug.

Mit freundlichen Grüßen

Paul Theisen

PS: Ich weise Sie darauf hin, daß ich dieses Schreiben, sowie Ihre Stellungnahme, im Internet veröffentliche.

 



Frau Bundeskanzlerin Merkel:
... von lieb gewordenen Gewohnheiten verabschieden. ... 06.12.06


 

Ein unzufriedener Hausbesitzer


Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

in einer Ihrer Reden sagten Sie kürzlich ... wir müssen uns von lieb gewordenen Gewohnheiten verabschieden ...

und genau das trifft zu, wenn jetzt die Bundesregierung am Zuge ist, der Europäischen Union einen Reformvorschlag zu dem Schornsteinfegermonopol zu unterbreiten. Es ist kein Geheimnis, dass der straff organisierte Beruf das Monopol weidlich ausgenützt hat und immer wieder neue Aufgaben suchte, obwohl der Stand der Technik längst den Wettlauf gewonnen hatte. Das alles ging nur durch gesetzliche Absegnung, welche selbst heute noch, aus nichtigem Anlass den Art. 13 des Grundgesetzes ausser Kraft setzt. Das muss man sich einmal vor Augen führen, dass ein wehrhafter Bürger, der zurecht nicht einsieht, seinen sauberen Kamin kehren zu lassen, von der Polizei gefesselt - gewaltsam in sein Haus eingedrungen wird und dafür auch noch ein hohes Zwangsgeld bezahlen muss ! Und das inmitten Deutschlands das sich seiner freiheitlichen Demokratie rühmt ! Der Stalinismus lässt grüssen !

Daher meine dringende Bitte an Sie: Wenn jetzt am 17.12.2006 auf drängen der EU ein Reformvorschlag von der Bundesregierung erbracht wird, denken Sie an die Interessen von Millionen Hausbesitzern und nicht nur an die Perspektiven der Pfründe-Inhaber und deren eigene Pensionskasse. Es ist ein dringender Bedarf an Bürokratieabbau. Eine EU-weite Ausschreibung zur Kehrbezirksvergabe ist eine Farce, weil sich für den Hauseigentümer nichts ändert, höchstens dass es teurer wird. Es gibt keinen Zwang unter Zwang zu leben. Das jetzige System ist schon so borniert, dass es einem Kaminkehrermeister nicht einmal erlaubt ist, in seinem eigenen Haus die "Pflichtarbeiten" auszuführen!

Es würde mich freuen, Ihre Ansicht hierzu erfahren zu dürfen.

Mit freundlichen Grüssen

Ein unzufriedener Hausbesitzer.

 



Staatssekretär Krüger: Ihre Aussage, daß das Schornsteinfeger-Gesetz unantastbar bleibt 17.4.06


 

Paul Theisen


Staatssekretär Wolfgang Krüger
Ministerium für Wirtschaft
Potsdam
poststelle@mw.brandenburg.de

Betreff: Ihre Aussage, daß das Schornsteinfeger-Gesetz unantastbar bleibt

Sehr geehrter Herr Staatssekretär,

sollte die Pressemeldung zutreffen, daß Sie sich für die Beibehaltung des geltenden Schornsteinfeger-Gesetzes aus dem Jahre 1935 ausgesprochen haben, rate ich Ihnen, sich in die Lage derjenigen Menschen zu versetzen, denen dieses unselige Gesetz aufs Auge gedrückt worden ist, ohne seine Tragweite zu ermessen. Wir Heutigen wissen es und lehnen sein Imitat als Neuauflage eines verhaßten Kontrollorganes entschieden ab. Haben Sie sich schon mal gefragt, warum nur in Deutschland ein solches Gesetz zustande kam? Noch schlimmer: Warum es nach dem Zusammenbruch des 3. Reiches wieder Fuß fassen konnte?

Ich bitte Sie, sehr geehrter Herr Staatssekretär, sich kundig zu machen, welche Blessuren das Schornsteinfeger-Gesetz unserem "Rechtsstaat" zufügt. Die Zahl seiner Gegner wächst stetig. Das nicht ohne Grund! Kaum einer von diesen, denen auch ich zugehöre, geht noch zur Wahlurne, weil sie sich von der Politik "verschaukelt" fühlen. Falls Sie sich informieren möchten, weise ich Sie auf www.schofeg.de hin. Ihrer persönlichen Stellungnahme sehe ich mit großem Interesse entgegen.

Mit freundlichen Grüssen

 



Westerwelle: Schornsteinfegermonopol 24.3.06


 

Absender ungenannt


An den
Deutschen Bundestag
z.Hd. Herrn Dr.Westerwelle
Parteivorsitzender der FDP

11011 Berlin

Sehr geehrter Herr Dr. Westerwelle,

fast resigniert vor der Macht des Lobbyismus in Deutschland und den daraus resultierendem sturen Burgverhalten der Bundesregierung, raffe ich mich dennoch auf, Sie als geradlinigen Politiker auf einen Mißstand in der Rechtsprechung hinzuweisen.

Gemeint ist das Schornsteinfegermonopol !!!

Schon seit Jahren fordert das EG-Recht in Art. 43 und 49 eine Liberalisierung in dieser Angelegenheit. Aber die Politik tritt auf der Stelle ! Und ich kann Ihnen auch sagen warum: Weil der Beruf eine eigene Pensionskasse hat und damit dem Gesetzgeber eine Schlinge um den Hals gelegt hat. So wursteln über 8000 Betriebe Bundesweit vor sich hin, tätigen Scheindienstleistungen, stricken sich eine Gebührenordnung welche von der Ministerialbürokratie abgesegnet wird und ziehen den deutschen Hausbesitzern zwei Milliarden aus der Tasche ! Die Gebühren für ungebetene Hausbesuche haben mittlerweile die Kosten eines Arzt-Hausbesuches übertroffen. Solche Blüten kann nur ein Monopol treiben ! Grundlage gab einst ein Gesetz, 1935 von Himmler erlassen und 1969 verfeinert.

Nun sind einige beherzte Hausbesitzer aufgestanden und haben sich zu einer Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfegermonopol in Deutschland vereinigt. Aber der Erfolg ist bisher gleich Null. Der gesunde Menschenverstand ist überhaupt nicht gefragt ! Blitzsaubere Schornsteine und Rauchgasrohre müssen gereinigt werden und stellen in den Augen der schwarzen Zunft einen Gefahrenherd dar, nur um an das Geld zu kommen. Das Verwerfliche dabei ist: die Politik ob schwarz oder rot unterstützt dieses finstere Mittelalter. Naturgesetze lassen sich nicht ändern, okay. Aber das Schornsteinfegergesetz mit seinem Monopol ist wirklich keine so heilige Kuh, daß man nicht im Zuge der Entbürokratisierung herangehen könnte. Daß Art. 13 des GG mit jedem ungebetenen Hausbesuch ausgehebelt wird sei nur nebenbei erwähnt. In keinem Land der Welt wird in dieser Angelegenheit derart über die Köpfe der Hausbesitzer hinwegregiert.

Daher meine Bitte an Sie in der Opposition! Greifen Sie das Thema auf. Es ist höchste Zeit in Deutschland dahingehend Europäischen Standard einzuführen. Andere von Gefahren umgebene Handwerker wie Automechaniker oder Elektriker haben auch kein Monopol und Deutschland ist daran noch nicht zugrunde gegangen.

Höre ich von Ihnen ? Das würde mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüssen

 



Dr. Beckstein: Meine Kritik ... Rede vor der Christlichen Polizeivereinigung 4.3.06


 

Paul Theisen, Böblingen


Staatsminister
Dr. Günther Beckstein
80539 München
e-Mail: poststelle@stmi.bayern.de

Betreff: Meine Kritik an Ihrer jüngst gehaltenen Rede vor der Christlichen Polizeivereinigung

Sehr geehrter Herr Dr. Beckstein,

die Fränkische Landeszeitung berichtete kürzlich über Ihre vor der Christlichen Polizeivereinigung gehaltenen Rede. Daraus wurde mir wie folgt zitiert:

Jeder Christ habe sein Amt zu erfüllen, sagt Beckstein, "die Aufgaben wurden von Gott übertragen". Deshalb müsse die Polizei die Rechtsordnung durchsetzen. Ein "Softie-Polizist", der ein Auge zudrückt, handelt daher falsch und nicht im christlichen Auftrag.

Mit 18 mußte ich ein Koppelschloß tragen, auf dem stand "GOTT MIT UNS". Welches Unheil brachten viele derer, die ein Koppelschloß mit dieser Prägung trugen, über die Menschheit. In allen Religionen ist der Name Gottes mißbraucht worden. Da das 2. Gebot lautet "Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren!", stelle ich mir die Frage, ob dies nicht durch Ihre Worte in Franken geschah.

Wer ertragen muß, daß unter Polizeischutz sein Kaminkehrer aufgrund eines gültigen Gesetzes seinen blitzsauberen Kamin kehrt, der fühlt gewiß - gemäß Ihren Worten - daß Gott ihn strafe. Die Polizeibeamten haben wohl das gute Gefühl, in göttlichem Auftrag zu handeln, da sie den Schwachsinn des Kehrens durch ihre Präsenz erst ermöglichen.

Gesetze sind Menschenwerk - die guten wie die schlechten. Hitlers Polizeibeamte hielten strikt die Gesetze ein, indem sie diejenigen ans Messer lieferten, die wir als Helden und Martyrer verehren. Wie sagten Sie, Herr Minister? "Die Aufgaben wurden von Gott übertragen". Vom Gewissen war keine Rede!

Ich bitte Sie, Herr Dr. Beckstein, um Ihre persönliche Stellungnahme.

Mit freundlichen Grüßen

Paul Theisen

PS: Ich weise Sie darauf hin, daß ich dieses Schreiben, sowie Ihre Stellungnahme, im Internet veröffentliche.

 



MdB Frau Hiller-Ohm: Ihre Lübecker Dachbesteigung 13.1.06


 

Paul Theisen, Böblingen


MdB Frau Hiller-Ohm
gabriele.hiller-ohm@bundestag.de


Betreff: Ihre Lübecker Dachbesteigung
http://www.hl-live.de/aktuell/textstart.php?id=17892

Sehr geehrte Frau Hiller-Ohm,

wäre ich ein Bayer, so wäre mir beim Lesen des Online-Artikels in HL-Live die Zornesröte ins Gesicht gestiegen. Als Wahlschwabe nehme ich es gelassener hin, was Sie da für eine Show abgezogen haben. Der untenstehende Text ist mein Online-Kommentar dazu. Noch weiß ich nicht, ob die ihn veröffentlichen. Ferner stellte ich ihn in mein Internet-Gästebuch.

Mit dennoch freundlichen Grüßen

Paul Theisen


Bundestagsabgeordnete wirbt für ein Staatsmonopol

Soll die Abgeordnete Hiller-Ohm mit den Schornsteinfegern auf den Lübecker Dächern meinetwegen eine Zirkusnummer abziehen, wenn sie nicht Besseres zu tun hat. Betreibt sie damit aber unverkennbare Werbung für einen zumeist überflüssig gewordenen Beruf, vertritt sie nicht die Interessen ihrer Wähler. Zwar glauben derer viele noch, die Schornsteinfeger verhüteten Brände und schützten die Umwelt. Dabei sind die meisten ihrer Tätigkeiten nichts als nutzloser Hokuspokus, den das Verfassungsgericht Rhl./Pfalz Scheindienstleistungen nennt.

Sind denn das jährliche Kehren unserer sauberen Kamine und die weit übertriebenen Abgasmessungen an unseren Heizkesseln etwas anderes? Frau Hiller-Ohm verteidigt die Beibehaltung des Schornsteinfegermonopols wegen der staatlich umlagefinanzierten Alterszusatzversorgung der in die Arbeitslosigkeit gehenden Schornsteinfeger. Die etwa 2 Mrd. Euro, die den Bürger das ausbeuterische Schornsteinfegermonopol im Jahr kosten, lassen sie kalt. Kalt läßt sie auch, daß alljährlich das Mehrfache an Arbeitskräften in die Arbeitslosigkeit geschickt wird.

Paul Theisen

 



Instrumentalisierung durch Abgesandte des Schornsteinfegermonopols 12.1.06


 

Paul Theisen, Böblingen


Ministerpräsident Peter Harry Carstensen persönlich
E-Mail: heinz.maurus@stk.landsh.de
Bitte um Weiterleitung an den Ministerpräsidenten

Betreff: Instrumentalisierung durch Abgesandte des Schornsteinfegermonopols

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Carstensen,

das Konterfei eines Ministerpräsidenten mit der für die Schornsteinfeger typischen Kopfbedeckung macht sich gut auf einem Pressefoto. Haben Sie dabei auch bedacht, daß Sie in die Falle einer Imagewerbekampagne für das auf dem Abstellgleis sich befindende Schornsteinfegermonopol getappt sind?

In den vergangenen Jahren sah man die Schornsteinfeger in der Adventszeit zuhauf auf öffentlichen Plätzen unserer Städte bei einer anderen Art von Imagewerbung: Mit Sammelbüchsen in den Händen bewiesen sie der Öffentlichkeit ihr "Herz für Kinder". Der Ertrag war für notleidende äthiopische Kinder bestimmt.

Nachdem diese verkappten Werbeveranstaltungen durchschaut waren, änderte die Schornsteinfegerlobby ihre Strategie. Nun suchen sie zum Jahreswechsel, häufiger als bisher, die Amtsstuben heim, um sich als Glücksbringer anzubiedern. Ohne Presse und Fotografen läuft auch da nichts. In Kiel gelang es ihnen sogar, bis in die Staatskanzlei vorzudringen. Den Erfolg zeigt das über Suchmaschinen verbreitete Foto von Ihnen.

Der Fortbestand des Schornsteinfegermonopols ist ernsthaft bedroht. Eine Liberalisierung mit tiefen Einschnitten in die bisherigen Scheindienstleistungen der Schornsteinfeger (lt. Verfassungsgericht von Rheinland/Pfalz) kommt auf sie zu. Dagegen wehren sie sich mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln.

Mit freundlichen Grüßen

Paul Theisen

 



Des Sindelfinger OB's "glückbringendes" Händeschütteln


 

Paul Theisen, Böblingen


Oberbürgermeister Dr. Vöhringer persönlich
E-Mail: Stadt@sindelfingen.de

Betreff: Ihr von Schornsteinfegern umsäumter Händedruck beim Neujahrsempfang

Sehr geehrter Dr. Vöhringer,

daß jeder dritte Deutsche dem Aberglauben huldigt, ist eine Begleiterscheinung unserer Zeit; gemäß der Aussage "Wo der Glaube schwindet, macht sich der Aberglaube breit". Daß ein Oberbürgermeister flankiert von zwei Schornsteinfegern zum Jahresbeginn Hunderte von Händen schüttelt, in die danach aus der Hand eines der "Glücksbringer" ein Glückscent gelegt wird, ist eine praktizierte abergläubische Amtshandlung. Selbst wenn Sie dies als Gag betrachten, haben Sie damit dem wachsenden Aberglauben dennoch Vorschub geleistet.

In den vergangenen Jahren fand man Abordnungen der Schornsteinfeger vor Weihnachten auf öffentlichen Plätzen, wo sie den Medien ihr mitleidiges Herz für Kinder vorführten: sie sammelten für äthiopische Kinder. Seit diese verkappten Werbeveranstaltungen durchschaut sind, hat die Schornsteinfegerlobby ihre Strategie geändert. Nun erscheinen bundesweit ihre Abordnungen gehäuft zum Jahreswechsel bei den Bürgermeistern und Landräten, denen sie sich vor geladener Presse als Glücksbringer anbiedern.

Den Schornsteinfegern steht beruflich das Wasser bis zum Hals. Das veranlaßt ihre Lobby, sich ständig neue Strategien auszudenken, um sich öffentlich in Szene zu setzen. Das ist ihnen in Sindelfingen vortrefflich gelungen. Als Oberbürgermeister dürften sie wissen, daß die EU und mehrere Bundesländer dem Schornsteinfegermonopol den Kampf angesagt haben. Es haben sich ferner bundesweit Bürgerinitiativen gebildet, die sich den Scheindienstleistungen der Schornsteinfeger widersetzen und der Bevölkerung vor Augen führen, daß die Zeit des ausbeuterischen staatlich bestallten Schornsteinfegers abgelaufen ist.

