Leserbriefe in chronologischer Folge


"Unzufriedenheit ist der erste Schritt zum Erfolg"

Oskar Wilde


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==> LB an die FAZ 1998
==> LB an KRZ Böblingen 1998
==> LB an die Stuttgarter Nachrichten 2001
==> LB von J. Franz an die Stuttgarter Nachrichten 2001
==> LB an die FAZ 'Schornsteinfeger als Energieberater'
==> LB von H. Ostberg an den Spiegel 2002
==> LB von A. Locher an die Saarbrücker Zeitung 2002
==> LB an die FAZ 4/2002
==> LB an die "Wirtschaftswoche" 4/2002
==> LB an "Sonntag aktuell" 6/2002
==> LB an "Mühlacker Tagblatt" 10/2002
==> LB an die "Stuttgarter Nachrichten" 2/2003
==> LB zu "Staatsmonopol" 4/2002
==> LB zu "Gesellschaft lebt in den Tag" 6/2002
==> LB zu "Abgewürgter Neustart" 10/2002
==> LB zu "Verschwendung" 10/2002
==> LB zu "Geld in die Europakasse" 11/2002
==> LB zu "Kehrbez. als Lizenz zum Gelddrucken" 10/2002
==> LB zu "Schornsteinfeger haben Gebühren erhöht" 1/2003
==> LB zu Art. in "Neuen Westfälischen (NW)" 20.2.03
==> LB zu Art. in "Stuttgarter Zeitung" Winter 2003
==> LB zu Art. in "Stuttgarter Nachrichten" Winter 2003
==> LB zu Art. in der "Kreiszeitung Böblingen" vom 25.3.03
==> Mit Kehrbesen, Charme und Zylinder - StZ 5.4.03
==> Landesinnungsvers. der Schornsteinfeger 8.4.03
==> Bedrohliche Mitbewohner im Kamin 12.4.03.
==> FAZ - Meisterbrief Ja oder Nein 25.4.03

==> Echo - Steigt ein anderer aufs Dach 1.5.03
==>Bote - Schwarze Glücksbringer suchen Lehrlinge 3.5.03
==> Ostfriesenztg: Dunstabzug Marke Eigenbau 6.5.03
==> Badische: Nur noch 32 Meisterberufe 17.5.03
==> STN: Döring als Antimonopolist 4.6.03
==> Ostsee-Zeitung:Caro singt für Schornsteinfeger 6/03
==> SA: LB zu "Missachteter Widerstand" 20.7.03
==> Fin.Times: Glücksbringer in eigener Sache 26.7.03
==> Schimmelpilze bevölkern Lüftungsanlagen 4.8.03
==> Abteilung Horch und Kehr 4.8.03
==> Der schwarze Mann 5.8.03
==> Rauchmelder retten Leben 6.8.03
==> Bremer Nachrichten: Verband sammelt für die Äthiopienhilfe 12.8.03
==> Ostsee-Zeitung: Schwarzer Glücksbringer schont Umwelt 4.9.03
==> Stuttg.Ztg.: Teufel sagt der Bürokratie den Kampf an 26.9.03
==> Zollernalb-Kurier: Ein Berufsbild wie kein anderes 15.10.03
==> NWZ: Zu 'Streit um Heizung eskaliert' 29.10.03
==> Emder Zeitung: Eklatante Fälle von Korruption 6.11.03
==> Stuttgarter Nachrichten: Döring droht Teufel mit Widerstand 21.11.03
==> Märkische Oderzeitung: Streitpunkt rapide steigende Fegergebühren 23.11.03
==> Emder Zeitung: Kamine in ... gefährliche "Zeitbomben" 6.12.03
==> VDI: "Im Heizungskeller ... entrümpelt werden" 22.12.03.
==> Neue Westfälische Rundschau: Personalwechsel ... 01.01.04
==> Ostthürg. Zeitg: Die Glücksbringer steigen ... 01.01.04
==> KRZ: Das Glück ist ihm ins Gesicht gepudert 5.1.04
==> SVZ: Im Kehrbezirk steigen die Gebühren 9.1.04.
==> KRZ: Deutschland und seine zukünftigen Reformen 26.1.04
==> FAZ: Der Staat als Beute 18.2.04.
==> Stuttg.Ztg.: Kritik an "politischen Geisterfahrern" 26.3.04
==> Aachener.Ztg.: "Hans Hansen ist der neue Glücksbringer" 30.3.04
==> Nordwest-Ztg.: "Abgang eines Schornsteinfegers" 1.4.04.
==> FAZ: "Unter Polizeischutz" 21.5.04.
==> KRZ: "Der unsichtbare Tod aus dem Heizungskeller" 11.6.04.
==> Sonntag Aktuell: "Mehr als ein Verwalter" 20.6.04
==> Schwarzw.Bote: S.Kauder lässt sich von Schornsteinfegermonopol überzeugen
==> Pforzheimer Ztg: "Dem Monopol der Schornsteinfeger den Kampf angesagt"
==> Westfälischer Anzeiger: Kalter Krieg am Kamin 29.7.04
==> Freilassinger Anzeiger: Kaminfegerhilfsaktion in Freilassing 29.7.04
==> Schwäb. Zeitung: Viele Heizkessel werden zu Unrecht verschrottet 28.8.04

==> Die Welt: Zur Arbeit geht der "Insel-Feger" mit Kompaß 7.9.04
==> Morgenpost: Wie man den Leuten die neue Hzg. schmackhaft macht 10.9.04
==> WAMS: Konkurrenz für den schwarzen Mann 16.10.04
==> STN: Notorischer Querulant 16.10.04
==> STZ: Kaminfeger bleibt draußen 16.10.04
==> FAZ: "Tragische Konflikte" 21.10.2004
==> Frankf.Rundschau: Traditionsberuf mit viel Technik 6.11.04
==> Euro: "Der gläserne Bürger" 17.11.2004
==> SVZ online: Monopol im Kehrbezirk steht auf dem Prüfstand 14.12.2004
==> Die Welt: Aus für Schornsteinfeger-Monopol 18.12.2004
==> Neumarkt: Bittgang der Schlotfeger 9.1.05
==> FAZ: Der freie Abgeordnete 17.1.05
==> Berliner Morgenpost: Weniger Querschnitt 17.1.05
==> Sächsische Zeitung: Er überlebte 7-Meter-Sturz 19.1.05
==> Die Welt: Kaminkehrer-Monopol kritisiert 20.1.05
==> Güstrower Anzeiger: Jugendliche in der Region halten 24.1.2005
==> Neue Osnabrücker Ztg: Umsetzung von EU-Richtlinien 18.2.2005.
==> KRZ Böblingen: Schneeräumen und andere Zwänge 18.2.2005.
==> Güstrower Anzeiger: Manchmal ist man auch Seelsorger 2.3.2005
==> Bürgerkonvent 25.3.2005
==> Südkurier: Kaminfeger kam mit Polizei 31.3.2005
==> Sonntag Aktuell: Arglos und ausgespäht 25.04.05
==> Münchner Merkur: Kaminkehrer sehen schwarz" 1.6.05
==> Berliner Morgenpost: Frau erstickt wegen defekter Gastherme vom 6.6.05
==> Berliner Zeitung: FDP will den Schornsteinfegern an den Zylinder 9.6.05
==> Kölner Stadtanzeiger: Hier fegt die schwarze Frau 10.6.05.
==> Südkurier: Wir sind bereit, alte Zöpfe abzuschneiden 22.6.05.
==> WAZ: Recklinghäuser erstickte im Keller-Schlafraum 2.7.05.
==> MAZ: Anderen aufs Dach steigen 15.7.05.
==> Appenzeller Ztg: 100 Jahre Kaminfegermeisterverband 21.7.05.
==> Die Welt: Monopol der Schornsteinfeger soll fallen 1.8.05
==> Stgt. Nachr.: Reizfigur Schornsteinfeger 8. 8. 2005
==> Frankf. Neue Presse: Kampf um Schornstein entbrannt 16.8.05.
==> KRZ Böblingen: Antwort auf einen Leserbrief 26.8.2005.
==> MVregio: Umweltmin. Methling würdigt Leistung der Feger zum Schutz des Klimas 27.8.2005
==> Die Welt: Denkmäler und Oldtimer 11.9.05.
==> Berliner Morgenpost: Schornsteinfeger darf auf jeden Fall ins Haus 13.10.05.
==> Parchimer Zeitung: Weihnachten in die gute und vor allem warme Stube laden 16.12.05
==> Mittelbayer.: Glücksboten beschäftigen sich heute mit Energieberatung 3.1.06
==> Schwäbische Zeitung: Heizung erweist sich als Schwachstelle 4.1.06
==> STGN: Berichterstattung Katastrophe Bad Reichenhall 5.1.06
==> Sächsische Zeitung: Schornsteinfeger fiel vom Dach 7.1.06
==> Herten: BSFM wünschen Bürgermeister alles Glück der Welt 7.1.06
==> Pforzheimer Ztg: Brettener OB Paul Metzger mahnt mehr Solidarität an 9.1.06
==> FAZ: "Marode Gebäude, marode Finanzen ..." 11.1.06
==> Sindelfinger Zeitung: Ablauf des diesjährigen Neujahrsempfangs 11.1.06
==> Passauer Presse: Schreck für Kaminkehrer: Beim Ausbrennen brennt das Dach 20.1.06
==> Pforzheimer Zeitung: Telefonaktion zum Thema Heizen mit Holz 21.1.06
==> Delmenhorster Kreisblatt: Tausende kamen zum "Treffpunkt Wald" 5.2.06
==> Saar-Echo: Die Polizei handelt im göttlichen Auftrag 4.3.06
==> Nordkurier: Ein König wacht über Usedoms Kamine 8.3.06
==> Rheinischer Merkur: Monster im Heizraum 13.4.06
==> Sonntag Aktuell: Wer ist freundlich, wer ist ein Held? 30.5.06
==> Financial Time: Die nächste Generation der Datenschnüffelei 12.7.06
==> Berliner Morgenpost: Sommer ist Hochsaison für Schornsteinfeger 17.7.07
==> Die Welt: Im Sommer haben Schornsteinfeger ihre Hochsaison 18.7.06.
==> taz: "Sauber. Aber immer seltener" 18.7.06
==> Hamburger Abendblatt: "Feuerwehren holen die Schornsteinfeger ins Boot" 19.7.06
==> Die Welt: "Junghanns verteidigt Schornsteinfeger-Gesetz" 7.8.06
Den gleichen Text sandte ich an die Märkische Allgemeine. Deren Titel lautet: "Schornsteinfegergesetz wird nicht angetastet"
==> Dresdner NN: Schornsteinfeger haben keine Sommerpause 12.8.06
==> Ostsee-Zeitung: Zweierlei Maß in punkto Sicherheit 8.9.06
==> Der Tagesspiegel: Brennen für die Umwelt 4.11.06
==> Köln. Rundschau: Das Kehr-Monopol steht vor dem Aus 18.11.06
==> F.A.Z. Die Macht der Schornsteinfeger 18.11.06
==> Frankenpost: Eine rabiate Hausbesitzerin - Kaminkehrer muß Polizei zu Hilfe rufen 1.12.06
==> The Sunday Telegraph: Germans resist march of the sweeps - 8.12.06
==> Berliner Morgenpost: Vorgegaukelte bedrohte heile Welt 1.1.07
==> Rhein Main Presse: Wie lange steigt er uns noch aufs Dach? 1.1.07
==> Kieler Nachrichten: Konkurrenz für den Glücksbringer Schornsteinfeger 2.1.07
==> FAS: Mit einem Bierbauch kommt man den Kamin nicht hoch 2.1.07
==> Osnabr.Zeitung: Die Kehrseite der neuen Gebühren 18.1.07
==> Märkische Oderzeitung: Kaminfeger sieht Sicherheit in Gefahr 27.1.07
==> FAZ: Die Technik im Heizungskeller ist fast ausgereizt 9.3.07
==> FAZ: Weniger neue Heizungen 14.6.07
==> STNA: Ein Aus für das Schornsteinfegergesetz ist ebenfalls fällig 28.6.07
==> FAZ: Das Kleid unserer Freiheit 28.5.08
==> STN: Hausbesitzer attackieren Schornsteinfeger-Reform" 29.5.08
==> OSTSEE-ZEITUNG: Feger wollen Brüssel austricksen 2.7.08