Derartige hochbürokratische Gebilde haben in einer Marktwirtschaft keinen Platz mehr. Die moderne Heiztechnik ist ebenso sicher wie die zahlreichen Elektrogeräte in den Wohnungen. Zum Glück hat die Elektrotechnik keine schlagkräftige Lobby. Sonst müßten wir deren Repräsentanten auch noch ertragen.

Mit freundlichen Grüßen

Paul Theisen

......................................................

Die Antwort eingegangen am 11.2.06:

Sehr geehrter Herr Theisen,

vielen Dank für Ihre Zuschrift vom 11. 1.2006, in der Sie auf die Begleitung durch zwei Schornsteinfeger auf dem Neujahrsempfang 2006 eingegangen sind.

In Sindelfingen ist es bereits seit vielen Jahren Brauch, dass die jeweiligen Oberbürgermeister von örtlichen Schornsteinfegern begleitet werden, um den Bürgerinnen und Bürgern auf dem Neujahrsempfang ein gutes und gesundes neues Jahr zu wünschen.

So haben wir dies auch in den letzten Jahren gehandhabt.

Mit freundlichen Grüßen

 



Landrat Dr. Wolfgang Kirsch wegen höchst peinlicher Kungelei mit Kaminkehrern 10.1.06


 

Paul Theisen, Böblingen


Landrat Dr. Wolfgang Kirsch
E-Mail: info@cdu-kirsch.de

Betreff: Ihre höchst peinliche Kungelei mit Kaminkehrern

Sehr geehrter Dr. Kirsch,

wer den Besuch von Sternsingern und den einer Abordnung von Kaminkehrern in einem Atemzug als guten Jahresbeginn nennt, setzt christliches Brauchtum abergläubischem Kokolores gleich. Nicht nur dies: Die Sternsinger erfreuen die Menschen und sammeln für einen guten Zweck, während die Kaminkehrer aus ihrem Besuch eine Werbeveranstaltung zugunsten ihrer bedrohten Lage machen. Dies auch noch mit mehrfach widerlegten Lügen über die wegen Ihrer Tätigkeiten verhinderten CO-Toten.

In den vergangenen Jahren fand man derartige Abordnungen auf öffentlichen Plätzen, wo sie für äthiopische Kinder sammelten. Seit diese verkappten Werbeveranstaltungen von den Leuten durchschaut sind, haben die Kaminkehrer ihre Strategie geändert und erscheinen bundesweit gehäuft zum Jahreswechsel bei den Bürgermeistern und Landräten, um sich als Glücksbringer anzubiedern. Dies nicht ohne mit verlogenen Darstellungen auf ihre bedrohte berufliche Lage aufmerksam zu machen.

Als Landrat sollten sie wissen, daß die EU und mehrere Bundesländer dem Schornsteinfegermonopol den Kampf angesagt haben. Es haben sich ferner bundesweit Bürgerinitiativen gebildet, die sich den Scheindienstleistungen der Kaminfeger widersetzen und der Bevölkerung vor Augen führen, daß die Zeit des ausbeuterischen staatlich bestallten Kaminkehrers abgelaufen ist. Derartige Gebilde haben in einer Marktwirtschaft keinen Platz mehr. Die moderne Heiztechnik ist ebenso sicher wie die zahlreichen Elektrogeräte in den Wohnungen. Die Elektrotechnik hat keine Lobby, die sich den Kaminkehrern gleich Gehör verschafft, um mit lästigen Hausbesuchen und kostspieligen Kontrollen die Bürger zu beuteln.

Mit freundlichen Grüßen

Paul Theisen

 



MdB Ronald Pofalla wegen ärgerniserregender Parteinahme für das Schornsteinfegermonopol 16.9.05.


 

Paul Theisen, Böblingen


MdB Ronald Pofalla
E-Mail: ronald.pofalla@wk.bundestag.de

Betreff: Ihre ärgerniserregende Parteinahme für das Schornsteinfegermonopol

Sehr geehrter Herr Pofalla,

in einem Land, in dem noch vor 90 Jahren Kanonen gesegnet wurden, sollte man behutsam mit Segenswünschen umgehen. Ihr Schlußwort in der Festansprache vor der Schornsteinfeger-Innung in Düsseldorf vom 01.12.2004 endet mit "ich wünsche ihnen viel Glück, Erfolg, Zufriedenheit, aber auch Gottes Segen!". Sie äußerten sich ferner mit den Worten: "Die CDU wird die sinnvollen Vorschläge des Bundesverbands der Schornsteinfeger unterstützen".

Warum fragen Sie nicht die Bürger, was die wollen. Sie sind doch ein Abgeordneter aller Bürger, nicht vorrangig einer der Schornsteinfeger! Lullten diese Sie mit ihren verlogenen abstrusen "Sicherheitsargumenten" bereits soweit ein, daß Sie die Belange der großen Mehrheit Ihrer Wähler verraten müssen? Als Jurist sollten sie wissen, daß man mit Fröschen keinen Sumpf trockenlegen kann?

Sie bemerkten ferner in dem Düsseldorfer Vortrag "Ich habe mich natürlich in Vorbereitung auf den heutigen Tag sehr intensiv mit den Fragen ihres Handwerks befaßt. Ich will deshalb gleich an den Anfang stellen, daß die durch ihr Handwerk erbrachten Leistungen mich, sowohl bei den Arbeitsplatzzahlen als auch bei anderen Daten, wirklich beeindruckt haben". Dieses Anbiedern nennt der Volksmund treffend "Arschkriecherei". Informierten Sie sich wirklich nur nach dem äußeren Schein, der einer exakten Zäsur nie standhalten kann?

Falls Sie sich ernsthaft über die deutsche Schornsteinfegermisere informieren wollen, finden Sie auf den Internetseiten einer wachsenden Zahl von gedemütigten Gegnern des zunehmend verhaßten deutschen Schornsteinfegerwesens genügend Informationen.

Seit Beginn der Bundesrepublik wählte ich konstant CDU. Doch Politiker Ihres "Kalibers", samt solchen in Ihrer Schwesterpartei haben es mir für diesmal vermiest.

Mit freundlichen Grüßen

Paul Theisen

PS: Ich weise Sie darauf hin, daß eine Abschrift dieses Schreibens an Frau Merkel angela.merkel@bundestag.de gerichtet ist.

Dieser Text erscheint ferner auf meiner entsprechenden Internetseite.

 



Josef Göppel stellt Anfrage an die Bundesregierung 17.6.05.


 

Paul Theisen, Böblingen


Bundestagsabgeordneter
Josef Göppel

josef.goeppel@bundestag.de


Betreff: Josef Göppel stellt Anfrage an die Bundesregierung
Entnommen aus www.goeppel.de/bundestag/index.php?artikelid=916

Sehr geehrter Herr Göppel,

auf Ihrer Internetseite ist folgendes zu lesen:

"Die deutsche Regelung hat sich nach meiner Meinung bewährt, weil sie bei den Hauseigentümern nach wie vor eine hohe Akzeptanz besitzt. Die Menschen vertrauen dem auf Vorsorge angelegten System der Schornsteinfeger. Das System der Bezirksschornsteinfegermeister trägt sehr zu einer wirkungsvollen Energieeinsparung und Luftreinhaltung bei, weil den Ratschlägen dieser Fachleute in aller Regel schnell Investitionen in bessere Heizungstechniken folgen. Es muß verhindert werden, daß die hohe deutsche Qualität durch Billiganbieter in Gefahr gerät. Wir müssen die erfolgreiche deutsche Regelung EU-rechtlich absichern".

Ihre Aussage verrät nicht nur einen Mangel an marktwirtschaftlichem Denken, sondern Sie billigen Ihren Wählern nicht einmal Eigenverantwortung zu, um Entscheidungen zu sinnvollen Investitionen zwecks Energieersparnis zu treffen. Die hohen Energiepreise haben auch im Heizraum eine regulierende Funktion, ohne daß eine halbstaatliche Zwischeninstanz erforderlich ist. Weder die erwähnte Vorsorge der Schornsteinfeger noch deren Akzeptanz bei den Hauseigentümern sind gegeben.

Es dürfte auch Ihnen nicht entgangen sein, daß in unseren Heizräumen auch ohne Zutun der Schornsteinfeger eine industrielle Revolution stattfand. Die heute weit überwiegend verheizten fossilen Brennstoffe sind Öl und Gas. Sämtliche zugelassenen Öl- und Gas-Heizkessel hinterlassen so geringe Mengen an festen Rückständen, daß Kaminkehren ein überflüssiges Getue hochbezahlter Günstlinge ist.

Auch die unter Zwang erfolgte Emissionsmessung rechnet sich nicht. Denn ihr energetischer Aufwand dürfte kaum geringer sein als die erzielte Energieersparnis. Ihr Kostenaufwand beträgt mehr als das Zwanzigfache der Kosten an eingesparter Energie. Veröffentlichte Daten der Schornsteinfeger von MV in der Ostseezeitung liefern eindeutige Beweise. Dies ist nachzulesen unter
http://www.schofeg.de/ostsee.htm
oder in einem Gutachten unter
http://www.schofeg.de/herfurth-gutachten.htm .

Daß die Schornsteinfeger Fachleute für erfolgreiche Energieberatung seien, ist eine Mär. Die Vorkenntnisse zur Ausbildung eines Energieberaters übersteigen die des üblichen Schornsteinfegers bei weitem. Es genügt nicht, dieses oder jenes Heizkesselfabrikat zu empfehlen.

Alle notwendigen Tätigkeiten der Schornsteinfeger lassen sich - wie bei unseren westlichen Nachbarn seit eh und je - auf marktwirtschaftlicher Basis durchführen. Tüchtige Schornsteinfeger fänden im freien Wettbewerb gewiß auch ein Betätigungsfeld, ohne daß sie die gegenwärtig erzwungenen Scheindienstleistungen vollführen müßten.

Das von Ihnen hochgelobte deutsche Modell fand bisher nirgendwo Anklang und Nachahmer. Seine braune Vorgängerversion breitete sich lediglich in den kurzzeitig zu Großdeutschland gehörenden Österreich und Elsaß/Lothringen aus. Dort ist sie in abgeschwächten Versionen erhalten geblieben. Alle anderen französischen Departements setzen auf die marktwirtschaftliche Lösung, geregelt durch die Feuerversicherungen mit Hilfe einer entsprechenden Prämiengestaltung. Wer die kostenintensive "hohe deutsche Qualität" für die einzig richtige hält, zeiht damit alle Regierungen der unser System ablehnenden Staaten unbeabsichtigt der groben Fahrlässigkeit!

Mit freundlichen Grüßen

Paul Theisen

 



Bestellung des "ersten Bezirksschornsteinfegers" 16.6.05.


 

Paul Theisen, Böblingen


Oberbürgermeister von Lüneburg
Ulrich Maedge

ulrich.maedge@stadt.lueneburg.de


Betreff: Bestellung des "ersten Bezirksschornsteinfegers" 16.6.05. entnommen
http://www.lueneburg.de/?baum_id=239&inhalt_id=146672

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Mädge,

da Sie bei der Bestellung des "ersten Bezirksschornsteinfegers" dessen Nutzen für Ihre Stadt in besonderem Maße hervorheben, ist Ihnen sicherlich entgangen, daß auch in den Lüneburger Heizkellern eine industrielle Revolution stattfand. Ich gehe davon aus, daß auch dort weit überwiegend Öl oder Gas verheizt werden. Alle heute noch zugelassenen Öl- und Gas-Heizkessel hinterlassen so geringe Mengen an festen Rückständen, daß Kaminkehren lediglich ein überflüssiges Getue hochbezahlter Günstlinge ist. Kaminbrände wären insofern ausgeschlossen, da die Feuerräume der Heizkessel bis auf die Auslaßöffnung für die Abgase hermetisch abgekapselt sind.

Auch die zwangsweise durchzuführende Emissionsmessung ist ihres energetischen Aufwandes wegen bei dem nachgewiesenen Nutzen nicht zu verantworten. Das gilt erst recht für den Kostenaufwand. Veröffentlichte Daten der Schornsteinfeger von MV in der Ostseezeitung liefern den eindeutigen Beweis. Dies ist nachzulesen unter
http://www.schofeg.de/ostsee.htm
oder in einem Gutachten unter
http://www.schofeg.de/herfurth-gutachten.htm .

Die Schornsteinfeger als erfolgreiche Energieberater einzusetzen, wie Sie erwähnen, scheitert an deren fachlicher Kompetenz. Die Vorkenntnisse zur Ausbildung eines erfolgreichen Energieberaters übersteigen die des üblichen Schornsteinfegers bei weitem.

Alle notwendigen Tätigkeiten der Schornsteinfeger lassen sich - wie bei unseren westlichen Nachbarn seit eh und je - auf marktwirtschaftlicher Basis durchführen. Tüchtige Schornsteinfeger fänden im freien Wettbewerb gewiß auch ein Betätigungsfeld, ohne die gegenwärtig erzwungenen Scheindienstleistungen zu vollführen.

Das bei verschiedenen Gelegenheiten hochgelobte deutsche Modell fand nirgendwo Anklang und Nachahmer. Seine braune Vorgängerversion breitete sich lediglich in den kurzzeitig zu Großdeutschland gehörenden Österreich und Elsaß/Lothringen aus. Dort ist sie in abgeschwächten Versionen bis heute erhalten geblieben. Alle anderen französischen Departements setzen auf die marktwirtschaftliche Lösung, geregelt durch die Feuerversicherungen mit Hilfe einer entsprechenden Prämiengestaltung. Wer das sündhaft kostspielige deutsche Modell für notwendig hält, zeiht die Regierungen der es ablehnenden Staaten unbeabsichtigt der Fahrlässigkeit!

Niemand hat etwas gegen einen "Ersten Bezirksschornsteinfeger Ehrenhalber", gleich etlichen hochrangigen Politikern, die bereits Ehrenschornsteinfeger sind. Bei all diesen könnten abergläubische Zeitgenossen sich weiterhin durch Anfassen Glück holen.

Mit freundlichen Grüßen

Paul Theisen

 



CDU-Wahlveranstaltung in Hagen 13.5.05


 

Paul Theisen, Böblingen


jochen.reck@cdu-nrw.de

angela.merkel@bundestag.de

An den Generalsekretär der CDU in NRW Jochen Reck

27.4.2005

Betreff: CDU-Wahlveranstaltung in Hagen

Sehr geehrter Herr Reck,

die Westfalenpost berichtete am 11.5. über eine CDU-Wahlveranstaltung in Hagen. Ein Absatz des Zeitungsartikels fiel mir als entschiedener Gegner des Schornsteinfegermonopols besonders ins Auge.

"(... )
Schornsteinfeger Joachim Knaup aus Iserlohn hält mit seinen Kollegen den Eingang zur Stadthalle besetzt. So viele Schornsteinfeger hat man selten auf einen Haufen gesehen, es sind 300, fast die ganze Innung, Sie verschenken Streichhölzer (mit freundlichen Ermahnungen), kleine Schornsteinfegermännchen (mit besten Wünschen) und blödeln ("Wir Schwarzen müssen zusammen halten."). Das freut Angela Merkel.
(... )"

Falls Sie es nicht wissen sollten: Den deutschen Schornsteinfegern ist jedes Mittel recht, ihre gefährdete Position zu halten. Gezielte medienwirksame öffentliche Auftritte kommen ihnen in diesem Wahlkampf besonders gelegen. Dies, zumal Ministerpräsident Steinbrück sich bereits kritisch über das Schornsteinfegermonopol geäußert hat. Mir ist nicht bekannt, daß die CDU in NRW gleiches getan hat.

Mittlerweile sind die Schornsteinfeger in der BRD soweit ins Abseits gedrängt worden, daß sie die Parteien für ihre Zwecke einzuspannen versuchen. In Kanzler Schröder haben sie einen wohlgesonnenen Bundesgenossen gefunden. Es gibt bereits einen Schornsteinfeger im Bundestag, der aus NRW kommt (Troisdorf).

Die Bevölkerung ist dank unserer bundesweiten öffentlichen Kritik schon soweit sensibilisiert, daß sie sich nicht mehr ohne weiteres das sinnlose Kehren ihrer sauberen Kamine und Doppelmessungen an ihren Heizkesseln bieten läßt. Auch die Mieter wissen, daß ihnen die Schornsteinfeger über die hohen Wohnnebenkosten teuer zu stehen kommen.

Lassen Sie sich nicht für die Interessen des Schornsteinfegermonopols einspannen! Nicht nur eine Pro-Schornsteinfeger-Haltung, sondern auch eine neutrale Haltung gegenüber diesem fortschrittsbremsenden Staatsmonopol mindern die Wahlchancen der CDU!