==> FAZ: Wie Schneeschippen im Sommer 14.7.08

 



 

Allgemeine Anmerkungen

Laut Umfragen werden Leserbriefe in Zeitungen und Zeitschriften mit Vorliebe gelesen. Somit sind Leserbriefe zur Meinungsbildung hervorragend geeignet. Zwar werden nicht alle eingesandten Leserbriefe in vollem Umfang veröffentlicht. Viele Briefe werden auch gekürzt und damit entstellt. Deshalb ist es ratsam, sich kurz und treffend zu fassen.

Es finden sich häufig Anknüpfungspunkte, die dazu dienen können, das überflüssige Gehabe des Schornsteinfegers kritisch unter die Lupe zu nehmen und einer breiten Öffentlichkeit mitzuteilen.

Auch nicht veröffentlichte Leserbriefe verfehlen ihre Wirkung nicht gänzlich, da sie die ahnungslosen Zeitungsredaktionen mit dem Schornsteinfegerschwindel konfrontieren.

Wer im Verfassen von Leserbriefen nicht geübt ist, findet im Folgenden vielerlei Anregungen.

 



STN: Hausbesitzer attackieren Schornsteinfeger-Reform" 29.5.08


 

Paul Theisen

 

30.5.2008

STN über Formular

Zu dem Artikel "Hausbesitzer attackieren Schornsteinfeger-Reform" vom 30.5.08

Es wirft ein schlechtes Licht auf die Bundesregierung, daß sie das Vertragsverletzungsverfahren der EU dazu benutzt, um die Hausbesitzer weiterhin zu gängeln. In Zeiten nahezu täglicher Schlagzeilen über Bespitzelungen sind die von der Schornsteinfegerlobby propagierten 180 Millionen erhobener Daten im Jahr von besonderer Brisanz. Wozu ist der Jahreszyklus der fragwürdigen Feuerstättenschau von 5 auf 3 1/2 Jahre geschrumpft? Höchst bemerkenswert ist das Schreiben des Anwalts eines Bezirksschornsteinfegermeisters an ein Oberverwaltungsgericht: "Damit greift der Schornsteinfeger unmittelbar in den Datenschutz des einzelnen Bürgers im Rahmen von Ausnahmeregelungen ein. All dies ist unter öffentlicher Gewalt zu subsumieren."!

In der NS-Zeit wurde das Schornsteinfegergesetz systemkonform erlassen. Nur strammen Nazis wurden Kehrbezirke zugeteilt. Im Jahre 1969 ist das Schornsteinfegergesetz nahezu unverändert novelliert worden. Man sollte die Härte bei der Durchsetzung der überwiegend nutzlosen Schornsteinfegertätigkeiten nach diesem Gesichtspunkt beurteilen. Das soll nicht heißen, daß jeder Schornsteinfeger ein Schnüffler sein muß - wie damals!

Paul Theisen, Böblingen

 



FAZ: Das Kleid unserer Freiheit 28.5.08


 

Paul Theisen


Zu dem Artikel "Das Kleid unserer Freiheit" vom 23.5.08

Zu Brigitte Zypries's Artikel "Das Kleid unserer Freiheit" (FAZ vom 21. Mai): Gustav Heinemann hatte das Gespür dafür, wo den Leuten der Schuh drückt. Es war ein Ruck, den er wagte. Undenkbar ist, daß der NS-Gegner Heinemann einem Nazigesetz auf die Sprünge geholfen hätte, was sein um 28 Jahre jüngerer Nachfolger Horst Ehmke am 15.9.1969 tat. Ehmke hatte keine Bedenken, daß das Gesetz einer systemrelevanten Verordnung aus dem Jahre 1937, mit geringfügigen Abweichungen, entsprach. Es trug die Unterschrift von Heinrich Himmler! Dieser war damals unter Frick Staatssekretär im Reichsinnenministerium. Somit wurden 1969 die Weichen zum jetzigen, mehrmals novellierten Schornsteinfegergesetz und Staatsmonopol gestellt. Damals wurden noch vielfach feste Brennstoffe verheizt. Das hatte zur Folge, daß der Artikel 13 des Grundgesetzes (Hausfriedensbruch) verletzt werden mußte. Denn ohne ein Kehren des noch anfallenden Rußes drohten die gefürchteten Kaminbrände.

Schon in den fünfziger Jahren begannen sich in der BRD die Öl- und Gasheizkessel durchzusetzen. Sie hinterlassen so geringe Rückstandsmengen, daß ein Kaminkehren nur noch marginal erforderlich ist. Eine ausgeklügelte Sensortechnik überwacht die heute nur noch zugelassenen Anlagen ständig und signalisiert Abweichungen vom Normalbetrieb. Somit sind auch die punktuellen Kontrollen der Abgase überflüssig, damit ist eine Verletzung des Artikel 13 unstatthaft. Dennoch mißt der Schornsteinfeger generell die Abgase regelmäßig und kehrt die sauberen Kamine, auf Neudeutsch Querschnittsüberprüfung.

Keiner der nachfolgenden Regierungen gelang es, diesen Mißstand zu beheben. Hoffnungen weckte die Regierungserklärung von 2005, wie z.B. "Abbau von Bürokratie und altbackenen Verordnungen". Petitionen, Beschwerden von Verbänden, Bürgerinitiativen und Interessengemeinschaften riefen die EU auf den Plan. Ein Vertragsverletzungsverfahren zwingt die Bundesregierung, das Monopol zu kippen. Der von ihr kürzlich vorgelegte Gesetzentwurf kompliziert das ganze noch mehr als bisher. Von Bürgernähe und Entlastung keine Spur. Dafür aber Zukunftsperspektiven für die in die Enge getriebenen Schornsteinfeger. Einen Fehler der ersten Großen Koalition vermag die Zweite nicht zu beheben. Kein Gespür dafür, wo den Leuten der Schuh drückt und kein Ruck ist in Sicht!

Paul Theisen, Böblingen

 



FAZ: Die Technik im Heizungskeller ist fast ausgereizt 9.3.07


 

Paul Theisen

 

9.3.2007

FAZ per E-Mail

Zu "Die Technik im Heizungskeller ist fast ausgereizt"

In der umfangreichen Darstellung "Die Technik im Heizungskeller ist fast ausgereizt" von Georg Küffner (F:A.Z. vom 6. März ) vermisse ich Hinweise darauf, daß zum Zwecke des Verschrottens der Altanlagen im Heizraum, mit gezinkten Karten gespielt wird. Daran beteiligt ist ein Kartell der besonderen Art, das ich als vertikales Kartell oder Seilschaft benenne. Es sind die Hersteller, das Fachhandwerk und die Schornsteinfeger. Jeder von ihnen verdient an einer Neuanlage! Angelpunkt ist die Beurteilung der Altanlage durch den Schornsteinfeger. Entscheidend ist dabei die Abgastemperatur.

Bei den Brennwertkesseln werden die Abgase durch den Entzug der Kondensationswärme soweit abgekühlt, daß die über den Kamin abgeführte Restwärme gering ist. Ganz anders sieht es aus, wenn die Abgase in heißem Zustand über den innerhäuslichen Kamin abgeführt werden, was bei Altanlagen zumeist der Fall ist. Damit ist auch der Kamin Bestandteil des Wärmeerzeugungssystems. Denn auch die an die Kaminwände abgegebene Wärme trägt zur Wärmebilanz des Hauses bei. Schließlich kommt sie den vom Kamin tangierten Räumen zugute. Die durchströmte Kaminhöhe von 6,3 Meter in meinem Einfamilienhaus kühlt die Abgase um 130 Grad Celsius ab. Das entspricht zwar nicht dem Brennwertkessel, ist ihm aber so nahe, daß ein solcher bei weitem nicht mehr den versprochenen Gewinn erbringt. Das noch verbleibende Restpotential rechtfertigt keinen kostspieligen Heizkesselwechsel.

Wider besseres Wissen messen die Schornsteinfeger die Abgastemperatur bestenfalls an der Eintrittsstelle des Abgasrohres in den Kamin. Das hat natürlich zur Folge, daß die dortige hohe Temperatur rechnerisch einen Energieverlust ergibt, der den festgelegten Wirkungsgrad von 90 Prozent allzu leicht unterschreitet. Das bedeutet das Aus für den Heizkessel. Mit Hilfe dieser unkorrekten Meßmethode wurden in der BRD in den vergangenen Jahren unzählige Heizkessel verschrottet! Würde die Temperaturmessung an der oberen Kehröffnung des Kamins erfolgen, wäre die Verschrottungsrate weitaus geringer als bei der gegenwärtigen Meßmethode. Außerdem muß bei einem Besitzerwechsel der Immobilie der Heizkessel ab einem bestimmten Alter kategorisch ersetzt werden. Wo die beschriebenen Mißstände einzuordnen sind, bedarf wohl keiner Erklärung!

Schon vor 30 Jahren warb die Heizkesselindustrie mit dem hohen Wirkungsgrad ihrer Produkte. Dies wird heute durch das Gewinnstreben der genannten Dreierkoalition zum Schaden der Betroffenen heruntergespielt. Der volkswirtschaftliche Schaden ist immens!

Investitionen in eine effektive Wärmedämmung des Gebäudes lohnen sich auch in ökologischer Hinsicht weit mehr als der Heizkesselwechsel. Denn mit der Dämmung läßt sich der Heizenergieverbrauch auf die Hälfte senken. Nicht zu vergessen ist der Gewinn an Wohnbehaglichkeit.

Paul Theisen, Böblingen

 



Märkische Oderzeitung: Kaminfeger sieht Sicherheit in Gefahr 27.1.07


 

Paul Theisen

 

27.1.2007

Online an Märkische Oderzeitung

Zu "Kaminfeger sieht Sicherheit in Gefahr"

Unbefangene Leser mögen die in dem Artikel dargestellten Probleme glauben. Geht man diesen aber auf den Grund, so stellen sich mancherlei Fragen. Monopole sind fortschrittsfeindlich und schaden dem freien Wettbewerb, wie z.B. das Fernmeldemonopol, dessen Zerschlagen das Telefonieren verbilligte. Das als vorbildlich dargestellte deutsche System fand nirgendwo Nachahmer. Wir haben kein Elektrikergesetz. Wozu denn ein Schornsteinfegergesetz? Die Hauselektrik mit den vielen Steckdosen und Anschlußschnüren birgt weitaus mehr Gefahren als der Betrieb moderner Heizkessel. Das in der NS-Zeit entstandene Schornsteinfegergesetz hat ausgedient! Gewiß müssen Festbrennstoffkamine gekehrt werden. Die von der Schornsteinfegerlobby hochgespielten Gefahren ängstigen die Bevölkerung, machen aber bei unseren Politikern Eindruck.

Paul Theisen, Böblingen

 



Osnabr.Zeitung: Die Kehrseite der neuen Gebühren 18.1.07


 

Paul Theisen

 

18.1.2007

Osnabrücker Zeitung

Die Kehrseite der neuen Gebühren

Die unverschämt hohen Gebühren sind das eine. Noch schlimmer sind die Scheindienstleistungen der Schornsteinfeger, wie z.B. das Kehren sauberer Kamine oder überflüssige Messungen. Müssen denn die Abgase der Heizungen öfter gemessen werden als die unserer Autos? Umgekehrt wäre sinnvoll. Jede angewandte Technik birgt ein Restrisiko an Gefahren. Die Elektrizitätsanwendung im Haus ist gefährlicher als moderne Heizkessel samt Kamin. Warum kümmert sich der Staat nur um diese, läßt aber bei den Steckdosen, Anschlußschnüren und den zahlreichen Elektrogeräten keine Kontrolle ausüben?

Schuld daran ist das im Jahre 1935 entstandene Schornsteinfegergesetz. Dieses übernahm die BRD fast unverändert, und päppelte es nach und nach im Sinne der Schornsteinfeger mit ihrer äußerst schlagkräftigen Lobby auf. Kein anderes Land erlaubt sich solches.

Paul Theisen, Böblingen

 



FAS: Mit einem Bierbauch kommt man den Kamin nicht hoch 2.1.07


 

Paul Theisen

 

2.1.2007

"Mit einem Bierbauch kommt man den Kamin nicht hoch"

Beim Lesen von "Mit einem Bierbauch kommt man den Kamin nicht hoch" (F.A.S vom 31.12.06) kam mir der Begriff "Holder Friede, süße Eintracht ..." aus Schillers "Lied von der Glocke" in den Sinn. Das gegenwärtige Schornsteinfegerproblem ist weder Friede noch Eintracht. Es gärt im Lande weniger wegen des Monopols, dessen sich die EU annimmt, sondern wegen der ausgeübten Scheintätigkeiten der Schornsteinfeger. Niemanden stört es, daß verrußte Kamine regelmäßig gekehrt werden. Daß aber alle Kamine gekehrt werden müssen, widerspricht jeder Vernunft.

Die Abgase der heute üblichen Heizkessel sind so sauber, daß ein Kehren ihrer Kamine pure Arbeitsbeschaffung ist. Denn Öl und Gas verbrennen fast ohne feste Rückstände mit sehr geringem Rußanteil. Die Schwerkraft läßt diese auf die Kaminsohle herabfallen. Was noch an der Kaminwand haften bleibt ist so wenig, daß der Kamin sich nicht verengen kann. Ein Kaminbrand ist ausgeschlossen. Hirnrissig ist die häufige Abgasmessung, welche diejenige für unseren PKW in den Schatten stellt. Der Grundsatz der Schornsteinfegerlobby lautet "Ausnahmen bestimmen die Regel"! Damit hatten sie beim Gesetzgeber stets Erfolg. Da werden Gefahren heraufbeschworen, deren Auftreten bei den heute noch zugelassenen modernen Heizkesseln seltener sind als ein Sechser im Lotto.

Die Horrormeldungen über die zahlreichen CO-Toten in Belgien und Frankreich sind mehrfach widerlegt. Es ist höchst verwerflich, daß ein in die existentielle Enge getriebener Beruf suggeriert, in den Nachbarstaaten nähme man es mit der Sicherheit der Bevölkerung nicht so genau. Dagegen sei Deutschland dank seiner besorgten Schornsteinfeger eine rühmliche Ausnahme. Die Fakten legen einen rapiden Abbau der kostspieligen Scheindienstleistungen unserer Schornsteinfeger dringend nahe. Ein Fortbestand des im Jahre 1935 zugrundegelegten Schornsteinfegergesetzes ist nicht noch länger hinnehmbar!

Paul Theisen, Böblingen

 



Kieler Nachrichten: Ihr Monopol kippt: Konkurrenz für den Glücksbringer Schornsteinfeger 2.1.07


 

Paul Theisen

 

2.1.2007

Zu "Ihr Monopol kippt: Konkurrenz für den Glücksbringer Schornsteinfeger" vom 30.12. 06:

Ich vermisse in dem Artikel einen klaren Hinweis darauf, daß alle Tätigkeiten der Schornsteinfeger zu hinterfragen sind. Da werden Gefahren heraufbeschworen, deren Auftreten bei den heute noch zugelassenen modernen Heizanlagen seltener sind als ein Sechser im Lotto. Die Angaben über die zahlreichen CO-Toten in Belgien und Frankreich sind längst widerlegt. In Wirklichkeit gibt es keinen nennenswerten Unterschied zu uns. Es ist höchst verwerflich, daß ein in die existentielle Enge getriebener Beruf mit derartigen Angaben suggeriert, unsere Nachbarn vernachlässigten die Sicherheit ihrer Bevölkerung, wogegen nur Deutschland dank seiner besorgten Schornsteinfeger eine rühmliche Ausnahme sei. Die Fakten legen es nahe, daß ein rapider Abbau der hochbezahlten Scheindienstleistungen unserer Schornsteinfeger dringend notwendig ist.