Mit freundlichen Grüßen Ihr wohlmeinender

Paul Theisen

 



Beschwerde wegen meiner nach 28 Monaten noch unbearbeiteten Petition 27.04.05


 

Paul Theisen, Böblingen


Präsident des Deutschen Bundestages

Wolfgang Thierse

praesident@bundestag.de

27.4.2005

Betreff: Beschwerde wegen meiner nach 28 Monaten noch unbearbeiteten Petition

Sehr geehrter Herr Präsident Thierse,

am 28.12.2002 reichte ich die oben genannte Petition beim Bundestag ein. Statt eines abschließenden Bescheides wurde ich schon einige Male auf fernerhin vertröstet. Daß eine Petition nach 28 Monaten noch nicht bearbeitet ist, widerspricht den gegebenen Regeln für Petitionen an den Deutschen Bundestag.

Der Titel meiner Petition Pet3-15-09-7151-004900 lautet:

Grobe Verletzung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit der Mittel in der Gesetzgebung unter grober Mißachtung der Art. 2 und Art. 13 des GG.

Meine Petition weist auf das sicherheitsrelevante Mißverhältnis in der Gesetzgebung zwischen den Tätigkeiten der Schornsteinfeger und den allgemein üblichen Vorbeugungsmaßnahmen jeglicher Art hin.

Ich weise nochmals darauf hin, daß ein von meiner Petition direkt Betroffener (MdB Göllner) sich im Petitionsausschuß befindet. Diese Feststellung hat deshalb eine besondere Bewandtnis, da sich herausgestellt hat, daß die Repräsentanten der Schornsteinfeger Aktivitäten entwickelt haben, die ihrem im Zuge der Entbürokratisierung bedrohten Beruf von Nutzen sein können.

In der Erwartung Ihrer Stellungnahme

Mit freundlichen Grüßen

Paul Theisen

 



Das Hilfsangebot der Union an die Bundesregierung 5.3.05


 

Paul Theisen, Böblingen


Angela Merkel
Vorsitzende der CDU

angela.merkel@bundestag.de

5.3.2005

Betreff: Das Hilfsangebot der Union an die Bundesregierung

Sehr geehrte Frau Merkel,

Ihr jüngstes Angebot an die Bundesregierung zur Zusammenarbeit bei deren Reformvorhaben ist lobenswert. Dazu zählt gewiß auch der beabsichtigte Bürokratieabbau, dessen Vorreiter in der Union Ministerpräsident Teufel ist. Im Jahre 2003 forderte er eine Entrümpelung des überbürokratisierten und antiquierten Schornsteinfegermonopols braunen Ursprungs. Beachtenswerte Resonanz zeigte sich bundesweit bei der FDP und den Grünen - nicht aber bei der Union.

War es der Druck zahlreicher "Widerständler" gegen dieses Staatsmonopol - zu denen auch ich mich zähle - oder war es das Vertragsverletzungsverfahren der EU, die Ministerpräsident Teufel bewogen haben, in die Offensive zu gehen? Jedenfalls ist die Bundesregierung gegenwärtig im Zugzwang.

Analysiert man die sich anbiedernden Sonntagsreden oder Gespräche von Unionspolitikern im Kreise von Schornsteinfegern (z. B. Thomas Schäuble 2003 in Mosbach (Baden) oder Siegfried Kauder 2004 im Schwarzwald), so gewinnt man den Eindruck, die Belange der Schornsteinfeger stünden im Einklang mit politischen Notwendigkeiten. Die genannten Politikerreden lassen sich als Huldigungen an die heilige Kuh Schornsteinfegerwesen einordnen. Mit der Realität haben die als unabdingbar geforderten Dienstleistungen der Schornsteinfeger nichts zu tun. - Dazu einige Fakten:

Das Schornsteinfegergesetz und die darauf bezogenen ländereigenen Verordnungen muten dem Bürger Tätigkeiten der Schornsteinfeger zu, die als Scheindienstleistungen benannt zu werden verdienen. Dies geschieht unter Verletzung des Art. 13 GG (Hausfriedensbruch). Die überwiegende Mehrzahl unserer Schornsteine bedarf keiner Kehrung, weil es in ihnen nichts mehr zu kehren gibt. ÖL und Gas verbrennen nahezu rückstandsfrei. Statt dessen suggeriert die Schornsteinfegerlobby der Ministerialbürokratie und den politischen Entscheidungsträgern Nestbauten von Vögeln und Wespen, deretwegen die Kamine dringend zu kehren seien. Daneben hat die altbewährte Angstmache mit den latenten Feuergefahren weiterhin Erfolg.

Vergleicht man die Abgassonderuntersuchung (ASU) unserer Autos mit der Emissionsmessung unserer Heizanlagen, hat man den Eindruck, der Heizkessel wäre dem strapaziösen Straßenverkehr ausgesetzt und das Auto befände sich in der Garage. Bei der ersten ASU des neuen Autos nach 3 Jahren hat der Schornsteinfeger den gleichaltrigen Heizkessel schon zum vierten Mal in der Mangel. Gegen derartige Zumutungen regt sich wachsender Widerstand im Lande. Zwei markante Beispiele aus Baden-Württemberg unter vielen anderen verdeutlichen dies:

Im Sommer 2003 rückte in Neuhausen bei Stuttgart eine Kohorte von 2 Schornsteinfegern mit 5 Polizisten (die 7 Schwaben) an, um im Hause Bäuerle den blitzsauberen Kamin einer mit Erdgas betriebenen Heizung zwangsweise zu kehren.

Im Herbst 2003 ließ ich nach 9 Monaten Druck meinen sauberen Kamin kehren. Das angedrohte Zwangsgeld betrug bereits insgesamt 13.000 Euro. 4.000 Euro bin ich endgültig los. Diese Art von Zwang wurde mir sarkastisch als "milderes und verhältnismäßiges Mittel" schmackhaft gemacht. Die Kehrnotwendigkeit begründete das Landratsamt Böblingen mit einer abstrakten (!) Gefahrenlage. Mehr auf meiner Homepage www.schofeg.de.

Wenn diese Maßnahmen von Landrat Meier (CDU) gutgeheißen werden, statt öffentliche Empörung hervorzurufen, wäre die Union gut beraten, der Bundesregierung gegenüber Zurückhaltung bei der Lösung von deren Reformvorhaben zu üben. Ein äußerst primitives überflüssiges Zwangssystem, dessen umfangreiches Gebührenverzeichnis dem eines Allgemeinarztes in nichts nachsteht, sollte in einem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat keine Daseinsberechtigung haben!

Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Paul Theisen

Eine Abschrift an den von mir gewählten Bundestagsabgeordneten Clemens Binninger (CDU), der gemäß seines an mich gerichteten Schreibens auf die Linie der Schornsteinfeger eingeschworen zu sein scheint.
(clemens.binninger@bundestag.de)

PS: Dieses Schreiben wird der Transparenz wegen im Internet veröffentlicht.

Ein Schreiben ähnlichen Inhalts richtete ich an Ministerpräsident Stoiber

 



Gesundheits-Ministerium: Gesundheitsprävention 21.2.05


 

Paul Theisen, Böblingen


Gesundheitsministerium
Berlin
Online über http://www.bmgs.bund.de/deu/gra/service/email/index.cfm

21.2.2005

Betreff: Gesundheitsprävention

Sehr geehrte Damen und Herren!

Die Pressemeldung zur Bereitstellung von 250 Mill. € zur Gesundheitsprävention veranlaßt mich zu den folgenden Überlegungen und Darstellungen:

a) Wie man Gesundheitsaufklärung unter viele Leute bringt.

b) Wie bescheiden die finanziellen Mittel für die Gesundheitsprävention im Gegensatz zu Präventionsmaßnahmen auf anderen Gebieten sind.

Die in früheren Jahren von der ARD vor der Tagesschau ausgestrahlten Spots "Der 7. Sinn", der das richtige Verhalten im Straßenverkehr zu vermitteln versuchte, sind mir noch in angenehmer Erinnerung verblieben. Heute zieht auch das gebührenfinanzierte Fernsehen die einträglichere Werbung einer nützlichen Aufklärung der Bevölkerung zur besten Sendezeit vor. Warum strahlt die ARD nicht gerade dann kurze Spots über eine gesunde Lebensweise aus?

Soviel über die Verbreitung von Präventionsmaßnahmen. - Größere Sorgen bereitet mir die Verschwendung von finanziellen Mitteln zur angeblichen Verhütung von Feuerschäden, inbegriffen auch Gesundheitsschäden. Es handelt sich um das antiquierte Schornsteinfegerwesen, als festgefügtes Schornsteinfegermonopol, geschützt durch das Schornsteinfegergesetz. Da werden im Jahr etwa 2 Mrd. € für Tätigkeiten ausgegeben, deren Nutzeffekt gegen Null geht. Sinnloses Kehren sauberer Kamine und weit übertriebenes Messen an unseren Heizkesseln und noch weitere Dienstleistungen werden per Gesetz als unumgänglich vorgeschrieben. Die zuständige Aufsichtsbehörde drückt es so aus: "Auch andere Gefährdungsgesichtspunkte wie die Umwelt oder die Gesundheit des Betreibers können ergänzend hinzutreten". Ein Verweigern dieser Scheindienstleistungen wird durch Polizeimaßnahmen oder hohe Zwangsgelder streng geahndet.

Wie bescheiden nehmen sich da die von Ihnen angepeilten 250 Mill. € aus, die von mehreren Stellen finanziert werden sollen. Was steht da alles auf dem Spiel! Was dagegen im Heizraum? Anders als Ihre 250 Mill. € werden die Schornsteinfegergebühren an der Haustür kassiert, den perfekten bürokratischen Aufwand zahlt der Steuerzahler: insgesamt 2 Mrd. € im Jahr. Die vorgetäuschte Schadensbeseitigung wurde vom Gesetzgeber durch das Schornsteinfegergesetz und ländereigene Kehr- und Überprüfungsordnungen (KÜO) streng geregelt. Es fragt sich, was alles, neben einer einflußreichen Lobbyarbeit, dazu führte. Gewiß spielen die unterschwellige Feuerangst und die vertrauenweckenden, bisher nur in schlichtem Schwarz gekleideten, Schornsteinfeger, als Garanten der Feuersicherheit, eine große Rolle. Aber auch der weitverbreitete Aberglaube vom Glücksbringer Schornsteinfeger hat sicherlich dazu beigetragen.

Seit mehreren Jahren kämpfe ich gemeinsam mit zahlreichern Mitstreitern bundesweit gegen diese kostspielige Fehlentwicklung. Wir sind Einzelkämpfer und größere Personengruppen, vornehmlich aus den neuen Bundesländern Ostberlin und dem Saarland. Umweltbewußte Naturwissenschaftler, Ingenieure und Techniker sind viele von uns. Das Internet bietet uns die Möglichkeit einer bundesweiten Vernetzung. Viele von uns verweigern sinnloses Kehren sauberer Kamine und übertriebenes Messen an unseren Heizkesseln. Meine 9 Monate andauernde Kehrverweigerung hatte 4.000 € an Zwangsgeldern zur Folge. Vielerorts verschaffen sich die Schornsteinfeger mit Polizeigewalt Zutritt in die Häuser. Wir informieren Politiker und die Medien über diesen Mißstand.

Als Erfolg verbuchen wir das Vertragsverletzungsverfahren der EU gegen Deutschland vom Jahre 2002. Aber auch die Entbürokratisierungsmaßnahmen einiger Bundesländer, insbesondere Baden-Württembergs, zeigen ihre Wirkung. Das Bundeswirtschaftsministerium ist in die Pflicht genommen, eine akzeptable Lösung des Schornsteinfegerproblems zu finden. Wir befürchten aber, daß durch langes Hinauszögern und Zugeständnisse an die Schornsteinfeger nur eine Teillösung zustande kommt. Die Übermacht der mit großen finanziellen Mitteln ausgestatteten Schornsteinfegerlobby darf nicht unterschätzt werden, was deren beachtliche Erfolge in der Vergangenheit beweist. Dies zum Schaden der Allgemeinheit, und zum Nutzen der Pfründeninhaber namens Kehrbezirk. Das Schornsteinfegergebührenverzeichnis in einem Handbuch für die Schornsteinfeger dürfte mit seinen 82 Seiten dem der Allgemeinärzte kaum nachstehen.

Ich weise Sie auf meine unten angegebene Internetseite hin. Sie enthält auch Links zu den Seiten meiner Mitstreiter. Mit der Bitte um Ihre Stellungnahme grüßt Sie

Paul Theisen

 



Clement: Schornsteinfegermonopol und Schornsteinfegergesetz 17.2.05


 

Paul Theisen, Böblingen


Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Minister Clement
Berlin

17.2.2005

Betreff: Schornsteinfegermonopol und Schornsteinfegergesetz

Sehr geehrter Herr Minister Clement,

in Sorge um eine sinnvolle Lösung des Schornsteinfegerproblems wende ich mich erneut an Sie. Optimisten behaupten, daß das unzeitgemäße Schornsteinfegermonopol demnächst zu Fall komme, daß aber das politisch belastete Schornsteinfegergesetz bestehen bliebe. Dies wäre meines Erachtens ein schwerwiegendes Versäumnis.

Fest steht, daß ein weiter existierendes Schornsteinfegergesetz tiefgreifende Reformen behindert. Die durch das Gesetz bisher und auch in Zukunft noch bedingt privilegierten Schornsteinfeger werden sich jeder Schmälerung ihres ererbten Besitzstandes mit rechtlichen Mitteln zu erwehren versuchen. Auch der Beruf des Schornsteinfegers wäre heute bedeutungslos, wenn ihn nicht die Nazis aus bekannten Gründen mit besonderen Privilegien ausgestattet hätten. Leider taten dies auch die BRD und die DDR.

Mittlerweile ist das Image des Schornsteinfegergesetzes so beschädigt, daß sein Fortbestehen in der Bevölkerung als latentes Ärgernis gälte. Immerhin hat das Schornsteinfegergesetz, trotz mehrfacher Novellierungen, die Entwicklung moderner Heiztechnik ignoriert. Zudem blockierten die Schornsteinfegerlobbyisten erfolgreich solche Neuentwicklungen, die ihre Tätigkeit überflüssig machten. Unter Verletzung des Grundgesetzes werden Scheindienstleistungen, wie z. B. Kehren sauberer Kamine und Doppelmessungen, erzwungen. Diese Scheindienstleistungen werden im Falle der Weigerung mit Hilfe äußerst strenger Zwangsmittel, wie Polizeieinsatz und Zwangsgelder bis zu 50.000 €, vollzogen. Das Prinzip der Verhältnismäßigkeit der Mittel bleibt dabei auf der Strecke.

Fakt ist, daß die Schornsteinfegerlobby in den Medien und bei öffentlichen Auftritten ungeniert die Erhebung großer Datenmengen (180 Millionen im Jahre 2002) als ihr besonderes Verdienst würdigt. Geschichtskundige schaudert es in der Erinnerung an die Entstehungszeit des Gesetzes vor 70 Jahren. Die damalige Zielsetzung war, den regelmäßigen Zutritt der Schornsteinfeger in die Wohnhäuser dem Überwachungsstaat dienstbar zu machen. Dabei bedienten sich die Machthaber nachweisbar eingeschworener politisch zuverlässiger Schornsteinfeger zur Bespitzelung der Bevölkerung. Es stellt sich die Frage, was mit den heute erhobenen Daten geschieht. Deshalb weise ich auf das Schreiben eines Schornsteinfegermeisters an das OVG des Saarlandes vom 28. April 2004 hin:

"... Der BSM kann nach § 19 SchfG darüber entscheiden, ob die Voraussetzungen einer Weitergabe von erhobenen persönlichen und technischen Daten vorliegen und gegebenenfalls an wen sie weitergegeben werden. Damit greift er unmittelbar in den Datenschutz des einzelnen Bürgers im Rahmen von Ausnahmeregelungen ein. All dies ist unter öffentlicher Gewalt zu subsumieren. ...".

Die genannten Fakten sollten genügen, das politisch untragbare und in der Bevölkerung auf zunehmenden Widerstand stoßende Schornsteinfegergesetz ersatzlos zu streichen. Wir haben schließlich ein umfangreiches Bundesimmissionsschutzgesetz mit sinnvollen Verordnungen.