Paul Theisen, Böblingen

 



Rhein Main Presse: Wie lange steigt er uns noch aufs Dach? 1.1.07


 

Paul Theisen

 

1.1.2007

Online: Wie lange steigt er uns noch aufs Dach?

Schornsteinfegers Lügengebäude

Ich vermisse in dem Artikel einen klaren Hinweis darauf, daß die meisten Tätigkeiten der Schornsteinfeger zu hinterfragen sind. Da werden Gefahren heraufbeschworen, deren Auftreten bei den heute noch zugelassenen modernen Heizanlagen seltener sind als ein Sechser im Lotto. Mit den Todesopfern durch fehlerhafte Anlagen wird Schindluder getrieben. Die von der Schornsteinfegerlobby hinausposaunten unglaublichen Vergleichswerte sind alle widerlegt. Ein Zahlenvergleich von CO-Opfern ergibt keine nennenswerten Unterschiede. Es ist verwerflich, daß ein in die existentielle Enge getriebener Beruf mit derartigen Angaben suggeriert, andere Staaten vernachlässigten die Sicherheit ihrer Bevölkerung. Nur Deutschland mache dank seiner besorgten Schornsteinfeger eine rühmliche Ausnahme. Die Tatsachen legen einen rapiden Abbau derer hochbezahlten Scheindienstleistungen nahe.

Paul Theisen, Böblingen

 



Berliner Morgenpost: Vorgegaukelte bedrohte heile Welt 1.1.07


 

Paul Theisen

 

1.1.2007

Vorgegaukelte bedrohte heile Welt

Der Jahreswechsel dient den Schornsteinfegern zum Aufpolieren Ihres Image. Ihrem Artikel "Familie mit Ruß im Blut" folgt paar Tage später das Rühren der Glücksbringertrommel in den Ämtern. Worauf Andreas Ganzior in seinem wohlwollenden Bericht nur mit einem Satz eingeht, sind die heraufziehenden Gewitterwolken aus Brüssel. Die von der Schornsteinfegerlobby mit List und Tücke erkaufte monopolistische Lufthoheit über unsere Kamine und Heizräume hat bald ein Ende.

Das reicht aber nicht! Schafft unsere Regierung es nicht, das 1935 zugrundegelegte Schornsteinfegergesetz zu kippen, und die auf diesem Gesetz beruhenden Scheindienstleistungen drastisch zu reduzieren, hat sie versagt. Es widerstrebt dem gesunden Menschenverstand, daß saubere Kamine gekehrt werden und sinnlose Meßzyklen zwecks angeblichen Sicherheitszuwachses erfolgen müssen. Und dies nur bei uns! Sämtliche von der Schornsteinfegerlobby propagierten Schadenstatistiken, die zu ihrer Bestandserhaltung dienen sollen, sind widerlegt. Sorgen sich die Regierungen vom Rest der Welt nicht etwa auch um die Sicherheit ihrer Bevölkerung?

Paul Theisen, Böblingen

 



The Sunday Telegraph: Germans resist march of the sweeps - 8.12.06 -->


 

Paul Theisen

 

8.12.2006

Letter to the Editor

Dear Ladies and Gentlemen,

Many thanks to you and to Mr. Bojan Pancevski for the superb article exposing the absurdities of the German chimney sweeps' monopoly.

My personal experience with `forced cleaning' was quite different from Harry Hollmann's, which you have decribed in your article. It was, in a way, `more human'. I was warned that, with the help of the police, the sweep would get access to my house. However, when they learned that the press and several TV stations, which I had contacted, would come as witnesses, they chickened out and called it off. Instead, they threated me with a penalty of 2000 euros if I did not give in. I did not with the consequence that the authorities in charge withdrew this amount from my bank account. A few month later, the same threat. I refused again, with the same consequences. Eventually, the amount of money taken out of my account, together with the still pending threats, summed up to 13000 euros! Faced with this, I gave in and let the sweep do his completely superfluous job. The nine month delay had cost me 4000 euros. With some effort the sweep managed to scrape out of my chimney a handful of dirt, mostly debris from the walls, mixed with a pinch of soot. By then it was worth its weight in gold!

If you think this can only happen in Germany, you are probably right. This is still the aftermath of the Nazi system which, fortunately, ended more than 60 years ago.

=========

Herzlichen Dank Ihnen und Mr. Bojan Pancevski für die hervorragende Darstellung der Abartigkeiten des deutschen Schornsteinfegermonopols.

Ganz anders als bei Harry Hollmann verlief bei mir der "Kehrzwang". Es ging "humaner" zu! Zwar war "unmittelbarer Zwang" (mit Polizei) angedroht. Aber die Aufsichtsbehörden der Schornsteinfeger erfuhren, daß ich Presse und TV informiert hatte. Da zogen sie den Schwanz ein und bliesen den "unmittelbaren Zwang" kurzerhand ab. Statt dessen drohten sie mit 2.000 Euro Zwangsgeld. Aber ich ließ nicht kehren! Das Geld wurde von meinem Bankkonto abgebucht. Nach wenigen Monaten wieder dasselbe, und wieder sagte ich Nein. Als Monate später das gepfändete, sichergestellte und angedrohte Zwangsgeld 13.000 Euro erreicht hatte, bin ich schwach geworden und ließ kehren. Das um 9 Monate verzögerte Kehren hat mich 4.000 Euro gekostet. Das "Kehrgut" war grauer Dreck aus Wandabrieb und festen Abgasrückständen, samt einer Prise Ruß. Die Kehrmenge ließe sich mit Gold aufwiegen.

Dies mache uns Deutschen mal einer nach! Doch wer hat schon ein Nazisystem hinter sich - so wie wir? Die Spätfolgen sind noch am Abklingen!

Paul Theisen, Böblingen

 



Frankenpost: Eine rabiate Hausbesitzerin - Kaminkehrer muß Polizei zu Hilfe rufen 1.12.06 -->


 

Paul Theisen

 

1.12.2006

Frankenpost Online: "Eine rabiate Hausbesitzerin - Kaminkehrer muß Polizei zu Hilfe rufen"

Wäre es nicht angebracht gewesen, Sie wären den Motiven der sich wehrenden Frau nachgegangen, bevor Sie diesen Artikel veröffentlichen? Tagtäglich erwehren sich hierzulande Menschen dem ihnen aufgezwungenen Kehr- und Meßwahn. Tagtäglich sind es Zigtausende, die aus gutem Grund nur widerwillig den Schornsteinfeger ins Haus lassen, um einer harten Strafe zu entgehen. Da muß doch etwas faul sein im Staate Dänemark.

Was Sie aber tun, ist die unkritische Darstellung eines Sachverhaltes. Zudem suggerieren Sie Ihren Leserinnen und Lesern, es handle sich bei der Frau um einen Menschentypus, dem Obrigkeit und Öffentliche Ordnung schnurz ist.

Paul Theisen, Böblingen

 



Köln. Rundschau: Das Kehr-Monopol steht vor dem Aus 18.11.06


 

Paul Theisen

 

18.11.2006

Kölnische Rundschau: "Das Kehr-Monopol steht vor dem Aus"

Der Vorstoß der EU bringt erst die Absurditäten ans Licht, mit denen wir Deutschen uns infolge des lausigen Schornsteinfegermonopols herumschlagen müssen. Was nützt mir ein Schornsteinfeger aus Polen, wenn ich per Gesetz verpflichtet bin, auch von diesem meinen blitzsauberen Kamin kehren lassen zu müssen. Die einzig sinnvolle Lösung ist, das im Jahre 1935 verordnete und in der BRD und DDR mehrmals hochgepäppelte Schornsteinfegergesetz rückstandsfrei zu kippen!

Gemäß den Kassandrarufen der Schornsteinfegerlobby beginnt in Deutschland ein Massensterben an CO-Vergifteten, falls wir es unseren westlichen Nachbarn gleichtun. Sorgen sich deren Regierungen etwa nicht um die Sicherheit ihrer Bürger? Blicken wir doch über den Zaun, um zu sehen, wie etwa die Franzosen mit den Gefahren in ihren Heizräumen umgehen. Wie gut funktioniert unsere gefährlichere Hauselektrik, ohne daß wir regelmäßig Steckdosenkontrolleure ins Haus lassen müssen!

Paul Theisen, Böblingen

 



Der Tagesspiegel: Brennen für die Umwelt 4.11.06


 

Paul Theisen


Tagesspiegel Online

4.11.2006

Brennen für die Umwelt

Beim Autokauf hindert mich niemand, einen Spritfresser zu kaufen. Mein Oldtimer darf so lange laufen, bis daß der TÜV uns scheidet. Doch beim Heizkessel will man uns bevormunden. Warum überläßt man es nicht dem Betreiber, sich von seinem alten Kessel zu trennen? Im Gegensatz zum prestigeträchtigen Auto achtet dieser akribisch darauf, die Betriebskosten der Hausheizung so gering wie möglich zu halten.

Der neue Heizkessel bringt selten die versprochene Kostenersparnis. Gesetzt der Fall, der alte Heizkessel verbraucht jährlich 2 000 Liter Heizöl. Ersparte der Neue wirklich die angegebenen 15 %, so deckten die eingesparten Ölkosten nicht einmal die Zinsen eines aufgenommenen Kredits. Wärmedämmung durch Außenwandisolierung und neue Fenster ersparen weit mehr als ein neuer Heizkessel. Zusätzlich lassen sie die häusliche Behaglichkeit wachsen.

Paul Theisen, Böblingen

 



Dresdner NN: Schornsteinfeger haben keine Sommerpause 12.8.06


 

Paul Theisen


Dresdner Neueste Nachrichten Online

12.8.2006

Schornsteinfeger haben keine Sommerpause

Zum Glück machen die wirklichen Handwerker nicht soviel Wind wie die Schornsteinfeger. Was in dem Artikel von Diana Kirsch alles aufgezählt wird, sind zumeist hochbezahlte Scheindienstleistungen, die jenseits unserer Grenzen unbekannt sind. Somit sind die meisten Schornsteinfeger überflüssig. Warum entmündigt man den deutschen Hauseigentümer, wenn es um Wärmeerzeugung und Lüftung geht, wogegen man ihm bei der gefahrvolleren Elektrizitätsanwendung freie Hand läßt? Weil es die Nazis so gewollt haben! Denn das Schornsteinfegergesetz entstand im Jahre 1935, was in diesen Tagen der brandenburgische Wirtschaftsminister offen und ehrlich zugab. Man fragt sich, weshalb DDR und BRD es seinerzeit nahezu unverändert übernommen haben.

Paul Theisen, Böblingen

 



Die Welt: "Junghanns verteidigt Schornsteinfeger-Gesetz" 7.8.06


 

Paul Theisen


Die Welt Online

7.8.2006

Zu Ihrem Bericht "Junghanns verteidigt Schornsteinfeger-Gesetz "

Wer das Schornsteinfeger-Gesetz von 1935 gutheißt, muß mit Blindheit geschlagen sein. Die Nazis hatten handfeste Absichten, um die sich anbiedernden Schornsteinfeger ihren Zwecken dienstbar zu machen. Denn wer des Kaminkehrens und der Feuerstättenschau wegen regelmäßig in die Häuser mußte, erlangte allmählich Einsicht in den Lebensbereich ihrer Bewohner. Das war Teil des System einer Überwachung des gesamten "Volkskörpers". Dem Großen Lauschangriff und der Inneren Sicherheit kommt ein derartiges System wie gerufen.

Unser Schornsteinfegerwesen fand nirgendwo Nachahmer. Fakt ist zudem, daß die meisten Tätigkeiten der Schornsteinfeger unnütz sind. Die Kosten von etwa 2 Milliarden Euro im Jahr sind größtenteils vergeudete Gelder zum Nutzen einflußreicher Staatsmonopolisten. Nach einer zielgerichteten Liberalisierung reichte ein Bruchteil der 17.000 Schornsteinfeger aus. So läuft es bei unseren Konkurrenten im globalen Wettbewerb ohne Einbußen an Sicherheit und Umweltschutz.

Paul Theisen, Böblingen

 



Hamburger Abendblatt: "Feuerwehren holen die Schornsteinfeger ins Boot" 19.7.06


 

Paul Theisen


Hamburger Abendblatt Online

19.7.2006

Zu Ihrem Bericht "Feuerwehren holen die Schornsteinfeger ins Boot"

Billige Effekthascherei mit Verdrehung der Fakten

Den Schornsteinfegern ist jedes Mittel recht, um ihr schwindendes Image in der Öffentlichkeit durch verschiedenartige Imagekampagnen aufzupolieren. Nun mit Hilfe der Feuerwehr. Obwohl die Feuerwehrmänner in der Überzahl sind, begeben sich 9 Schornsteinfeger zu den 3 Feuerwehrmännern auf die Drehleiter. Demnächst brillieren sie in der bundesweiten Feuerwehrzeitung als Glücksbringer im Neunerpack. Durch peinliches Anbiedern werden mit Hilfe der Feuerwehr Punkte zu sammeln versucht. Der gemeinsame Schutzpatron St. Florian wird da auch noch bemüht. Eine Plakette schmückt demnächst die Schornsteinfeger als "Partner der Feuerwehren". Nur billige Effekthascherei mit Verdrehung der Fakten!

In der dargestellten Vielfalt der Tätigkeiten, mit Kamera und Technoskop ausgerüstet, wird Unentbehrlichkeit suggeriert. Und die Realität? Die Schornsteinfegerfunktionäre setzten vor Jahren den Kehrbesen zur Querschnittsprüfung der Kamine durch; nicht das sinnvollere Spiegeln, das weniger einbringt. Kein Schornsteinfeger interessierte sich je für die Innenwand meines Kamins. Bei den überwiegenden Öl- und Gasheizungen wird so wenig aus dem Kamin gekehrt, daß man es besser sein ließe. Eine längst fällige Liberalisierung bereitet dem Unfug ein Ende.

Paul Theisen, Böblingen

 



taz: "Sauber. Aber immer seltener" 18.7.06


 

Paul Theisen


taz Online

18.7.2006

Zu Ihrem Bericht über die Berliner Schornsteinfeger "Sauber. Aber immer seltener"

Keine staatlich verordnete Abzocke durch die Schornsteinfeger

Würden alle Handwerkszweige die Werbetrommel rühren wie die Schornsteinfeger, benötigte die taz eine Handwerkerkolumne. Werteschaffendes Handwerk hat goldenen Boden durch Fleiß und Tüchtigkeit. Abergläubischer Firlefanz ist ihm fremd. Ganz anders bei den Schornsteinfegern, die sich höher einschätzen als das echte Handwerk. Einen historisch bedingten Bestandsschutz genießen sie nur in Deutschland.

Nur wo Holz und Kohle verfeuert werden, sollten in gewissen Zeitabständen die Kamine gereinigt werden - nicht bei den vorherrschenden Öl- und Gasheizungen. Denn das ist glatte Beutelschneiderei; dies gilt auch für das exzessive Abgasmessen! Deutschland ist Weltmeister bei der "Schornsteinfegerdichte". Gemessen an unseren westlichen Nachbarn benötigte Berlin keine 550, sondern weniger als 55 Schornsteinfeger. Warum genießen unsere häuslichen Feuerstätten einen Sonderstatus, während die gefahrvolleren Elektroanlagen es auch ohne staatlich verordnete Abzocke tun? Gehen unsere Nachbarn, die das deutsche System ablehnen, etwa fahrlässig mit Sicherheit und Umweltschutz um?

Paul Theisen, Böblingen

 



Die Welt: Im Sommer haben Schornsteinfeger ihre Hochsaison 18.7.06.


 

Paul Theisen


Die Welt Online

18.7.2006

Zu Ihrem Bericht vom 17.7.2006: "Im Sommer haben Schornsteinfeger ihre Hochsaison".

Liberalisierung auch bei den häuslichen Wärmeerzeugern

Echte Handwerker haben es nicht nötig, ihr Tätigkeitsprofil in den Medien darzustellen. Denn ihre Leistung zählt! Anders verhalten sich die am Rocksaum unseres üppig verordnenden Staates hängenden Schornsteinfeger. Sie berichten von Tätigkeiten, die uns in Erstaunen versetzen. Von Tannenzapfen ist die Rede, vor Jahren waren es Spinnweben und allerlei Nestbauten, die sie entfernen müssen, damit der Kamin zieht. Nichts als Lügen!

Zwar sollten in gewissen Zeitabständen dort die Kamine gereinigt werden, wo Holz und Kohle verbrannt werden. Dies aber auf die vorherrschenden Öl- und Gasheizungen auszudehnen, ist üble Beutelschneiderei; das gilt aber auch für die exzessive Abgasmessung! Bei der "Schornsteinfegerdichte" ist Deutschland einsame Spitze. Weniger als 55, statt der genannten 550 Glücksbringer, genügen für Berlin, falls wir es unseren westlichen Nachbarn nachmachen. Warum verfährt unser Staat bei den häuslichen Feuerstätten anders als bei den gefahrvolleren Elektroanlagen? Auch anderswo ist man für Sicherheit und Umweltschonung.

Paul Theisen, Böblingen

 



Berliner Morgenpost: Sommer ist Hochsaison für Schornsteinfeger 17.7.07


 

Paul Theisen


Berliner Morgenost Online

17.7.2006

Zu Ihrem Bericht vom 17.7.2006: "Sommer ist Hochsaison für Schornsteinfeger".

Beutelschneiderei rund um den Schornstein

Volksverdummung verschiedener Art sind wir gewohnt. Das, was die Berliner Schornsteinfeger von sich geben, ist einsame Spitze. Jede oder jeder fragt sich, wo die Tannenzapfen herkommen, die der Schornsteinfeger aus den Kaminen entfernt, damit sie ziehen. Vor Jahren waren es noch Spinnweben und verschiedene Nestbauten, die es zu entfernen galt. Lügen noch und noch.