Die häusliche Anwendung der Elektrizität wird seit jeher ohne eigene Gesetze und Verordnungen bewältigt. Deren Gefahrenpotential übertrifft das in unserem Heizraum herrschende bei weitem. Dennoch installieren und modernisieren konzessionierte Handwerksbetriebe die Anlagen ohne eine weitere Kontrollinstanz. Die bewährten VDE-Vorschriften garantieren einen hohen Sicherheitsstandard. Nennenswerter bürokratischer Aufwand entfällt! Ökonomisches Denken zwingt zum sorgsamen Umgang mit dem kostspieligen elektrischen Strom. Nicht anders ist es bei den Hausheizungen.

Warum bedarf ein mit einem Gütezeichen versehener Heizkessel einer besonderen Zulassung durch den Schornsteinfeger? Auch diesen installiert ein konzessionierter Handwerksbetrieb und setzt ihn in Betrieb. Kein fabrikneues Auto bedarf einer besonderen technischen Zulassung. Nur dort, wo die Schornsteinfeger ihre Finger im Spiel haben, gibt es kostspielige Ausnahmeregelungen, die keinerlei zusätzlichen Sicherheitsgewinn erbringen.

Es ist kein Zufall, daß Baden/Württemberg sich beim Bürokratieabbau insbesondere beim Schornsteinfegerwesen hervortut. Im Jahre 2002 erschien das knapp 500 Seiten starke "Handbuch für das Schornsteinfegerwesen in Baden-Württemberg" in 5. Auflage. Autor ist der im Stuttgarter Wirtschaftsministerium für das Schornsteinfegerwesen tätige Wolfgang Stehmer. Ehrenschornsteinfeger Dr. Döring leitete bis zu seinem Rücktritt das Ministerium. Das Kapitel "Einführung in die Schornsteinfegergebühren" umfaßt samt den im Text verstreuten Angaben zur Gebührenerfassung etwa 100 Seiten. Die von Allgemeinärzten dürften kaum mehr sein.

Eine Verlängerung der Kehr-, Meß- und Prüfintervalle wäre nur Stückwerk. Alle bisherigen Tätigkeiten der Schornsteinfeger müssen von neutraler Seite unbefangen und kritisch unter die Lupe genommen werden. Saubere Kamine kehren zu müssen widerspricht jeder Vernunft. Kontraproduktiv ist die alljährliche Emissionsmessung. In einem Gutachten hat der Stralsunder Sachverständige, Dipl.-Ing. D.G. Herfurth, einen ökonomischen und ökologischen Nutzen der Emissionsmessungen der Schornsteinfeger ad absurdum geführt: www.schofeg.de/herfurth-gutachten.htm. In einer Kurzfassung wird dieses Thema auch in www.schofeg.de/ostsee.htm behandelt.

Warum geschieht die Abgaskontrolle unserer Heizanlagen nicht ähnlich der unserer Autos? Das Reinigen der kehrbedürftigen Kamine (Feuerungen mit festen Brennstoffen) regulieren in Frankreich die Feuerversicherungen durch eine entsprechende Prämiengestaltung. Kamine von Öl- und Gasheizungen bedürfen keiner Kehrung, höchstens einer optischen Kontrolle in großen Zeitabständen. Die phantastischen Nestbauten in ganzjährig benutzten Kaminen dienen den Schornsteinfegern lediglich als Vorwand zum häufigen Kaminkehren als Querschnittskontrolle.

Die Horrormeldungen über CO-Tote in anderen Ländern und geschürte Feuerängste führten dazu, daß uns die Schornsteinfeger samt der ihnen wohlgesonnenen Behörden im Jahr etwa 2 Mrd. € kosten. Damit sind wir keineswegs Spitzenreiter in der häuslichen Sicherheit, sondern solche in der Verschwendung kostbarer Ressourcen. Sicherheit und Umweltschutz werden auch woanders großgeschrieben. Dennoch hat kein anderes Land das deutsche Schornsteinfegerwesen übernommen. Unqualifizierte Horrormeldungen sind ungeeignet, einem überholten Beruf einen Sonderstatus zuzubilligen. Deshalb darf das Schornsteinfegergesetz nicht noch länger fortbestehen.

In der Erwartung einer Stellungnahme seien Sie herzlich gegrüßt.

Paul Theisen

Antwort des Wirtschaftsministeriums

 



Altötting: Ihr Loblied auf die Kaminkehrer 5.1.05.


 

Paul Theisen, Böblingen


Landrat Erwin Schneider

Altötting

E-Mail: kanzlei@lra-aoe.de

Betreff: Ihr Loblied auf die Kaminkehrer

Sehr geehrter Herr Schneider,

Ihre Rede vor den Altöttinger Kaminkehrern, so wie sie in der Presse wiedergegeben wird, (http://www.chiemgau-online.de/lokalnachrichten/tt_text.php?id=7242) , kann nicht unwidersprochen bleiben.

Seit geraumer Zeit beschäftige ich mich mit diesem Beruf, der mich zu einem "gebrannten Kind" machte. Lug und Betrug meines Kaminkehrers, der unter dem Schutzmantel einer auf diesen Beruf eingeschworenen Aufsichtsbehörde nichts zu befürchten hatte, sind die Ursache.

Ein Beruf niederen Bildungsgrades, der wegen seiner vom Staat verordneten Tätigkeiten weder zu den Beamten noch zu den echten Handwerkern zählt, der aber Art. 13 des Grundgesetzes verletzen darf, ist den Gefahren eines Machtmißbrauchs nicht gewachsen. Außerdem sind seine Tätigkeiten so sündhaft teuer und so fragwürdig, daß der Bürger sich dagegen wehrt. Daher die zahlreichen Beschwerden aus der Bevölkerung. Die erwähnten Mahnschreiben sind die Folge.

Dank Internet schlossen sich zahlreiche der von den Kaminkehrern betrogenen und deren Aufsichtsbehörde hart bestraften Bundesbürger zu lockeren Interessenverbänden zusammen. Jeder von ihnen machte seine eigenen negativen Erfahrungen mit seinem Kaminkehrer.

Die Europäische Behörde und einige Landesregierungen haben sich aufgrund der unzähligen Beschwerden aus der Bevölkerung bereits an die Bundesregierung mit dem Ziel gewandt, das Schornsteinfegermonopol nazistischen Ursprungs aus der Welt zu schaffen. Das dürfte auch Ihnen nicht entgangen sein.

Sie hätten sich kundig machen sollen, bevor Sie derart peinliche Statements zum Besten gaben, deren Inhalte von dem zentralen Innungsverband der deutschen Kaminkehrer herausgegeben werden. Die Statistiken der Kaminkehrer, die sie angaben, sind ebenso widerlegbar, wie die seitens derer propagierten Gefahrenpotentiale.

Ein Beruf, der sich ohne Konkurrenz durch falsche Angaben, die leider von politischen Entscheidungsträgern für bare Münze gehalten werden, durchsetzen und erhalten kann, hat in einem demokratischen Staat keine Daseinsberechtigung. Sein Fortbestand vergiftet das politische Klima und fördert den Staatsverdruß. Ein Teil der Wahlenthaltungen oder der von den großen Parteien abwandernden Wähler geht zweifellos auf das "Kaminkehrerunwesen" zurück.

Ein Beruf, dessen Tätigkeiten auf einem Gesetz beruht, welches den Realitäten um Jahrzehnte hinterherhinkt, hat bis auf spärliche Reste ausgedient. Über 90 % der Kamine brauchen deshalb nicht gekehrt zu werden, weil es in ihnen nichts mehr zu kehren gibt. Alle heute noch zugelassenen Öl- und Gasheizungen pusten nur so geringe Mengen an festen Rückständen aus, daß ein ungekehrter Kamin sich in mehreren Jahrzehnten nicht verengen kann. Ruß ist außer bei Holz- und Kohlefeuerungen heute kaum noch vorhanden.

Wenn auch die Vogel- und Wespennester dafür herhalten müssen, um regelmäßig die Kamine kehren zu müssen, so beruht dies auf ungenutzten Kaminen, die bisher leider in die Entscheidungen von Politikern und Ministerialbeamten mit eingeflossen sind.

Allein die Kosten für die Emissionsmessungen sind mehr als zwanzigmal so hoch, wie die durch sie eingesparten Brennstoffkosten. Diese Statements beruhen auf veröffentlichten Angaben der Kaminkehrer von Mecklenburg/Vorpommern. In anderen Bundesländern dürfte es nicht anders sein.

Unser weltweit einmaliges Schornsteinfegerwesen ist ein Schandfleck für unseren demokratischen Staat. Es läßt kostspielige "Scheintätigkeiten" zu, wie kürzlich ein Verfassungsrichter Tätigkeiten der Kaminkehrer benannte. Es täuscht dem Bürger Schutz vor Feuergefahren vor, die nicht mehr gegeben sind.

Sie lobten in Ihrer Rede ein ineffizientes staatlich verordnetes System über den grünen Klee. Dieses System verursacht den Hausbesitzern und Steuerzahlern jährliche Kosten von insgesamt etwa 2 Milliarden Euro, die zum allergrößten Teil als nutzlose Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen verplempert werden.

Der Name des mir wohlbekannten geschichtlich bedeutsamen Marienwallfahrtsortes verblieb mir leider nur bis zum gestrigen Tag in ungetrübter Erinnerung. Es ist schade drum.

Mit freundlichen Grüßen

Paul Theisen

Antwort des Landrates von Altötting

 



Mißachtung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit in unserer Gesetzgebung 3.1.05


 

Paul Theisen, Böblingen


Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Minister Clement persönlich

Berlin

Fax 01888 615 7010

3. Januar 2005

Betreff: Mißachtung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit in unserer Gesetzgebung

Sehr geehrter Herr Minister Clement,

als der Bundeskanzler auf Ihre Verantwortung für den Erfolg von Hartz IV hinwies, war mir unklar, was bei ihm in der anstehenden Behandlung des Schornsteinfegermonopols als Erfolg gilt. Gemäß seiner bisherigen Äußerungen hält der Kanzler große Stücke auf die Schornsteinfeger, die ihm heilige Kühe zu sein scheinen. Das ist eine meiner Sorgen. Weitere veranlassen mich zu den folgenden Zeilen:

1. Die Enttäuschung darüber, daß die längst überfällige Entscheidung über das Schornsteinfegerwesen auf die lange Bank geschoben wird.

2. Daß über meine am 28.12.2002 eingereichte Petition, die sich mit dem Schornsteinfegerwesen befaßt, bis heute noch keine Beschlußempfehlung fiel. Ihr Ministerium dürfte dafür Mitverantwortung tragen.

Allem Anschein nach richten sich die Bemühungen zur Entbürokratisierung des Schornsteinfegerwesens in erster Linie nach den Forderungen der EU. Alles deutet darauf hin, daß das Schornsteinfegerwesen aus nicht nachvollziehbaren Gründen im Schongang behandelt wird; das Schornsteinfegergesetz unangetastet bleibt.

Was hält man von einem Chirurgen, der dem Patienten Metastasen entfernt, den sie auslösenden leicht operablen Tumoren aber nur einer fragwürdigen Chemotherapie unterziehen läßt, statt auch ihn zu entfernen?

Die oben genannte Petition behandelt die Verletzung des Prinzips der Verhältnismäßigkeit durch das Schornsteinfegergesetz. Daß der einwandfreie Betriebszustand der modernen Heizungen ein eigenes Gesetz erfordert, ist schwer einsehbar. Daß jedes Bundesland sich auch noch eine spezielle umfangreiche Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO) leistet, steht im krassen Widerspruch zum viel propagierten schlanken Staat. Daß die KÜO von Baden-Württemberg zugegebenermaßen von Ministerialbeamten unter Mithilfe der Schornsteinfeger angefertigt, durch Unterschrift des Ehrenschornsteinfegers Dr. Döring besiegelt wurde, ist Filz auf hohem Niveau.

Die Zwangsmaßnahmen bei der Durchführung dieses Gesetzwerkes pervertieren nicht nur unsere Gesetzgebung, sondern wecken beim kritischen Bürger berechtigte Zweifel am Rechtsstaat. Unter den zahlreichen Übergriffen der Staatsgewalt zur Durchsetzung des Schornsteinfegermonopols möchte ich von zweien aus dem Jahre 2003 kurz berichten. Sie ereigneten sich im Weichbild von Stuttgart.

1. In Neuhausen, Kreis Esslingen, überfielen 2 Schornsteinfeger, beschützt von 4 Polizeibeamten und einer Dame der Aufsichtsbehörde einen Eigenheimbesitzer, um den blitzsauberen Abgaskanal seiner Gasheizung zu kehren, dem dieser sich erwehren wollte. Dieses aufwendige Spektakel war die Folge.

2. Das Landratsamt Böblingen verhängte anstelle einer Zwangskehrung hohe Zwangsgelder, um mich als Betreiber einer Ölheizung zum Kehren meines sauberen Kamins zu bewegen. Nachdem bereits 8.000 € ratenweise von meinem Konto entnommen waren, weitere 5.000 € angedroht wurden, das obere Limit bei 50.000 € liegt, ließ ich nach über 9 Monaten kehren. Die "Ausbeute" war eine Handvoll grauer Masse aus dem Kamin und 1 Gramm Verbrennungsrückstände aus dem Rauchrohr. Mit "Gefährdung der Allgemeinheit etc." begründete die Behörde diese erpresserische Maßnahme. Das Risiko einer über 9 Monate andauernden "Gefährdung" wurde dabei ruhig in Kauf genommen. Dieses existenzbedrohende Manöver in der erlassenen Verordnung auch noch zynisch als "milderes und verhältnismäßiges Mittel" zu bezeichnen, setzt diesem Machwerk noch die Krone auf.

Es dürfte kein Zufall sein, daß Baden-Württemberg als erstes Bundesland dem Schornsteinfegermonopol den Kampf ansagte. Die geschilderten Zwangsmaßnahmen würden einer gemäßigten Diktatur Ehre machen. Einem Rechtsstaat bereiten sie Schande. Auslöser dieser verwerflichen obrigkeitsstaatlichen Aktionen sind rabiate Gesetzeswerke, die auch noch der Realität hinterherhinken.

Würde mit gleicher Elle gemessen, so bestünde z. B. ein Trichinenbeschauergesetz. Dieses würde ein weitaus höheres Gefahrenpotential als das Schornsteinfegergesetz abdecken. Der Trichinengefahr beim Fleischkonsum beugt die nationale Fleischhygieneverordnung FIHV vor. Dieser ist die Trichinenschau untergeordnet. Das genügt!

Warum geschieht nicht Gleiches mit Hilfe des Bundesimmissionsschutzgesetzes? Das Schornsteinfegergesetz diente den Nazis als Grundlage ihrer systemstabilisierenden raffinierten Überwachungsmaßnahmen. Dies ist Grund genug, um diese ärgerniserregende Altlast als permanente Angriffsfläche nicht noch länger bestehen zu lassen!

Mit freundlichen Grüßen

Paul Theisen

PS: Der Inhalt dieses Schreibens wird der Transparenz wegen im Internet veröffentlicht.

Abschriften dieses Schreibens an:

Bundespräsidialamt
Bundeskanzleramt
Bundesjustizministerium
Staatskanzlei Stuttgart
Justizministerium Stuttgart

 



Wann wird meine vor 2 Jahren eingereichte Petition endlich bearbeitet? 28.12.04


 

Paul Theisen, Böblingen


Präsident des Deutschen Bundestages
Wolfgang Thierse persönlich

praesident@bundestag.de

 

28. Dezember 2004

Betreff: Beschwerde wegen meiner nach 2 Jahren noch unbearbeiteten Petition
Pet3-15-09-7151-004900

Sehr geehrter Herr Präsident Thierse,

vor genau zwei Jahren reichte ich meine Petition beim Bundestag ein. Bis zum heutigen Tag warte ich auf einen abschließenden Bescheid.

Der Titel meiner Petition lautet:

Grobe Verletzung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit der Mittel in der Gesetzgebung unter grober Mißachtung der Art. 2 und Art. 13 des GG.

Meine Petition weist auf das sicherheitsrelevante Mißverhältnis in der Gesetzgebung zwischen den Tätigkeiten der Schornsteinfeger und den allgemein üblichen Vorbeugungsmaßnahmen jeglicher Art hin. Meine Anmahnungen führten stets zu Vertröstungen auf späterhin.

Nun die Verdachtsgründe für die zögerliche Behandlung meiner Petition:

Wie ich Ihnen bereits in einem Schreiben vom 25.8.2004 mitgeteilt habe, äußerte sich der jahrelange Europaabgeordnete Dr. Klaus Hänsch vor der Schornsteinfeger-Innung des Regierungsbezirks Düsseldorf am 27. Mai 2004 in Düsseldorf im Zusammenhang mit dem Vertragverletzungsverfahren der EU an die Bundesregierung wie folgt:

Nun muß die Bundesregierung zunächst mal antworten. Dafür hat sie bis zum Herbst Zeit. Diese Antwort bereitet sie sorgfältig vor.
Ich weiß, daß Uwe Göllner (MdB) da eng eingebunden ist - und das ist gut so.