Fakt ist: Wo noch Holz und Kohle verheizt werden, sollte der Kamin in gewissen Zeitabständen gereinigt werden. Bei den vorherrschenden Öl- und Gasheizungen ist es pure Beutelschneiderei; ebenfalls beim exzessiven Abgasmessen! In der Schornsteinfegerdichte sind wir einsame Spitze. Nach westeuropäischen Maßstäben genügten für Berlin weniger als ein Zehntel der genannten 550 Glücksbringer. Wozu ein Staatsmonopol für unsere Hausheizung? Der Gefährdung durch unsere Elektroanlagen sind wir seit jeher ohne jedweden kostspieligen Hokuspokus gewachsen.

Paul Theisen, Böblingen

 



Financial Time: Die nächste Generation der Datenschnüffelei 12.7.06


 

Paul Theisen


Financial Time Deutschland Online unter
www.ftd.de/politik/deutschland/95599.html

12.7.2006

Betreff: Die nächste Generation der Datenschnüffelei

Unmengen erfaßter Daten der Schornsteinfeger

Als vor wenigen Jahren der Einsatz gewisser Dienstleister zum Zwecke der Inneren Sicherheit durch die Medien ging, wurden die Schornsteinfeger an erster Stelle genannt. Unter Verletzung des Art. 13 GG dürfen diese regelmäßig in den Wohnbereich eindringen. Staatlicherseits sind die Meldungen bis heute nicht dementiert worden.

Die Schornsteinfegerfunktionäre scheuen sich nicht, sich der Unmengen ihrer erfaßten Daten zu rühmen. Es ist mehrmals von 180 Millionen pro Jahr die Rede gewesen. Kann es einem da nicht bange werden, wenn man diese vom Staat beliehenen Unternehmer unbeobachtet in den Heizraum oder in die vom Kamin durchlaufenen Räume lassen muß?

Paul Theisen, Böblingen

 



Sonntag Aktuell: Wer ist freundlich, wer ist ein Held? 30.5.06


 

Paul Theisen


Sonntag Aktuell Redaktion
Email: redaktion@soak.zgs.de

30.5.2006

Zu "Wer ist freundlich, wer ist ein Held?" vom 28.5. von Ursula Ott.

Zählen die mit Zivilcourage nicht zu den Querulanten? Die Medien nannten mich jedenfalls so, als ich mich verordneten Schwachsinns erwehrte. Querulant klingt besser, wenn es eine passable Geschichte werden soll. Auch "Don Quichotte" nahm ich in Kauf. Wichtig war mir vor allem, eine staatlich verordnete überflüssige Scheindienstleistung ad absurdum zu führen. Wen es interessiert, der gebe meinen Namen in eine Internet-Suchmaschine ein. Unter den zahlreichen anerkennenden Dankesbekundungen waren diese: "Leute wie sie gibt's leider zu wenig." oder "Wenn das Monopol gekippt ist, trinken wir mal ein Bierchen darauf." Sind wir eine Spezies von Angsthasen, die zu allem Ja und Amen sagt?

Paul Theisen, Böblingen

 



Rheinischer Merkur: Monster im Heizraum 13.4.06


 

Paul Theisen


Rheinischer Merkur
Online www.merkur.de

13.4.2006

Monster im Heizraum

Es beeindruckt so manchen, daß zum Bürokratieabbau ein nationaler Normenkontrollrat geschaffen wird. So wie er konzipiert ist, scheint er eine lahme Ente zu sein, die mit den Flügeln um sich schlägt und viel Staub aufwirbelt, der sich wieder legt, ohne viel bewegt zu haben.

Ist hierzulande ein überbürokratisiertes Monopol unter den Vorzeichen von Öko und Sicherheit fest institutionalisiert, nützt auf nationaler Ebene kein Zeter und Mordio schreien, dieses wieder los zu werden. Es ignoriert und behindert gar den technischen Fortschritt, um seine Position zu festigen. Die Rede ist vom Staatsmonopol Schornsteinfegerwesen. Es sitzt so fest im Sattel, daß der seit Jahren schwelende Unmut in der Bevölkerung bisher ohne Folgen blieb. Da hätte auch kein nationaler Normenkontrollrat etwas bewegen können.

Die Verankerung des Schornsteinfegermonopols ist in Bund und Ländern so stabil, daß nur ein Hurrikan es loszureißen vermag. Das Vertragsverletzungsverfahren der Europäischen Behörde gegen die Bundesregierung scheint ein solcher zu sein. Nur diesem gelang es, die Bundesregierung in Zugzwang zu setzen. Aber die Gefahr des Verwässerns der in Angriff genommenen Reform bleibt bestehen. Nützt uns da wenigstens der Normenkontrollrat?

Paul Theisen, Böblingen

 



Nordkurier: Ein König wacht über Usedoms Kamine 8.3.06


 

Paul Theisen


Nordkurier
Online www.nordkurier.de

8.3.2006

Ein König wacht über Usedoms Kamine

Bevor Sie diese Berufsbeschreibung freigaben, hätten Sie Herbert Flath sorgfältig auf die Finger sehen müssen. Denn sein Artikel beschreibt nicht den Berufsalltag heutiger Schornsteinfeger. Die Gegenüberstellung mit Fußballern und Ärzten verschafft Prestige. Hauptschule genügt, um Schornsteinfeger zu werden. Diese klettern nicht jeden Tag auf die Häuser, wie es das Foto darstellt, sondern nur gelegentlich. Woanders tragen Schornsteinfeger schneeweiße Halstücher bei ihrer Tätigkeit. Warum nicht in Usedom? Vor der Kamera zeigen sich die Schornsteinfeger jedoch zünftig: Verrußtes Gesicht oder Uniform mit Goldknöpfen.

Beiträge mit falschen Informationen schaden dem Ansehen einer Zeitung. Wäre es da nicht ehrlicher, auch auf die Problematik des in harsche Kritik geratenen Schornsteinfegermonopols einzugehen? Die EU hat die Bundesregierung deretwegen bereits in der Zange. In der Bevölkerung gärt es wegen des Kehrens ihrer sauberen Kamine und der weit übertriebenen Abgasmessungen an ihren Heizkesseln. Das sind die Realitäten. Davon ablenkende Artikel, wie dieser, führen Ihre Leser hinters Licht, statt ihnen reinen Wein einzuschenken.

Paul Theisen, Böblingen

 



Saar-Echo: Die Polizei handelt im göttlichen Auftrag 4.3.06


 

Paul Theisen


Online Redaktion Saar-Echo

4.3.2006

Mit 18 mußte ich ein Koppelschloß tragen, auf dem stand "GOTT MIT UNS". Welches Unheil brachten viele derer, die ein Koppelschloß mit dieser Prägung trugen, über die Menschheit. Solange es Religionen gibt, ist der Name Gottes mißbraucht worden. Da das 2. Gebot Gottes lautet "Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren!", stelle ich mir die Frage, ob dies nicht durch Ministerworte in Franken geschah.

Wer ertragen muß, daß unter Polizeieinsatz sein Schornsteinfeger aufgrund eines gültigen Gesetzes seinen blitzsauberen Kamin kehrt, der mag sich gemäß der Ministerworte gefühlt haben, Gott strafe ihn. Die Polizeibeamten fühlten sich im göttlichen Auftrag handelnd, als sie den Unsinn durch ihre Gegenwart erst ermöglichten.

Gesetze sind Menschenwerk - die guten und die schlechten Gesetze. Wie handelten die gesetzestreuen Polizeibeamten unter Hitler? Sie lieferten zwar diejenigen ans Messer, die wir als Helden und Martyrer verehren. Wie sagte Minister Beckstein? "Die Aufgaben wurden von Gott übertragen". Vom Gewissen war nicht die Rede.

Paul Theisen, Böblingen

 



Pforzheimer Zeitung: Telefonaktion zum Thema Heizen mit Holz 21.1.06


 

Paul Theisen


Pforzheimer Zeitung
juergen.metkemeyer@pz-news.de

21.1.2006

Leserbrief zum Artikel von Susanne Knöller
Zu der Telefonaktion zum Thema Heizen mit Holz am 18.1.06
http://www.pz-news.de/service/sonstige/77000/

Schenkt man den Beratern Glauben, sind die Pellets deshalb empfehlenswert, weil sie billig sind und nur die CO2-Menge abgeben, die sie während des Wachstums aufnahmen. Wem es aber nur auf die Kosten ankommt, der sollte folgendes bedenken: Die Anschaffung einer Pelletheizung kostet etwa das Doppelte einer Öl- oder Gasheizung. Daß der jetzige Preisunterschied zu Öl und Gas bleibt, ist trotz weiterer Öl- und Gaspreiserhöhungen unwahrscheinlich. Nehmen nämlich die Pelletheizungen stark zu, reicht das bisher verwendete Abfallholz bei weitem nicht mehr aus. Sodann muß eigens geschlagenes Scheitholz verwendet werden, was zu höheren Kosten führen muß. Daß ein Zerkleinern der Holzscheite, sowie das Trocknen und Pressen zu Pellets einen beachtlichen Energieaufwand erfordert, sollte bei der Umweltbilanz ins Kalkül gezogen werden. Die Scheitholzverbrennung ist übrigens jüngst wegen ihrer hohen Feinstaubemission ins Gerede gekommen.