Sie werden verstehen, daß bereits diese Äußerung des Dr. Klaus Hänsch mein Mißtrauen wecken muß. Ich weise ferner darauf hin, daß MdB Uwe Göllner seit seiner Zugehörigkeit zum 14. Deutschen Bundestag Mitglied des Petitionsausschusses ist; daß er ferner Mitglied des Unterausschusses zu Fragen der Europäischen Union ist. Dies aber erst seit der 15. Legislaturperiode, nachdem das Vertragsverletzungsverfahren der EU zum Schornsteinfegermonopol kurz zuvor eingegangen war. Diese Auffälligkeiten bedürfen m. E. dringend einer parlamentarischen Untersuchung.

Es ist die Strategie der Schornsteinfegerlobby, in solchen Verbänden und Gremien Mitsprache zu gewinnen, die ihren gefährdeten Fortbestand zu bedrohen in der Lage sind. So sind z. B. Schornsteinfeger in den Hausbesitzerverbänden stark vertreten, weniger aber der übliche Eigenheimbesitzer. Die Zielrichtung dieser Verbände dürfte nicht schornsteinfegerkonform sein. Doch war bis auf wenige Ausnahmen das Gegenteil festzustellen. Erst in jüngster Zeit wenden sich Hausbesitzerverbände gehäuft durch Verlautbarungen gegen das Schornsteinfegermonopol.

In der Erwartung Ihrer Stellungnahme

Mit freundlichen Grüßen

Paul Theisen

PS: Ich weise Sie daraufhin, daß dieser Brief der Aktualität und der Transparenz wegen ein offener Brief ist. Deshalb wird er auf meiner Internetseite www.schofeg.de/politbriefe.html jedem Staatsbürger zugänglich gemacht.

 



5. Brief an Bundeskanzler Gerhard Schröder 20.12.04


 

Paul Theisen Bussardstr. 56 71032 Böblingen


Bundeskanzler
Dr. Gerhard Schröder persönlich

Fax: 01888 272 2555

20. Dezember 2004

Betreff: Bittere Klagen eines von Ihrer Politik enttäuschten umweltbewußten Staatsbürgers


Sehr geehrter Herr Bundeskanzler!

Der "Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie" trat ich kurz nach ihrer Gründung bei. Als Ökofan investierte ich frühzeitig in eine bivalente Heizung. Diese bestand aus meiner bisherigen Ölheizung und einer sie ergänzenden Wärmepumpe. Bundeskanzler Schmidt riet damals "Wir müssen weg vom Öl!". Die Kernkraftwerke standen noch hoch im Kurs; einige wurden erst gebaut; die CO2-Problematik war noch kein Thema. Allen bivalenten Heizungen blieb die jährliche Emissionsmessung erspart. Das Bundesimmissionsschutzgesetz machte es möglich. Das war der Schornsteinfegerlobby ein Dorn im Auge.

Als die Öl- und Gas-Heizkessel kaum mehr rußten, entdeckte die findige Schornsteinfegerlobby 1990 die Verbindungsstücke zwischen Heizkessel und Kamin, Rauchrohre genannt, als neue Einnahmequelle. Bei den einen mußten sie unbedingt gekehrt werden, bei den andern nur bei Bedarf: faktisch nie. Zu den einen gehörte ich mit meiner bivalenten Heizung. Wenn schon keine Emissionsmessung, dann durfte wenigstens das Rauchrohr gekehrt werden.

Diese Ungleichbehandlung nahm ich nicht hin. Meine Klage beim Verwaltungsgericht Stuttgart, ferner nacheinander 3 Petitionen an den Landtag, waren erfolglos. Ebensowenig eine weitere Klage beim Verwaltungsgerichtshof Mannheim. Als Ökofan wie ein Paria behandelt zu werden, traf mich bis ins Mark! Diese tiefe Kränkung meines ausgeprägten ökologischen Bewußtseins ließ mich nach Leidensgefährten umschauen. Das Internet machte es möglich. In der "Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfegermonopol" fand ich zahlreiche Gesinnungs- und Leidensgenossen aus vielen Bundesländern: Gehäuft Ostberliner, Saarländer und viele aus den neuen Bundesländern. Die IG ist kein Verein, sondern ein bundesweites lockeres Erfahrungsaustauschforum. Viele davon verspürten, wie ich auch, die Allmacht des Schornsteinfegermonopols. Zwei Beispiele:

Im Saarland investierte einer in Sonnenkollektoren: Die Emissionsmessung wurde ihm erlassen. Aber seitdem muß sein Kamin doppelt so oft gekehrt werden. "Es ist zwar nicht nötig. Aber ich muß an mein Geld kommen", bekannte schamlos der zumindest ehrliche Schornsteinfeger.

Viele investierten in einen energiesparenden Brennwertkessel. Sie glaubten, lt. Herstellerangaben endlich den Schornsteinfeger für immer los zu sein. Weit gefehlt: Wie im Märchen vom Hasen und vom Igel war der schwarze Mann bereits da, bevor der neue Heizkessel seinen ersten Muckser tat. Nun hatte er Verfügungsgewalt über ihn!

Die Gesetze und Verordnungen des Schornsteinfegermonopols sind eine Quelle stetig wachsenden Verdrusses. Wir Schornsteinfegergegner bleiben den Wahlen fern. Wir fühlen uns von den gewählten Volksvertretern verraten und verkauft. Wer als Politiker Gesetze duldet, die jedem gesunden Menschenverstand widerstreben, verspielt seinen Volksvertretungsanspruch. Früher riet ich jedem zu umweltschonenden Investitionen. Heute nicht mehr!

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, wenn Sie die geschilderten Mißstände gleichgültig lassen sollten, treten Sie noch heute zurück! Andernfalls bitte ich Sie, sich im Neuen Jahr mit allen Kräften dafür einzusetzen, daß bald auch in den deutschen Heizräumen vernunftgemäße Zustände, wie auch in andern Ländern, herrschen. Dadurch befreien Sie unsere Verwaltungsgerichte von den ihnen offenbar auferlegten Zwängen, stets zugunsten des Schornsteinfegermonopols Recht zu sprechen!

Die Sie schon öfters umschwärmenden und von Ihnen stets hochgelobten schwarzen Männer wären längstens Objekte der Folklore, wenn das den technischen Fortschritt bremsende Schornsteinfegergesetz schon vor Jahrzehnten gekippt worden wäre. Der Großteil der 2 Milliarden Euro, die uns der ganze Schwindel insgesamt pro Jahr kostet, ist eine unhaltbare Verschwendung. Der angerichtete politische Schaden ist unermeßlich!

Mit freundlichen Grüßen

Paul Theisen

PS: Ich weise daraufhin, daß dieser Brief der Aktualität und der Transparenz wegen ein offener Brief ist. Deshalb wird er auf meiner Internetseite www.schofeg.de/politbriefe.html jedem Staatsbürger zugänglich gemacht.

 



Hinweise auf alarmierende Täuschungsmanöver der Staatsbürger 2.11.04.


 

Paul Theisen, Böblingen


Bundesjustizministerium
Frau Ministerin Brigitte Zypries persönlich
Berlin

Telefax: (0 30) 20 25 - 95 25

2. November 2004

Betreff: Hinweise auf alarmierende Täuschungsmanöver der Staatsbürger
Eine Anfrage

Sehr geehrte Frau Zypries,

der bundesweiten "Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfegermonopol" angehörend, mache ich mir ernsthafte Sorgen um eine uneingeschränkte Reformbereitschaft der Bundesregierung. Seit Jahren weisen wir durch briefliche oder persönliche Kontakte mit Abgeordneten und maßgebenden Politikern auf das ärgerniserregende und unhaltbare Fortbestehen des Schornsteinfegermonopols hin. Erfolge blieben bisher aus. Es verstärkt sich durch mehrfache Hinweise der Verdacht, daß bei den angesprochenen Politikern zunächst Bereitschaft gezeigt wurde, in späteren Kontakten jedoch ein gewisses Desinteresse am Abbau des Schornsteinfegermonopols zu spüren sei. Als sei eine unsichtbare Hand im Spiel!

Das Brüsseler Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesregierung veranlaßte diese nach langem Zögern zu einer ersten Stellungnahme. Der kürzlich erfolgte Vorstoß Baden-Württembergs im Bundesrat hat neuen Antrieb gegeben. Wir haben den Eindruck, daß die Bundesregierung dennoch nur zögernd an eine tiefgreifende Reform des Schornsteinfegerwesens heranzugehen gedenkt. Indizien deuten auch darauf hin, daß der Bundesregierung an einer Liberalisierung ähnlich der bei der Bundespost oder beim TÜV nicht gelegen ist.

Auf die genannten Tatsachen möchte ich in diesem Schreiben eingehen und Sie um eine offene und ehrliche Erklärung bitten. Zunächst die Fakten:

a) Im Frühjahr 2003 teilte der Zentralverband der Schornsteinfeger in einem Artikel in "Norddeutsches Handwerk" vom 06.03.2003 mit, daß die deutschen Schornsteinfeger im vorangegangenen Jahr viele Millionen Daten als Ergebnis ihrer Tätigkeiten in den Wohnbereichen den Behörden zur Verfügung gestellt hätten.

b) Am 28. April 2004 berichtete ein Bezirksschornsteinfegermeister (BSM) dem Oberverwaltungsgericht des Saarlandes "Der BSM kann nach § 19 SchfG darüber entscheiden, ob die Voraussetzungen einer Weitergabe von erhobenen persönlichen und technischen Daten vorliegen und gegebenenfalls an wen sie weitergegeben werden. Damit greift er unmittelbar in den Datenschutz des einzelnen Bürgers im Rahmen von Ausnahmeregelungen ein."

c) Im Sommer 2003 berichteten mehrere Medien, daß die Innenminister der Länder zum Zwecke der "Inneren Sicherheit" gewisse Berufe einspannen wollten. Darunter auch die Schornsteinfeger. Nur diese dementierten diese Meldung, dagegen kein Politiker.

d) Einige Innenminister der Länder lobten im Sommer 2003 auf Veranstaltungen der Schornsteinfeger die heute nahezu bedeutungslosen feuerverhütenden Tätigkeiten der Schornsteinfeger als unersetzbar in den höchsten Tönen.

Diese Fakten lassen darauf schließen, daß die Bundesregierung die festen Kehrbezirke nicht aufzugeben gedenkt. Denn solche bieten die Gewähr für eine lückenlose Kontrollmöglichkeit der gesamten Wohnbevölkerung, einschließlich "versteckter Ermittler". Es dürfte auch Ihnen bekannt sein, daß die abgegrenzten und mit bestimmten Personen besetzten Kehrbezirke vor etwa 70 Jahren gemäß den Absichten der damaligen Machthaber eingeführt worden sind.

Der Verdacht einer raffinierten Täuschung der Bevölkerung ist weit verbreitet. Diese vermeintliche Unwahrhaftigkeit trägt auch zur wachsenden Staatsverdrossenheit und einem entsprechenden Wählerverhalten bei. Das deutsche Volk ist in zwei Diktaturen durch systemimmanente Lügengebäude in Schach gehalten worden. Wenn derartige Methoden, demokratisch legitimiert, im Rechtsstaat Anwendung finden sollten, ist sein Fortbestand gefährdet.

Auch die Verzahnung zwischen der Schornsteinfegerlobby und hohen Staatsbeamten ist nicht zu übersehen. Neben dem zurückgetretenen Wirtschaftsminister Dr. Döring von BW sind in NRW eine Regierungspräsidentin und ein Regierungspräsident Ehrenschornsteinfeger. Wer kennt Ehrenmetzger oder Ehrenbäcker? Wenn die Verquickung von Verwaltungsgerichten, Regierungspräsidien und der unmittelbaren Aufsichtsbehörde mit den Schornsteinfegern bereits den Ruf einer schwarzen Mafia genießt, ist Gefahr im Verzug! Ich appelliere an Sie, sich dieser staatsschädlichen Entwicklung anzunehmen.

In der Erwartung Ihrer offenen und ehrlichen Stellungnahme

Mit freundlichen Grüßen

Paul Theisen

Dieser Text ist der Transparenz wegen auch im Internet nachzulesen unter www.schofeg.de/politbriefe.html

 



Emissionsmessg. der Schornsteinfeger kostet das 20fache der eingesparten Energie


 

Paul Theisen, Böblingen

 

2. Oktober 2004

Betr.: Die Emissionsmessung der Schornsteinfeger kostet das Zwanzigfache der dadurch eingesparten Energie


Sehr geehrter Herr Minister Clement,


Die Ostseezeitung veröffentlichte am 13.07.2003 die folgende dpa-Meldung:

Schwarze Männer sparen Heizöl

Schwerin (dpa) Schornsteinfeger bringen bekanntlich Glück - denn sie tragen zur Luftreinheit bei und helfen Brennstoffe und Kosten zu sparen. Das Schornsteinfegerhandwerk in M-V betreut nach Angaben des Umweltministeriums etwa 313 000 Gebäude im Land. Im vergangenen Jahr sind so etwa 890 000 Liter Heizöl und 540 000 Kubikmeter Erdgas eingespart worden. Mit dieser Energiemenge könnten 700 Einfamilienhäuser mit je 150 Quadratmetern Wohnraum ein Jahr lang beheizt werden.

Soweit die Pressemeldung.

Zum rechnerischen Nachweis ist es angebracht, vom Energieäquivalenten des Heizöles auszugehen. Die Umrechnung von Erdgas in Heizöl im Anhang ergibt in der Summe 1.345.000 Liter Heizöl.


Gesamtkosten der Emissionsmessungen durch die Schornsteinfeger:

Schätzen wir die Kosten für die Abgasmessung des Schornsteinfeger auf 30 Euro. Daraus ergeben sich 30 * 313.000 = 9,39 Millionen € Meßkosten für die angegeben 313.000 Gebäude.


Durch die Messung eingesparte Brennstoffkosten:

Berechnen wir die ersparten Kosten an Brennstoff bei einem im Jahre 2002 gängigen Heizölpreis von 35 Cent: Das ergibt 1.345.000 * 0,35 = 471.000 € Brennstoffkosten.


Kostenverhältnis Messung zur Energieersparnis:

Der Meßkostenaufwand zur Ersparnis von einem Liter Heizöl beträgt somit:
Meßkosten / Brennstoffkosten = 9,39 Millionen / 471.000 = 20.


Der Meßaufwand kostet zwanzigmal mehr als die eingesparte Energiemenge.

Können wir uns das leisten?


Die Vorschrift, im Kehrbezirk zu wohnen, ignorieren die meisten Schornsteinfeger. Weites Anfahren per Pkw und das Messen kosten Energie. Bei den beanstandeten Anlagen muß das Fachhandwerk zur Justage kommen, worauf der Schornsteinfeger zu einer erneuten Kontrolle kommen muß. Messungen außerhalb der Heizperiode erfordern eigens ein Hochfahren der Heizung.

Meine Berechnungen, basierend auf schornsteinfegereigenen Angaben, beweisen, daß die jährlichen Emissionsmessungen hochgradige Verschwendung sind. Dies geschieht zu enorm hohen Kosten für die Volkswirtschaft. Der ökologische Nutzen wird größtenteils durch aufwendige Anfahrtswege und separates Aufheizen der zu messenden Anlagen wieder zunichte gemacht.

Der Kehraufwand der zumeist sauberen Kamine erbringt nicht einmal einen ökologischen Nutzen. Der Feuersicherheitsgewinn ist gleich Null, da Öl- und Gasheizkessel nie zu Kaminbränden führen können.

Damit ist bewiesen, daß die uns verordneten Schornsteinfegertätigkeiten nicht zu verantworten sind!

Mit freundlichen Grüßen

Paul Theisen

PS: Der Inhalt dieses Schreibens wird der Transparenz wegen im Internet veröffentlicht.


Anhang: Umrechnung von 1 Kubikmeter (cbm) Erdgas in einen Liter Heizöl:

Leichtes Heizöl hat einen Heizwert von 11,63 kWh / kg.
Dies entspricht bei einer Wichte von 0,9 einem Heizwert von 10,467 kWh / Liter.
Erdgas hat einen Heizwert von 8,816 kWh / cbm.

Nimmt man für Erdgas das Äquivalent von Heizöl, so entspricht 1 cbm Erdgas der Energie von 8,816 / 10,467 = 0,842 Liter Heizöl.

Somit entsprechen die angegebenen 540.000 cbm Erdgas der Energiemenge von 540.000 * 0,842 = 455.000 Liter Heizöl.

Daraus ergibt sich die eingesparte Summe beider Energieträger 890.000 + 455.000 = 1.345.000 Liter Heizöl.

 



Ihre strikte Befürwortung unseres verkorksten Schornsteinfegerwesens 25.9.04.


 

Paul Theisen, Böblingen


Herrn Ministerpräsident Dr. Müller
Staatskanzlei Saarland
Saarbrücken

Fax 0681 501 1222

 

25. September 2004

Betreff: Ihre strikte Befürwortung unseres verkorksten Schornsteinfegerwesens


Betreff: Ihre strikte Befürwortung unseres verkorksten Schornsteinfegerwesens

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

dank des Rächers Lafontaine und Hartz IV ist Ihrer Partei bei der Landtagswahl wieder die absolute Mehrheit zugefallen. Gegenüber der vorherigen Landtagswahl verloren Sie jedoch 17,4 % der Wählerstimmen. Die durch die bundespolitische Großwetterlage verursachte geringe Wahlbeteiligung war somit Ihre einmalige Chance. Gibt das Ihnen nicht zu denken?

Eine kritische Analyse findet für das magere Abschneiden Ihrer Partei gewiß die Ursachen. Eine der Ursachen ist unverkennbar. Während die erfolgreichen kleinen Parteien dem "Volk aufs Maul schauten", spielten Sie gewisse persönliche Vorlieben, die im Gegensatz zum gesunden Volksempfinden stehen, aus. Sie glaubten, dem antiquierten Schornsteinfegerwesen unbedingt beistehen zu müssen. Das hat Sie viele Stimmen gekostet, so weit ich das als Wahlschwabe aus der Ferne beobachten kann. Übrigens ist mir das Saarland und die Mentalität der Saarländer von Kindesbeinen an wohlvertraut, da ich im Saarland enge verwandtschaftliche Bindungen hatte. Abschrecken sollte Sie der Fall unseres Dr. Döring. Sein auffallendes Kungeln mit der auch in B/W mehr und mehr verhaßten schwarzen Zunft machte ihn zum Ehrenschornsteinfeger. Das hat seiner Partei bei der letzten Landtagswahl in B/W auch Stimmen gekostet.

Mit Ihrer schornsteinfegerfreundlichen Haltung unterliegen sie, Herr Ministerpräsident, wie viele Politiker, einer unterschwelligen Feuerangst. Diese zu besänftigen suchen Sie Schutz unter dem Schutzmantel derjenigen, die diese Ängste zu Ihrem eigenen Vorteil geschickt schüren. Das Resultat dieser erfolgreichen lobbyistischen Handlungsweise fügt unserer Volkswirtschaft großen ökonomischen Schaden zu, der Jahr für Jahr in die Milliarden geht. Ärger und Widerstand der betroffenen Hausbesitzer nehmen ständig zu.

Ist Ihnen bewußt, daß die bürokratischen Gepflogenheiten des Schornsteinfegerwesens in der Welt einmalig sind? Ist Ihnen auch bewußt, daß die geschürten Ängste nur noch marginal berechtigt sind? Wo Öl und Gas verbrannt werden - das ist heute überwiegend der Fall - tritt keine Flamme aus dem Heizkessel, die einen Kaminbrand hervorrufen könnte. Kaminbrände bei Öl- und Gasheizungen sind eine angstschürende Mär der Schornsteinfeger. Um diese Fakten zu kaschieren wird völlig überflüssiges Kehren sauberer Kamine Querschnittskontrolle genannt. Vögel, Wespen oder Spinnen könnten womöglich dort ihre Nester bauen und den Kamin verstopfen. Ein Schelm, der die Lügenmärchen der Schornsteinfeger glaubt.

Nutzloses Messen und Kehren im Heizraum sind eine fürstlich entlohnte ABM der Schornsteinfeger. Die Kosten erscheinen nicht im Staatsbudget, denn sie werden von den Eigenheimbesitzern direkt und von den Mietern über die zweite Miete aufgebracht.

Geben Sie, sehr geehrter Herr Ministerpräsident, Ihre schornsteinfegerfreundliche Haltung schleunigst auf. Zahlreiche Hausbesitzer und Mieter haben den Schornsteinfegerschwindel längst durchschaut, und es werden immer mehr, die ihn noch durchschauen werden. Keiner von denen wählt Sie wegen Ihrer Schonhaltung der Schornsteinfeger. Erwin Teufel ist Ihnen eine Nasenlänge voraus!

In Erwartung Ihrer Stellungnahme grüßt Sie recht freundlich.

Paul Theisen

 



Unabhängige neutrale gesponserte Schornsteinfeger 25.9.04.


 

Paul Theisen, Böblingen


Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Minister Clement persönlich

Berlin

Fax 01888 615 7010

 

25. September 2004

Betreff: Unabhängige neutrale gesponserte Schornsteinfeger


Sehr geehrter Herr Minister Clement,

es ist kein Geheimnis, daß Heizungsindustrie, Heizungsbauerhandwerk und die angeblich unabhängigen neutralen Schornsteinfeger in einem Zweckbündnis die Investitionen in den deutschen Heizräumen zu ihren Gunsten bestimmen. Insbesondere die Schornsteinfeger beeinflußten bisher die Gesetzgebung derart, daß sie allmählich zu einem öffentlichen Ärgernis wurden.

Große Teile der Bevölkerung begeben sich zusehends in eine gesetzeswidrige Abwehrhaltung. Sie erwehren sich der Gepflogenheiten der begünstigten Schornsteinfeger, die sich an einem unzeitgemäßen Schornsteinfegergesetz eisern festhalten. Die Kompromißlosigkeit der Aufsichtsbehörden bei der Anwendung dieses nicht nachzuvollziehenden Schornsteinfegergesetzes und den ländereigenen Verordnungen treibt zahlreiche Eigenheimbesitzer in die innere Emigration. Die Aussichtslosigkeit auf eine Änderung führt bei vielen zur Wahlenthaltung. Wer dennoch zur Wahl geht, meidet Fegerparteien, zu denen in erster Linie die SPD zählt. Die Stimmenzuwächse der den Schornsteinfegern nicht gesonnenen kleinen Parteien haben es bewiesen.

Wer kann begreifen, daß das Grundgesetz verletzt werden muß, um saubere Kamine zu kehren? Wer kann begreifen, daß die Abgase der Heizkessel weitaus häufiger als die der PKW zu kontrollieren sind? Wer kann begreifen, daß Heizkessel nur ihres Alters, oder eines geringfügig erhöhten Brennstoffverbrauchs wegen ersetzt werden müssen? Diese Zwangsmaßnahmen nähren den Verdacht, daß der Antrieb dieser sinnlosen Maßnahmen verlogene Täuschungsmanöver und damit verbundene Vorteilsgewährungen sind. Das ist die eine Seite der Medaille.

Was die oben genannte Dreierallianz zusammenhält, ist die erzwungene gegenseitige Abhängigkeit. Den angeblich unabhängigen neutralen Schornsteinfegern sind dabei alle Trümpfe in die Hand gegeben, die ihnen die Möglichkeit bieten, ihre beiden Verbündeten nach Belieben auszustechen. Kein Heizungshersteller und kein Heizungsbauer wagt es, trotz im trauten Kreis geäußerter Bedenken, den straff organisierten Schornsteinfegern in die Quere zu kommen. Die den Schornsteinfegern vom Gesetzgeber verliehene Machtbasis begünstigt dieses dominierende Verhalten. Da die Schornsteinfeger auch beratend tätig sind, können sie nach Belieben ihnen unbequeme oder widerstrebende Hersteller oder Handwerker gezielt in den Ruin treiben.

Deswegen pflegen insbesondere die Hersteller von Heizgeräten gute Kontakte zu den Schornsteinfegern. Obwohl auch ihnen bekannt sein müßte, daß diese unabhängig und neutral zu sein haben, scheuen sie sich nicht, sie dennoch großzügig zu sponsern. Das geschieht sogar in aller Öffentlichkeit. Mir sind zwei derartige Fälle bekannt und ein weiterer Fall von gezielter Produktwerbung, wie sie gewöhnlich gegenüber dem verarbeitenden Heizungsbauerhandwerk üblich ist. Diese drei Fallbeispiele, welche sicherlich nur die Spitze des Eisberges sind, habe ich im Anhang beschrieben.

Das weltweit einmalige deutsche Schornsteinfegerwesen erregt Ärgernis und gibt Anlaß zu dem oben beschriebenen Fehlverhalten. Es ließen sich noch viele Gründe anführen, die für eine völlige Liberalisierung der verbleibenden Sicherheits- und Umweltmaßnahmen sprechen. Allein die häufigen sinnlosen Verletzungen des Art. 13 GG müßten ausreichen, das ständig ärgerniserregende Schornsteinfegergesetz restlos zu beseitigen.

Bitte veranlassen Sie, sehr geehrter Herr Minister, daß das von einer stetig wachsenden Bevölkerungszahl abgelehnte oder widerwillig erduldete Schornsteinfegerspektakel alsbald der Vergangenheit angehört! Schützen Sie die Bevölkerung vor dem wirren Wust überflüssigen bürokratischen Ballastes. Sicherheit und Umweltschutz lassen sich mit leicht überschaubaren Regelungen handhaben. Sinnvolle Regelungen werden auch von der Bevölkerung ohne Zögern akzeptiert.

Mit freundlichen Grüßen

Paul Theisen


Anhang: Beeinflussung der neutralen Schornsteinfeger durch die Heizungsindustrie


Fall 1:

Der Fall Vießmann als Hauptsponsor der Schornsteinfeger-Skilanglaufmeisterschaften:

"Der freundschaftlichen Verbindung zu Schneider und zum Hause Viessmann sei es zu verdanken, dass die Firma Viessmann heute der Hauptsponsor der Schornsteinfeger-Skilanglaufmeisterschaften sei."

Das Schamgefühl ist gleich Null. Da betonen unsere gewählten Volksvertreter die Neutralität der Schornsteinfeger immer wieder und diese lassen sich ohne Scheu von einem Hersteller von Heizkesseln sponsern. Schornsteinfeger als beliehene Unternehmer des Staates haben es mithin trotz aller Neutralitätsbekundungen nicht nötig, beim Annehmen von Vergünstigungen Zurückhaltung zu üben, was im Staatsdienst höchstes Gebot ist.


Fall 2:

Anders ging die Fa. Junkers gemäß Pressetext in Werl vor:

"(...) Anlass war die Freisprechung der Lehrlinge, zu der die Schornsteinfegerinnung für den Regierungsbezirk Arnsberg an die Grafenstraße eingeladen hatte. Nach der Begrüßung durch Obermeister und Geschäftsführer Joachim Kaup sowie einigen Grußworten, unter anderem vom heimischen MdL Eckhard Uhlenberg, standen jedoch zunächst die "Veteranen" der schwarzen Zunft im Blickpunkt: Wilhelm Hicking, Geschäftsführer der Handwerkskammer Dortmund, verlieh Goldene Meisterbriefe für 50 Jahre als Schornsteinfeger-Meister.(...).

Die drei Abschlussbesten durften sich außerdem über ein Geldgeschenk aus Händen von Dr. Lothar Breidenbach (Fa. Junkers) freuen:

1. Anke Herbeck (500 €)
2. Marcus Engelmann (350 €)
3. Timo Spiegel (250 €)

Nach dem offiziellen Teil stärkten sich die "schwarzen Männer" - und Frauen - beim gemeinsamen Mittagessen."

Von Empörung seitens der Anwesenden war in der Zeitungsmeldung nicht die Rede. Die beschenkten Lehrlinge sind der Fa. Junkers zu Dank verpflichtet.


Fall 3:

Buderus bereitet Informationen für die neutralen Schornsteinfeger multimedial auf:

"3,8 Millionen in Deutschland betriebene Heizkessel sind älter als 15 Jahre. Etwa 800.000 davon erfüllen nicht die Grenzwerte der Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV). Mit dem Inkrafttreten der letzten Stufe der BImSchV am 1. November 2004 müssen diese Kessel nachgebessert oder auch stillgelegt werden. Viele Betreiber beschäftigen sich deshalb mit der Frage, was für einen Kessel sie einbauen sollen.

Da der Schornsteinfeger kompetent in Sachen Heiztechnik und vor allem unabhängig ist, ist er für Hausbesitzer ein wichtiger Ansprechpartner. Damit Schornsteinfeger Kesselbetreiber noch besser beraten können, gibt es von Buderus eine kostenlose Video-CD-ROM rund um das Thema Heiztechnik. Sie enthält detaillierte Informationen zu neuen Buderus-Produkten, dem einheitlichen Energie-Management-System (Logamatic EMS) und den entsprechenden Abgassystemen.

Ein knapp 20-minütiger Film stellt die neuen Gas- und Öl-Heizkessel von Buderus und deren jeweilige Besonderheiten vor. So erfährt der Schornsteinfeger, wo sich an dem jeweiligen Gerät das Typenschild befindet, wo die Messöffnung ist und wie sich beispielsweise die Verkleidung der Geräte abnehmen lässt. Das EMS, mit dem Buderus jetzt alle neuen Kessel ausstattet, bringt noch mehr Komfort, Sparsamkeit, Sicherheit und Umweltfreundlichkeit.

Wichtig für den Schornsteinfeger: Dank EMS kann er alle Temperaturwerte schnell erfassen. Die zu den vorgestellten Produkten passenden Abgassysteme werden ebenfalls erklärt. Damit der Schornsteinfeger alle Informationen des Films detailliert nachlesen kann, enthält die CD Montageanleitungen und Kenndaten für die neuen Öl-Kompaktheizkessel, Logano G135 und Logano plus GB135 und zu den Gas-Brennwertkesseln Logamax plus GB142 und GB132 T sowie Planungsunterlagen für die verschiedenen Abgassysteme. Die Schornsteinfeger-CD ist in allen Buderus-Niederlassungen kostenlos erhältlich."

 



Gezielt Vorteile verschaffende Mitgliedschaft von MdB in Bundestagsausschüssen 25.8.04.


 

Paul Theisen, Böblingen


Präsident des Deutschen Bundestages
Wolfgang Thierse
Platz der Republik
11011 Berlin

praesident@bundestag.de

 

25. August 2004

Betreff: Gezielt Vorteile verschaffende Mitgliedschaft von MdB in Bundestagsausschüssen

Sehr geehrter Herr Präsident Thierse,

der Europaabgeordnete Dr. Klaus Hänsch (SPD) sprach vor der Schornsteinfeger-Innung des Regierungsbezirks Düsseldorf am 27. Mai 2004 in Düsseldorf im Zusammenhang mit dem Vertragverletzungsverfahren der EU an die Bundesregierung u.a. die folgenden Worte:

"Nun muß die Bundesregierung zunächst mal antworten. Dafür hat sie bis zum Herbst Zeit. Diese Antwort bereitet sie sorgfältig vor.
Ich weiß, daß Uwe Göllner (MdB) da eng eingebunden ist - und das ist gut so."

Uwe Göllner ist Schornsteinfeger. - Der volle Wortlaut dieser Rede ist nachzulesen unter
www.klaus-haensch.de/htcms/reden-gesamt/ausserhalb-des-parlaments/mehr-60.html

Der Hinweis auf das Eingebundensein eines Verfechters des Schornsteinfegermonopols läßt erahnen, welchen Stellenwert dies für das Ergebnis der Arbeit des betreffenden Ausschusses haben dürfte. Dr. Hänsch spielt gewiß auf die Zugehörigkeit seines Parteifreundes Uwe Göllner zum Unterausschuß zu Fragen der Europäischen Union an. Dr. Hänsch, seit 1979 im EU-Parlament, zeitweise dessen Präsident, dürfte über die Gepflogenheiten in den Ausschüssen im Bilde sein.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, daß machtbewußte Interessengruppen bemüht sind, solche Abgeordneten in den Ausschüssen vertreten zu sehen, die Ihren Interessen dienlich sind. Neben dem Haushaltsausschuß ist MdB Göllner in 2 weiteren Ausschüssen, die ihm Vorteile zugunsten des Schornsteinfegermonopols erbringen können. Im Petitionsausschuß ist MdB Göllner seit dem 14. Deutschen Bundestag, im Unterausschuß zu Fragen der Europäischen Union aber erst seit dem 15. Deutschen Bundestag. Vorher bestand dort betreffs Schornsteinfegermonopol noch kein Handlungsbedarf.