Paul Theisen, Böblingen

 



Passauer Presse: Schreck für Kaminkehrer: Beim Ausbrennen brennt das Dach 20.1.06


 

Paul Theisen


Passauer Neue Presse
pnp@vgp.de

20.1.2006

Zu PNP (Simbach) vom Freitag, 20. Januar 2006
Schreck für Kaminkehrer: Beim Ausbrennen brennt das Dach

Sehr geehrte Damen und Herren,

der genannte Zeitungsbericht hat mich zutiefst schockiert. Wie naiv sind die Feuerwehrleute, daß sie den Kaminkehrer für schuldlos halten? Wenn Sie wollen, veröffentlichen Sie diesen Text als Leserbrief, den ich auszugsweise meinem Internet-Gästebuch entnommen habe:
www.guestbook4you.de/gb.php?user=paul.theisen

Schreck für Kaminkehrer: Beim Ausbrennen brennt das Dach

Bevor der Chirurg einen Eingriff macht, wird der Patient geröntgt oder einer Sonographie unterzogen, oder beides wird gemacht. Entzündet aber ein Kaminkehrer inmitten des Hauses ein offenes Feuer, verläßt er sich nur auf seinen stählernen Kehrbesen. Der Chirurg kann von dem Einkommen des Kaminkehrers nur träumen. Aber er handelt voller Verantwortung, was für den Kaminkehrer ein Fremdwort ist.

Paul Theisen, Böblingen

 



Sindelfinger Zeitung: Ablauf des diesjährigen Neujahrsempfangs 11.1.06


 

Paul Theisen


Redaktion Sindelfinger Zeitung
redaktion@szbz.de

11.1.2006

Betreff: Ablauf des diesjährigen Neujahrsempfangs

Zu Ihrem Bericht vom 9. Januar über den Neujahrsempfang des OB Dr.Vöhringer:

Daß jeder dritte Deutsche mehr oder weniger abergläubisch ist, ist eine Begleiterscheinung unserer Zeit; gemäß dem Ausspruch "Wo der Glaube schwindet, macht sich der Aberglaube breit". Daß ein Oberbürgermeister flankiert von zwei Schornsteinfegern zum Jahresbeginn Hunderte von Händen schüttelt, die danach aus der Hand eines der "Glücksbringer" einen Glückscent empfangen, ist eine praktizierte abergläubische Amtshandlung. Selbst wenn der OB dies als Gag ansehen mag, leistete er damit dem wachsenden Aberglauben - auf primitive Art und Weise - Vorschub.

In den vergangenen Jahren sah man die Schornsteinfeger in der Adventszeit auf öffentlichen Plätzen, um den Medien ihr mitleidiges Herz für Kinder zu offenbaren: Mit einer Sammelbüchse baten sie um milde Gaben für notleidende äthiopische Kinder. Da diese verkappten Werbeveranstaltungen allmählich durchschaut sind, änderte die Schornsteinfegerlobby ihre Strategie. Nun erscheinen sie in schwarzer Uniform mit Goldknöpfen und Zylinder im Gegensatz zu früher gehäuft zum Jahreswechsel in den Rathäusern und Landratsämtern, um sich in einer Imagekampagne den geladenen Medien als die Glücksbringer der Nation zu präsentieren. Das Sindelfinger Spektakel finde ich als die beschämendeste Darbietung ihrer Art.

Der Fortbestand des Schornsteinfegermonopols ist ernsthaft bedroht. Eine Liberalisierung mit tiefen Einschnitten bisheriger Schornsteinfegertätigkeiten, die das Verfassungsgericht von Rheinland/Pfalz als Scheindienstleistungen bezeichnet, kommt auf die Schornsteinfeger zu. Dagegen wehren sie sich mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln. Das ist ihnen in Sindelfingen glänzend gelungen.

Paul Theisen, Böblingen

 



FAZ: "Marode Gebäude, marode Finanzen ..." 11.1.06


 

Paul Theisen


F.A.Z.
Redaktion "Briefe an die Herausgeber"
REDAKTION@FAZ.DE

11.1.2006

Betreff: Zu "Marode Gebäude, marode Finanzen ..." (F.A.Z. vom 7. Januar):

Die Tragödie von Bad Reichenhall hätte vermieden werden können, wenn der Gesetzgeber die ihm bekannten Gefahrenpotentiale mit gleicher Elle messen würde und dementsprechende Kontrollmaßnahmen verordnete. Die Dachkonstruktion der Schwimmhalle besteht lt. Pressemeldungen aus Leimholz. Der Statiker weiß, daß deren Stabilität auf dem permanenten Zusammenhalt der verleimten Lamellen beruht. Ist der nicht mehr gegeben, sinkt deren Widerstandsmoment und damit die Tragkraft der Dachkonstruktion. Es ist ferner lt. Pressemeldungen in Fachkreisen bekannt, daß auch gewisse Industriekleber altern. Dies wird durch Nässeeinwirkung noch verstärkt.

Diese Fakten hätte der Gesetzgeber nicht übersehen dürfen. Ohne Drängen von schlagkräftigen Lobbyisten, wie es woanders geschieht, hätten unbedingt Kontrollmaßnahmen gesetzlich verordnet werden müssen. Wer dem Betreiber die alleinige Schuld zuweist, macht es sich zu leicht! Unser Staat greift mit Hilfe fragwürdiger Gesetze und Verordnungen in die banalsten Angelegenheiten ein. Gefahrenpotentiale werden hochgeschraubt, um ihnen durch strenge Gesetze und Verordnungen zu begegnen. Bis zum Exzeß wird z.B. die umstrittene häusliche Feuersicherheit durchgepeitscht, die uns pro Jahr etwa 2 Mrd. Euro kostet. Eine Flut von Überregulierungen schwächt die Eigenverantwortung und verhindert, eigene kostspielige Sicherheitsmaßnahmen in die Wege zu leiten. Man schenkt lieber dem vermeintlich gut beratenen Gesetzgeber Vertrauen.

Paul Theisen, Böblingen

 



Pforzheimer Ztg: Brettener OB Paul Metzger mahnt mehr Solidarität an 9.1.06


 

Paul Theisen


Pforzheimer Zeitung

9.1.2006

Betreff: Beim Brettener Neujahrsempfang mahnt OB Paul Metzger mehr Solidarität an

Da lassen sich Oberbürgermeister und Bürgermeister ausgerechnet im Kreise von Vertretern derjenigen Zunft vereint ablichten, die nach den Worten des Oberbürgermeisters "Besitzstände mit Zähnen und Klauen verteidigt". Was soll diese Show? Wer von "Regelungswahn" und "Vorschriftenwut" spricht, sollte sich tunlichst von Schornsteinfegern fernhalten.

Hat es sich noch nicht bis Bretten herumgesprochen, daß die Besitzstände der Schornsteinfeger bedroht sind? Das aber nur, weil ihr nutzloses Kehren und Messen bei unseren modernen Heizungen nicht mehr erforderlich ist. Die vielpropagierte Brandgefahr ist nur angstmachende Propaganda. Das antiquierte Schornsteinfegergesetz nazistischen Ursprungs dient dazu als Grundlage. Zum Glück haben EU und Bundesländer das Schornsteinfegermonopol in die Zange genommen.

Das Schornsteinfegergesetz und die ländereigenen Kehr- und Prüfungsordnungen gehören zweifellos zu dem vom Oberbürgermeister erwähnten "Gesetzesdschungel mit einem unsäglichen Dickicht an Verwaltungs- und Durchführungsvorschriften". Wie recht hat der Oberbürgermeister zudem, wenn er sagt "Ich wünsche mir von der Bundesregierung nicht ständig neue Gesetze, die sie nicht einhalten, umsetzen oder finanzieren kann, sondern das Ausmisten überzogener, die Menschen überfordernder Vorschriften".

Respekt vor den Metzgern und Bäckern mit ihren Neujahrsgaben für die Altenheime. Was soll das billige primitivabergläubische Getue mit dem Glückscent? Wenn das Melanchthon wüßte.

Paul Theisen, Böblingen

 



Herten: BSFM wünschen Bürgermeister alles Glück der Welt 7.1.06


 

Paul Theisen


pressestelle@herten.de

7.1.2006

Betreff: BSFM wünschen Bürgermeister alles Glück der Welt

Sehr geehrte Damen und Herren,

in den vergangenen Jahren veranstalteten die Schornsteinfeger in der Adventszeit auf öffentlichen Plätzen ihre Selbstdarstellung als mitleidende Spendensammler für äthiopische Kinder. Nachdem dieser Werbetrick von den Bürgern durchschaut worden ist, wenden sie sich nun vermehrt an die Landräte und Bürgermeister, um sich mit einschmeichelnden Floskeln als Glücksbringer anzubiedern. In Herten betonen sie die gute Zusammenarbeit, geben nützliche Tips und warnen vor Scharlatanen, die ihnen angeblich den Rang als zukünftige Energieberater streitig machten. Für diese erstrebenswerte Tätigkeit werben sie als neutrale Experten. Dabei sind sie weder neutral noch Experten.