Eine meiner Petitionen (Pet 2-15-02-113-010285) zum Schornsteinfegerwesen aus dem Jahre 2002 ist bis heute noch nicht entschieden. Dies widerspricht den Regeln des Petitionswesens. Keine der zahlreichen Petitionen zum Schornsteinfegerwesen ist nach meiner Kenntnis in den letzten Jahren zugunsten der Petenten entschieden worden. Daß MdB Göllner aufgrund seines Berufes bei schornsteinfegerspezifischen Petitionen eine besondere Kompetenz besitzt, läßt sich nicht von der Hand weisen. Ist die zögerliche Bearbeitung dieser Petitionen etwa darauf zurückzuführen?

Dem Vertragsverletzungsverfahren der EU-Kommission gegen die Bundesregierung kann auf verschiedenen Wegen begegnet werden. Auf Zeitverzögerung zu setzen wäre eine der Möglichkeiten, auf die Dr. Hänsch etwa anspielte. Das setzte voraus, daß die von der Bundesregierung erarbeitete Regelung nicht den Anforderungen der EU-Kommission entspricht und deshalb abgelehnt wird. Dies hätte ein langwieriges Verfahren durch Anrufung des Europäischen Gerichtshofes zur Folge.

Es ist bekannt, daß die Schornsteinfegerlobby alle Hebel in Bewegung setzt, den in Angriff genommenen Entbürokratisierungsmaßnahmen ohne Einkommenseinbußen zu entkommen. Gewisse Andeutungen des am 1.Juli zurückgetretenen Ministers Dr. Döring von B/W lassen darauf schließen. Als Ehrenschornsteinfeger sollte Dr. Döring sich auskennen.

Es ist zudem Strategie der Schornsteinfegerlobby, in Institutionen Einfluß zu gewinnen, die in der Lage sind, dem Schornsteinfegermonopol gefährlich werden zu können. Mitglieder von Hausbesitzerverbänden berichten übereinstimmend, daß in ihnen die Schornsteinfeger überdurchschnittlich vertreten seien. Die Mitglieder dieser Verbände sind in der Regel Besitzer größerer und mehrerer Immobilien. Die Hausbesitzerverbände zeigten sich bislang bei Beschwerden gegen die Schornsteinfeger unzugänglich. Erst in jüngster Zeit verfolgen einige von ihnen eine harte Linie gegenüber dem Schornsteinfegermonopol.

Die Rede des Dr. Hänsch ist auch ein Affront gegen den beabsichtigten Bürokratieabbau der Bundesländer und der Bundesregierung. Dr. Hänsch ergreift offen Partei zugunsten des in Bedrängnis geratenen Schornsteinfegermonopols. Damit schadet er dem in Angriff genommenen bundesweiten Bürokratieabbau. Daß MdB Göllner, den Ausführungen des Dr. Hänsch gemäß, sich im Sinne des Schornsteinfegermonopols tapfer schlägt, dürfte außer Frage stehen.

In der Erwartung Ihrer Stellungnahme

Mit freundlichen Grüßen

Paul Theisen

 



Schadenstiftendes Schornsteinfegergesetz 17.8.04.


 

Paul Theisen, Böblingen


Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Minister Clement persönlich

Berlin

Fax 01888 615 7010

17. August 2004

Betreff: Schadenstiftendes Schornsteinfegergesetz

Sehr geehrter Herr Minister Clement,

in Kürze stehen Entscheidungen über die Zukunft unseres einmaligen Schornsteinfegerwesens an. Es bedarf großen Sachverstandes, um von der Bevölkerung akzeptierte Regelungen zu treffen. Je dünner das geschnürte Bündel an neuen Regelungen ist, um so eher ist es vor weiterem Aufschnüren sicher. Es geht um Gesetze und Verordnungen die Art. 13 des Grundgesetzes unnötig verletzen. Auch dort, wo keine Gefahren drohen, wird in die Häuser eingedrungen. Dem Hausbesitzer werden kostspielige Pseudodienstleistungen aufgezwungen.

Als das Schornsteinfegergesetz 1937 entstand, verfolgten die Machthaber in erster Linie politische Ziele. Diese verquickten sie mit dem noch notwendigen häufigen Kaminkehren. Auch bei der Neuauflage des Schornsteinfegergesetzes in der Bundesrepublik mußten die meisten Kamine noch gekehrt werden. Das änderte sich, als sich die Öl- und Gasheizungen durchsetzten. Deren mittlerweile quasirußfreie Verbrennung erübrigt ein Kaminkehren. Wer läßt denn den Auspuff seines Autos reinigen?

Daß die Schornsteinfeger unsere Öl- und Gaskamine aber trotzdem noch kehren dürfen, verdanken sie der erfolgreichen Lobbyarbeit einflußreicher Kreise ihres Monopols. Dabei kamen ihnen die kaminverstopfenden Vogel- und Wespennester neben anderen Utensilien zu Hilfe, die man vorher nicht kannte. Deretwegen muß der Kamin sogar mit dem Kehrbesen auf Durchlaß überprüft werden. Die sinnvolle billigere Kaminspiegelung ist verboten.

Es läßt sich darüber spekulieren, welche Winkelzüge dazu geführt haben, daß die Abgaskontrolle den Schornsteinfegern und nicht sinngemäß den Heizungsbauern zufiel. Die Meßzyklen der Heizkessel sind im Vergleich zur Abgassonderuntersuchung (ASU) unserer vielstrapazierten Autos viel zu häufig. Wenn die erste ASU in 3 Jahren, alle weiteren in 2 Jahren fällig sind, wären für den stationären Heizkessel 5 Jahre oder mehr angemessener. Wozu bedarf der Heizkessel noch einer kostspieligen Zulassung, das Auto aber nicht? Es stellt sich zudem auch noch die Frage, ob eigensichere Anlagen überhaupt einer Überprüfung bedürfen.

Eigensichere Heizanlagen schalten bei Abweichungen von den Sollwerten die Anlage aus oder schlagen Alarm. Sie sind Stand der Technik, wurden aber bisher aus wohlerwogenen Gründen von der Schornsteinfegerlobby strikt abgelehnt. Dieser gelang es auch, 20 Jahre lang ein marktreifes Kaminkehrgerät für jedermann zu blockieren. Es ist purer Selbsterhaltungstrieb des Schornsteinfegermonopols, modernste Technik vom Heizraum fernzuhalten.

Man sollte es dem Hausbesitzer überlassen, wer bei ihm mißt. Für die ASU ist dies selbstverständlich. Ebenso sollte der Besitzer kehrbedürftiger Kamine sich seinen Kaminkehrer wählen dürfen. Geschickte Prämiengestaltung seiner Feuerversicherung bringt ihn aus Kostengründen zum Kehrenlassen, wie in Frankreich üblich. Kein Staat ist mehr notwendig!

Es war ein handwerklicher Fehler, bei der vorjährigen Neuregelung die Schornsteinfeger in der Handwerksrolle zu belassen. Dies weckte nämlich eine Erwartungshaltung, die sich in Zukunft nicht mehr befriedigen läßt. Den Schornsteinfeger als neutrale Zwischeninstanz einzusetzen, ist auf breiter Front gescheitert, wie zahlreiche Fälle beweisen. Der mündige Bürger weiß sich bei der Wahl seiner Hausheizung ebenso zu orientieren, wie beim Kauf seines weit kostspieligeren Autos. Unser ökonomisches Denken strebt beim Heizkesselkauf der hohen Energiepreise wegen immer eine sparsamere Lösung an, was auch der Umwelt zugute kommt. Alles Gerede zugunsten restriktiver Lösungen dient nur der Besitzstandswahrung eines abgehalfterten längst überholten Berufes!

Es wäre ein schwerwiegender Fehler, das Schornsteinfegergesetz auch in gemäßigter Form beizubehalten. Es trägt das Kainsmal der Unterschrift Himmlers, wenn es auch 1969 geringfügig modifiziert worden ist. Seine Strukturen blieben jedenfalls erhalten. Das Bundes-Immissionsschutzgesetz genügt vollauf zur Regulierung der häuslichen Heizanlagen. Medienberichten aus dem Vorjahr zufolge, wollen aber einige Innenminister aus Gründen der Inneren Sicherheit den Status quo unbedingt beibehalten.

Ein Schornsteinfeger bestätigt in einem Schreiben an ein Oberverwaltungsgericht, daß er unmittelbar in den Datenschutz des einzelnen Bürgers durch Weitergabe persönlicher Daten eingreifen könne ( www.schofeg.de/fakten.htm ).

Wenn wir die Weichen auf Fortschritt stellen wollen, dürfen wir den Heizraum nicht in staatlicher Disposition belassen. Die mit größerem Gefahrenpotential versehenen Küchen und Bäder sind es auch nicht. Für die Elektrogeräte fühlt sich der VDE zuständig. Das Gütezeichen des Heizkessels bleibt in Deutschland unbeachtet, nicht aber in anderen Ländern.

Im Anhang unterbreite ich Ihnen eine Auswahl haarsträubender Fallbeispiele, die das Schornsteinfegermonopol hervorzubringen in der Lage ist.

Mit freundlichen Grüßen

Paul Theisen

PS: Der Transparenz wegen wird mein Schriftverkehr mit Politikern stets im Internet veröffentlicht. Auch dieser Brief erscheint unter www.schofeg.de/politbriefe.html .

Eine Kopie dieses Schreibens an ORR'in Dr. Mundt.


Anhang: Fallbeispiele als Folge des gegenwärtigen Schornsteinfegerwesens


Fall 1: Das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) befreit umweltbewußte Bürger, die kostspielige Zusatzheizungen (bivalente Heizungen) in Form von Sonnenkollektoren oder Wärmepumpen besitzen, von der Emissionsmessung durch den Schornsteinfeger. Den Bezirksschornsteinfeger (BSFM) schmerzt diese Einkommenseinbuße, wenn eines der ihm zugeteilten Kehr- und Meßopfer sich eine solche Anlage zulegt. Meiner verschwieg mir diese Vergünstigung so lange, bis ich ihn darauf ansprach.

Die 1990 eingeführte sinnlose Kontrolle des Verbindungsrohres zwischen Heizkessel und Kamin bot dem BSFM in BW doch einen Einkommensausgleich. Während üblicherweise dieses Rohr nur kontrolliert wird, darf der Schornsteinfeger es beim "Bivalenten" immer kehren, was ihm mehr einbringt. Aus meinem Verbindungsrohr förderte er im letzten Jahr 1 Gramm "Kehrgut". Im Saarland darf bei bivalenten Heizungen der Kamin statt einmal im Jahr zweimal gekehrt werden. Ein dortiger Schornsteinfeger brachte es auf den Punkt, indem er ehrlich bekannte, er möchte an sein Geld kommen, das ihm die entfallene Emissionsmessung vorenthalte.

Fall 2: Würde Sicherheit das Kehrmotiv sein, dann müßten erst recht die Rohre der Einzelöfen in den Wohnungen gekehrt werden. Würde ich meine bivalente Heizung stillegen und alle Wohnräume nur noch mit brikettbeschickten Kanonenöfen beheizen, dürften gemäß den ländereigenen Verordnungen die Ofenrohre verstopft sein. Dies beweist die Blindheit überbürokratischer stattlicher Regelungen.

Fall 3: Wer sich weigert, seinen sauberen Kamin kehren zu lassen, muß bis zu 25.000 Euro Zwangsgelder bezahlen. Wohl dürfen die Wärmeübertragungsflächen seines Heizkessels mit wirkungsgradmindernden dicken Schichten von Verbrennungsrückständen belegt sein.

Als das mir angedrohte Zwangsgeld 13.000 Euro erreichte, ließ ich kehren. Dabei kratzte mein Schornsteinfeger von den sauberen Kaminwänden eine Hand voll überwiegend an Bausubstanz. Die angeblich drohende Gefahr, die von meinem ungekehrten Kamin ausgehen soll, ließ man 9 Monate lang außer acht.

Fall 4: In der Schweriner Zeitung rühmten sich die Schornsteinfeger Mecklenburg-Vorpommerns im Vorjahr ihrer überaus nützlichen Tätigkeit. Sie zählten die durch ihre Meßtätigkeit eingesparten Mengen an Öl oder Gas auf. Eine sorgfältige Analyse der angegebenen Zahlenwerte ergab jedoch ein verheerendes Bild: Das Kosten/Nutzen-Verhältnis beträgt 20! Der durch die Meßaktivitäten zusätzlich erforderliche Energieaufwand, wie sommerliches Aufheizen zwecks Messen, samt den weiten Anfahrten, lassen Zweifel am Nutzen der Messungen der Schornsteinfeger aufkommen. Damit lassen sich auch die hirnrissigen Gesetze und Verordnungen ad absurdum führen. Dies ist nachzulesen unter www.schofeg.de/schwerin.html .

 



Brief an ORR'in Mundt Bundes-WM 21.7.04


 

Paul Theisen, Böblingen


Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
11019 Berlin

ORR'in Dr. Mundt

E-MAIL margit.mundt@bmwa.bund.de

Betreff: Az VII1B2 - 12 9193

21. Juli 2004

Sehr geehrte Frau Dr. Mundt,

Da ich Sie als Ansprechpartnerin, zumindest verbal, kennen gelernt habe, möchte ich Ihnen zur Urteilsbildung in der Angelegenheit der Schornsteinfeger mit allem drum und dran auf Fakten hinweisen, die in Ihrem Ministerium sicherlich unbekannt sind.

Die Hersteller von Heizgeräten betreiben bei den Schornsteinfegern Werbung in großem Maße. Zwei Firmen haben sich nicht einmal gescheut, dies über die Medien an die Öffentlichkeit zu bringen.

Fall 1:
"Buderus bereitet Informationen für Schornsteinfeger multimedial auf. Damit Schornsteinfeger Kesselbetreiber noch besser beraten können, gibt es von Buderus eine kostenlose Video-CD-ROM mit wichtigen Informationen rund um das Thema Heiztechnik.

3,8 Millionen in Deutschland betriebene Heizkessel sind älter als 15 Jahre. Etwa 800.000 davon erfüllen nicht die Grenzwerte der Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV). Mit dem Inkrafttreten der letzten Stufe der BImSchV am 1. November 2004 müssen diese Kessel nachgebessert oder auch stillgelegt werden. Viele Betreiber beschäftigen sich deshalb mit der Frage, was für einen Kessel sie einbauen sollen. Da der Schornsteinfeger kompetent in Sachen Heiztechnik und vor allem unabhängig ist, ist er für Hausbesitzer ein wichtiger Ansprechpartner. Damit er Hausbesitzer noch besser beraten kann, hat Buderus Heiztechnik speziell für Schornsteinfeger eine CD entwickelt. Sie enthält detaillierte Informationen zu neuen Buderus-Produkten, dem einheitlichen Energie-Management-System (Logamatic EMS) und den entsprechenden Abgassystemen.

Ein knapp zwanzigminütiger Film stellt die neuen Gas- und Öl-Heizkessel von Buderus und deren jeweilige Besonderheiten vor. So erfährt der Schornsteinfeger, wo sich an dem jeweiligen Gerät das Typenschild befindet, wo die Messöffnung ist und wie sich beispielsweise die Verkleidung der Geräte abnehmen lässt. Das EMS, mit dem Buderus jetzt alle neuen Kessel ausstattet, bringt noch mehr Komfort, Sparsamkeit, Sicherheit und Umweltfreundlichkeit. Wichtig für den Schornsteinfeger: Dank EMS kann er alle Temperaturwerte schnell erfassen. Die zu den vorgestellten Produkten passenden Abgassysteme werden ebenfalls erklärt. Damit der Schornsteinfeger alle Informationen des Films detailliert nachlesen kann, enthält die CD Montageanleitungen und Kenndaten für die neuen Öl-Kompaktheizkessel, Logano G135 und Logano plus GB135 und zu den Gas-Brennwertkesseln Logamax plus GB142 und GB132 T sowie Planungsunterlagen für die verschiedenen Abgassysteme. Die Schornsteinfeger-CD ist in allen Buderus-Niederlassungen kostenlos erhältlich."

Fall 2:
Anders machte es Junkers. Dazu kann ich Sie nur auf meinen seinerzeitigen spontanen Beschwerdebrief an die Firme Junkers hinweisen:
www.schofeg.de/allgemeinbriefe.html#junkers.

Diese beiden Beispiele fand ich im Internet. Dass alle Firmen sich bemühen, über die Schornsteinfeger möglichst große Stücke vom Kuchen zu erhaschen, dürfte auf der Hand liegen. Es ist auch ein offenes Geheimnis, dass im Badischen vor Jahren schon von Handwerksunternehmen für eine Auftragsvermittlung Prämien auf die Hand von 200 DM an die Schornsteinfeger gezahlt worden sind.

Die Mär von der Neutralität der Schornsteinfeger ist unhaltbar. Neutralität ist ein ethisches Problem, dem nicht einmal unsere Politiker gewachsen sind. Darauf bei den Schornsteinfegern zu bauen ist naiv. Da sind die Verbraucherberatungen oder Stiftung Warentest schon bessere Institutionen. Die bewährte Mund zu Mund-Propaganda funktioniert allerdings auch.

Mit freundlichen Grüßen

Paul Theisen

 



Fax an Bürgerm. Flatscher Freilassing 18.7.04


 

Paul Theisen, Böblingen


Herrn
Bürgermeister Josef Flatscher
Freilassing

Fax 08654 3014

18. Juli 2004

Betreff: Kaminfegeraktion in Freilassing zwecks Hilfe für 15 bedürftige Familien

Lt. Pressemeldung: Freilassing als Mekka der Kaminkehrer am kommenden Samstag

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

als ich von der groß aufgemachten Freilassinger Kaminfegeraktion erfuhr, war ich wie aus allen Wolken gefallen. Diese Heuchelei von Notlinderung bedürftiger Familien als reiner Selbstzweck der eigenen Besitzstandswahrung ist nicht mehr hinnehmbar. Sind Sie sich dessen bewusst, dass Sie und Ihre Stadt sich vor den Karren der Imagewerbung eines Berufes spannen lassen, dessen Existenz auf dem Spiele steht? Das Schornsteinfegermonopol ist bereits Zielscheibe der EU-Kommission.

Seit wenigen Jahren verfolgen die Schornsteinfeger aus reinem Selbsterhaltungstrieb die Strategie, durch öffentliche Auftritte die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zu lenken. Dies nur, um Punkte zu sammeln! Dafür müssen hungernde äthiopische Kinder oder bedürftige Familien, wie bei Ihnen, herhalten. In der Regel findet es in der Adventszeit auf öffentlichen Plätzen mit viel Tamtam statt. Der Umzug in Ihrer Stadt ist wohl die allerneueste Masche. Für eine Aktion der übelsten Sorte wird Ihre Stadt schmählich missbraucht. Auf diese Weise vollzieht sich keine echte Hilfeleistung.

Was sich am Samstag in Freilassing abspielen soll, ist primitive Augenwischerei mit herausposaunter Mildtätigkeit. Es ist Betrug an der Bevölkerung zu reinen Werbezwecken für ein überholtes Berufsbild! Viele werden den Schwindel durchschauen. Wer ein bisschen bibelfest ist, weiß wie Jesus mit denen umgegangen wäre. Würden die Pfadfinder oder Sportvereine derartiges machen, wäre es lobenswert. Hier macht es aber ein Beruf, dessen nutzlosem Zugriff die Hausbesitzer sich nicht einmal ohne Polizeigewalt oder vierstellige Zwangsgelder entziehen können. Sie wären gut beraten, wenn Sie diese öffentliche Werbeveranstaltung auf Kosten bedürftiger Familien abblasen würden. Auch mit derartigem Missbrauch lässt sich eine Stadt in die negativen Schlagzeilen bringen.

Schon länger umgarnen die Kaminfeger hochrangige Politiker; manche werden sogar zu Ehrenschornsteinfegern ernannt, wie z. B. der über seine Affären gestolperte Dr. Döring. Kein anderes Handwerk hat es nötig, sich dermaßen in der Öffentlichkeit zu prostituieren. Die Schornsteinfeger wissen zu genau, dass sie in der Klemme sitzen. Kanzler Schröder ist ihnen zwar noch wohlgesonnen. Das Ministerium von Clement ist wegen der Brüsseler Beschwerde und der zahlreichen Petitionen und Beschwerdebriefe aus der Bevölkerung in Zugzwang geraten. Außer der SPD und der CSU regt sich auch in den Parteien auf Landesebene zunehmender Widerstand gegen das Schornsteinfegermonopol. Ein Klick auf meine Homepage und ein Blick in mein Gästebuch www.schofeg.de liefern Ihnen die Beweise.

Mit freundlichen Grüßen

Paul Theisen

 



Brief an ORR'in Mundt Bundes-WM 7.7.04


 

Paul Theisen, Böblingen


Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
11019 Berlin

ORR'in Dr. Mundt

E-MAIL margit.mundt@bmwa.bund.de

Betreff: Az VII1B2 - 12 9193

7. Juli 2004

Sehr geehrte Frau Dr. Mundt,

es sei Ihnen herzlich gedankt für Ihr Schreiben vom 28.06.04. Ich habe Ihre aufschlussreichen Ausführungen nicht nur mit großem Interesse zur Kenntnis genommen, sondern sie auch in Kreisen von Mitstreitern gegen das Schornsteinfegermonopol im Internet verbreitet.

Es lässt sich nicht übersehen, dass dem häuslichen Kaminkomplex weiterhin eine besondere Bedeutung beigemessen wird. So, als sei er der Kristallisationspunkt der innerhäuslichen Gefahren. Ich sehe diese Auffassung als das Resultat einer jahrzehntelangen Gehirnwäsche seitens der Schornsteinfegerlobby. Schadenfeuer und CO-Tote werden von dieser an die Wand gemalt, wenn an kostspieligen nutzlosen Vorsichtsmaßnahmen gespart wird, wie in anderen Ländern.

Jede in Ihrem Schreiben aufgeführte Variante zukünftiger Anwendungsmöglichkeiten enthält brauchbare Ansätze. Es sollte sich aber herumgesprochen haben, dass die Produkte der Heizgeräteindustrie gleich denen der Elektroindustrie auf hohem Sicherheitsniveau sind. Dennoch wird ihr Gefährdungspotential über Gebühr hochgespielt. Die Hauselektrik birgt größere Gefahren als Heizkessel und Kamin. Um diese sich selbst überlassene Technik kräht kein Hahn, denn sie hat keine Lobby! Das sei einmal vorausgeschickt.

Für die moderne Öl- und Gasheizung ist der Kamin weiter nichts als eine überdimensionierte Abgasleitung, gleich dem Auspuff des Autos. Nichts Brennbares befindet sich in ihm. Der moderne Öl- und Gasheizkessel ist in sich völlig abgekapselt und lässt somit keine Flamme austreten, um etwa vorhandenen Ruß entzünden zu können. Dies ist den Entscheidungsgremien offenbar unbekannt. Die Schornsteinfeger wissen es zu genau.

Warum sollen Kamine von Öl- und Gasheizungen, im Gegensatz zu den Kaminen von Festbrennstoffheizungen, noch gekehrt werden? Wohl müssen deren bei der Verbrennung anfallende umweltschädliche Emissionen, gleich denen unserer Autos, unter Kontrolle gehalten werden. Dazu bedarf es aber keines eigenen Gesetzes und erst recht keines Monopols. Das Bundesimmissionsschutzgesetz sollte vollauf genügen.

Dass Perspektiven für das Schornsteinfegerhandwerk zu wahren seien, wie Sie schreiben, weckt in mir das Gefühl, wir hätten 17.000 heilige Kühe durchzufüttern. Soviel Schornsteinfeger hat unser Land - mehr als die angrenzenden Länder insgesamt. Millionen Erwerbstätige fielen in den letzten Jahrzehnten dem Strukturwandel zum Opfer. Millionen verloren durch die Wiedervereinigung ihren Arbeitsplatz in den neuen Bundesländern. Im Folgenden möchte ich meine Vorstellungen zukünftigen Handelns kurz skizzieren:

Wir sollten uns in der Verfahrensweise des Kaminkehrens in Frankreich umsehen. Denn dort sind die Feuerversicherungen bereits involviert. Die ASU unserer Autos sollte bei der Abgaskontrolle unserer Heizkessel wegweisend sein. Jeder Heizkessel erhält seine Plakette mit Verfallsdatum, wie sie auch unsere Autos haben. Die Grenzwertüberwachung der Abgase, Emissionsmessung genannt, ist Sache des Fachhandwerks. Gleiches machen die Kfz-Werkstätten in Konkurrenz zum TÜV bei der ASU schon lange. Bei der Heizung sollte es allerdings weniger häufig als beim Auto geschehen. Der TÜV oder eine Behörde besitzt ein Verzeichnis über den Bestand der zu überprüfenden Anlagen. Mit Hilfe von Stichproben, ähnlich den polizeilichen Kontrollen beim Auto, lässt sich auch die korrekte zyklische Überwachung der Heizungsabgase unter Kontrolle halten. Diese einfache Lösung ist zuverlässig und umweltfreundlich. Gewiss geht es auch komplizierter!

Eine Ausnahme sollte bei sogenannten eigensicheren Anlagen gemacht werden. Solche konnten sich wegen des massiven Widerstandes der Schornsteinfegerlobby in Deutschland nicht durchsetzen. Sie sind autark, überwachen sich selbst rund um die Uhr, während wir uns noch mit Momentaufnahmen begnügen. Werden die eingestellten Grenzwerte überschritten, schaltet sich die Anlage automatisch ab oder es läuten die Alarmglocken.

Sollte aber der Richterspruch eines rheinland-pfälzischen Verwaltungsrichters Schule machen, dürften wir keine Raumsonde mehr zum Mars oder zum Saturn schicken. Besagter Richter verlangte nämlich eine jährliche Kontrolle aller elektronischen Kontrollmechanismen durch den Schornsteinfeger. Da hört die Gemütlichkeit auf!

Es ist kein Geheimnis, dass die Verwaltungsgerichte und die Regierungspräsidien in der Regel zugunsten der Schornsteinfeger entscheiden. Den Schornsteinfegern zugeneigte hohe Beamte sitzen an wichtigen Schalthebeln. Die Schornsteinfegerlobbyisten geizen nicht bei besonderen Verdiensten mit der Vergabe von Ehrenschornsteinfegerwürden. NRW hat neben einem Regierungspräsidenten sogar eine Regierungspräsidentin mit diesem Ehrentitel. Auch der über seine Affären gestolperte Wirtschaftsminister Dr. Döring ist einer von ihnen.

Das ärgerniserregende Schornsteinfegergesetz ist nicht nur überflüssig, es verursacht auch einen beachtlichen volkswirtschaftlichen Schaden wegen seiner hohen Kosten für nutzlose Tätigkeiten, samt der Kosten für eine penible schornsteinfegerergebene Aufsichtsbehörde. Fakt ist, dass Himmler, der das Schornsteinfegergesetz 1937 unterschrieb, systemtreue Schornsteinfeger zur flächendeckenden Überwachung der Bevölkerung missbrauchte. Das Schornsteinfegergesetz unangetastet zu lassen bedeutet somit auch, ein mit anrüchigem Ruf behaftetes Überbleibsel aus der Hitlerzeit besonders zu hegen und zu pflegen.

Was auch immer eine Neuregelung bringen wird: Andeutungen des Ehrenschornsteinfegers Dr. Döring verheißen nichts Gutes. Die Bevölkerung ist im Hinblick auf die Schornsteinfeger bereits allergisch geworden. Faule Kompromisse zugunsten der Schornsteinfeger werden keinen Bestand haben.

Mit freundlichen Grüßen

Paul Theisen

PS: Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass auch dieser Brief aus Gründen der Transparenz im Internet unter www.schofeg.de veröffentlicht wird.

 



Brief an den neuen Bundespräsidenten Horst Köhler 7.7.04


 

Paul Theisen, Böblingen


Präsident der Bundesrepublik Deutschland
Dr. Horst Köhler

Bundespräsidialamt Berlin

Fax: 030 2000 1999

7. Juli 2004

Sehr geehrter Herr Bundespräsident!

Ihre Worte klingen mir, wie wohl den meisten Deutschen, wohltuend in den Ohren. Ich weiß aber, dass die politische Macht eines Bundespräsidenten beschränkt ist. Dennoch glaube ich, dass Sie keinen geringen Einfluss auf das Handeln der uns Regierenden auszuüben in der Lage sind.

Sie betonten, dass Sie unser Land lieben. Bedenken Sie bitte auch, dass in diesem Land Menschen leben, die ihr Land zwar lieben, dagegen aber maßgebliche Persönlichkeiten in Politik und Verwaltung strikt ablehnen. Die in Ihrer Berliner Rede beklagte geringe Wahlbeteiligung zeigt es zu deutlich. Nur das, was man liebt, versucht man nach Kräften zu fördern und mitzugestalten.

Ich liebte einst dieses Land trotz seiner Mängel. Ich liebte auch viele seiner bedeutenden Gestalter. Seit Entstehen der Bundesrepublik versuchte ich die Entwicklung meines Landes als Wähler in passiver Form mitzugestalten. Aber seit wenigen Jahren gehe ich nicht mehr zur Wahl, befinde mich somit in einer inneren Emigration. Gewisse Politiker und mit angemaßter Allmacht versehene Beamte raubten mir mein Vertrauen in unseren Rechtsstaat.

Das bedeutet aber nicht, dass ich mich ins Abseits begab. Weil ich mit meiner umfangreichen Familie in diesem Land lebe, versuche ich mit meinen Mitteln eine der zahlreichen Facetten an Fehlentwicklungen zu bekämpfen. Es kostet mich große persönliche Opfer. Ertragene Demütigungen führten dazu, dass ich dem Schornsteinfegermonopol den Kampf ansagte. Es sind viele in Deutschland, welche es auch tun. Das Internet ist unsere gemeinsame Plattform
(z. B. www.schofeg.de).

Die Weigerung, meinen sauberen Kamin kehren zu lassen, kostete mich 4.000 € an Zwangsgeldern. Ich weigerte mich, weil der Kehrbesen die Innenwand meines Kamins beschädigt. Statt dessen ersuchte ich den Schornsteinfeger, von der gleichwertigen einfachen optischen Durchlasskontrolle, Spiegeln genannt, Gebrauch zu machen - um zumindest dem überholten Schornsteinfegergesetz Genüge zu tun. Damit widersetzte ich mich jedoch der im Wirtschaftsministerium von Baden-Württemberg ausgeheckten Kehr- und Überprüfungsordnung, die striktes Kehren verordnet. Kehren bringt dem Schornsteinfeger mehr ein als Spiegeln. Der zurückgetretene Wirtschaftsminister Dr. Döring hat das Papier unterschrieben. Dr. Döring ist Ehrenschornsteinfeger.

Ein zunächst verfügtes Zwangskehren wich Androhungen hoher Zwangsgelder. Die in der entsprechenden Verfügung betonte "Gefahr für die Allgemeinheit" war von da an nur noch zweitrangig. Nun galt es, einen aufmüpfigen Bürger in die Knie zu zwingen. Das zu schneller Gefahrenbeseitigung dienende Rechtsmittel Zwangsgeld war dazu bestens geeignet. Die Beamten missbrauchten es durch Androhungen in Raten mit open end. Ohne meine Bereitschaft, nach 9 Monaten kehren zu lassen, wären die bereits angedrohten Zwangsgeldbeträge von 13.000 € irgendwann fällig gewesen. Die Höchstgrenze beträgt 25.000 €.

So wurden 21 Monate nach der letzten Kehrung meines Kamins 140 Gramm grauer Masse, zumeist Wandabrieb, zutage gefördert. Dazu gesellten sich noch 1 Gramm aus dem zusätzlich gekehrten Rauchrohr. Nun waren die Beamten des Landratsamtes Böblingen zufriedengestellt. Ich verbreitete diese Fakten im Internet, teilte sie auch brieflich maßgebenden Stellen mit. Die Reaktionen waren gleich Null.

Kann man einen Staat lieben, der derartige Amtshandlungen zulässt? Ich sehe darin bittere Parallelen zu der Behandlung meines Vaters durch die Nazibehörden im Jahre 1935, die ich als 10jähriger Bub miterleben musste. In allen Staatsformen lässt es sich ungestört leben, sofern man alles Erdenkliche in Kauf nimmt. Wer sich aber aufgrund kritischen Denkvermögens gegen Missfallendes zur Wehr setzt, stößt auch im freiheitlich demokratischen Rechtsstaat auf unüberwindliche Hürden.

Mit freundlichen Grüßen

Paul Theisen

PS: Auch dieses Schreiben wird samt einer Stellungnahme zum Zwecke der Transparenz im Internet publiziert.