Experte für Energieberatung ist man nicht, wenn man favorisierte Fachbetriebe oder Fabrikate im Eigennutz empfiehlt, wie es geschah. Experte für Energieberatung wird man aber auch nicht, wenn man ein Handwerk erlernt hat, das den Hauptschulabschluß voraussetzt und nach einem Fortbildungskurs mit Fachkenntnissen protzt, die Ingenieure besitzen. Energieberatung erfordert neben gediegenen Grundkenntnissen ein umfangreiches Fachwissen.

Warum lassen Sie, als Pressestelle, sich derart instrumentalisieren. Erkennen Sie denn nicht die versteckten Werbetricks der Schornsteinfeger? Daß den Schornsteinfegern das Wasser bis zum Halse steht, sollte sich auch in Herten herumgesprochen haben. Wissen Sie, daß gegen die Bundesregierung ein Vertragsverletzungsverfahren läuft, das die Praktiken des Schornsteinfegermonopols betrifft? Wissen Sie auch, daß sich in der Bevölkerung zunehmender Widerstand gegen die überwiegend nutzlosen Tätigkeiten der Schornsteinfeger regt? Bitte informieren Sie sich und werfen Sie doch mal einen Blick auf meine Internetseite www.schofeg.de und die meiner Mitstreiter, samt zugehörigen Gästebüchern und Foren.

Paul Theisen, Böblingen

 



Sächsische Zeitung: Schornsteinfeger fiel vom Dach 7.1.06


 

Paul Theisen


Online Sächsische Zeitung

7.1.2006

Schornsteinfeger fiel vom Dach

Es vergeht kein Winter, in dem nicht mindestens ein Schornsteinfeger wegen Glätte vom Dach fällt; dazu addieren sich die Verunglückten in der warmen Jahreszeit. Berufsrisiko? Nein! Die Kamine können ebenso gut von der innerhäuslichen Kehröffnung aus mit einer handelsüblichen Haspel gekehrt werden. Aber dort oben wird der Schornsteinfeger schon von weitem wahrgenommen und geschätzt. In dieser Position lassen sie sich auch mit Vorliebe in voller Montur für die Medien abbilden oder filmen.

Übrigens brauchen die Kamine der weit verbreiteten Öl- und Gasheizungen nie gekehrt zu werden. Gas hinterläßt bei der Verbrennung keine festen Rückstände. Die wenigen festen Rückstände der Ölheizungen fallen von alleine auf die Kaminsohle herab. Beim Kehren mit dem harten Stahlbesen gesellt sich der Wandabrieb dazu. Die "Dachturnerei" dient den Schornsteinfegern als einprägsames Werbemittel. Damit wollen sie die Notwendigkeit ihrer -mehr und mehr in Zweifel gezogenen - zumeist nutzlosen Tätigkeiten darstellen. Diese wurden vom Verfassungsgericht von Rheinland/Pfalz Scheintätigkeiten genannt.

Vermeidbare riskante berufliche Tätigleiten sollten dringend geahndet werden. Würden die Angehörigen dieser "Kehropfer", ob sie überleben oder nicht, Anzeige erstatten, fände der leichtfertige Umgang mit Menschenleben zum Zwecke reiner Selbstdarstellung endlich ein Ende. Ein positiver Nebeneffekt wäre die Kostenersparnis für die aufwendige Dachbegehungsanlage zum Kamin.

Paul Theisen, Böblingen

 



STGN: Berichterstattung Katastrophe Bad Reichenhall 5.1.06


 

Paul Theisen


Online Redaktion Stuttgarter Nachrichten

5.1.2006

Zu Ihrer Berichterstattung zur Katastrophe von Bad Reichenhall:

Wäre der Einsturz in Bad Reichenhall nicht vermeidbar gewesen? Die Dachkonstruktion der Eissporthalle besteht lt. Pressemeldung aus Leimholz. Jeder Statiker weiß, daß die Stabilität der verleimten Balken auf dem permanenten Zusammenhalt der verleimten Schichten beruht. Ist dieser nicht gegeben, sinkt das Widerstandsmoment und damit die Tragkraft der Dachbalken. Nässeeinwirkung spielt noch eine verheerende Rolle. Es ist lt. Pressemeldung in Fachkreisen bekannt, daß auch die Klebewirkung gewisser Industriekleber nachläßt.

Der Gesetzgeber hat ein Faible für das jährliche Kehren unserer sauberen Kamine, um angeblich Gefahren für Mensch und Umwelt vorzubeugen. Daß mit Leimholz versehene Dachkonstruktionen schlummernde Gefahrenherde sind, wird unter den Teppich gekehrt. Warum ist der Gesetzgeber dort so nachlässig, wo verheerende Katastrophen möglich sind, während er Peanuts im Heizraum hochspielt? Warum hat er es versäumt, zumindest mit Leimholz versehene Dachkonstruktionen einer regelmäßigen Überprüfung unterziehen zu lassen?

Paul Theisen, Böblingen

 



Schwäbische Zeitung: Heizung erweist sich als Schwachstelle 4.1.06


 

Paul Theisen


Redaktion Schwäbische Zeitung Online
www.szon.de/lokales/riedlingen/stadt/200601040034.html

4.1.2006

Heizung erweist sich als Schwachstelle

Energieberater mit einem derart vollmundigen Einsparpotential von 40 % an fossilen Brennstoffen sind in meinen Augen Scharlatane. Es sei denn, Heizkessel und Brenner sind noch von Anno Tobak, was aber kaum möglich sein kann. Falls auch noch der geeignete Fachbetrieb empfohlen wird, stehen handfeste Interessen dahinter.

Paul Theisen, Böblingen

 



Mittelbayerische: Glücksboten beschäftigen sich heute mit Energieberatung 3.1.06


 

Paul Theisen


Redaktion Mittelbayerische

3.1.2006

Glücksboten beschäftigen sich heute mit Energieberatung

Würden die im Landratsamt erschienenen Kaminkehrer nur einen durch den technischen Fortschritt überholten Beruf repräsentieren wollen, so wäre - trotz der Förderung primitiven Aberglaubens - gegen die Einladung nichts einzuwenden. Da das Schornsteinfegermonopol aber dank des Vertragsverletzungsverfahrens der EU auf dem Spiel steht, ist der Werbeeffekt der Kaminkehrer erkennbar. Dem sollte der Landrat nicht auch noch Vorschub leisten. Da die Energieberatertätigkeit der Kaminkehrer auf wackligen Füßen steht, ist es verständlich, daß diese ihre Kompetenz zu betonen versuchen. Eine kompetente Energieberatung benötigt das Basiswissen eines Ingenieurs, das man bei der mangelnden Vorbildung der Kaminkehrer (Hauptschulabschluß) nicht in Fortbildungskursen erlangen kann. Mit der Empfehlung gewisser Fabrikate oder Heiztechniken ist es nicht getan.

Paul Theisen, Böblingen

 



Parchimer Zeitung: Weihnachten in die gute und vor allem warme Stube laden 16.12.05


 

Paul Theisen


Parchimer Zeitung Online

16.12.2005

Weihnachten in die gute und vor allem warme Stube laden

Sie brechen eine Lanze für den gelb-rot-blauen Ring. Da Sie aber das Gesundheitsamt als hygienische Prüfbehörde in den Kreis derer einschließen, die für die mollige Wärme zu sorgen haben, machen sie den Bock zum Gärtner. Ärzte und Schornsteinfeger nur deshalb in einen Topf zu werfen, weil Sie beide den Prüfbehörden zuordnen, ist an den Haaren herbeigezogen und dürfte keinen Arzt der Gesundheitsbehörde erfreuen. Der Artikel riecht sowohl nach Werbung als auch an Erichs Zeiten. Übrigens ist der Schornsteinfeger keine Prüfbehörde, sondern ein beliehener Unternehmer. Als solcher hat er die unrühmliche Aufgabe, unsere betriebsicheren Heizanlagen mit größtenteils nutzlosen Dienstleistungen zu "beglücken".

Sind die Angaben über die gewünschten Zimmertemperaturen von 21 bis 25 Grad nicht ein bißchen zu hoch gegriffen? Wer sich in diesem Temperaturbereich wohl fühlt, lebt nicht nur ungesund, sondern strapaziert seinen Geldbeutel und die Umwelt. Jedes Grad zuviel kostet etwa 7 Prozent mehr an Heizkosten. Ich fühle mich bei 20 Grad am wohlsten.

Paul Theisen, Böblingen

 



Berliner Morgenpost: Schornsteinfeger darf auf jeden Fall ins Haus 13.10.05.


 

Paul Theisen


Berliner Morgenost Online

13.10.2005

Schornsteinfeger darf auf jeden Fall ins Haus

Worin besteht die Verrichtung der Arbeit des Schornsteinfegers? Er kehrt überwiegend Kamine, in denen es nichts mehr zu kehren gibt. Das geschieht bei sämtlichen Öl- und Gasheizungen. Ich fühle mich dabei jedes Mal in die Lage eines hoffnungslosen Glatzkopfes versetzt, dem der fürsorgliche Staat ein hochwirksames Haarpflegemittel mitsamt einem bruchfesten Kamm gegen eine saftige Gebühr verordnet - und das Jahr für Jahr.

Das jährliche Messen der Abgase meines stationären Heizkessels ist im Vergleich zur ASU meines vielstrapazierten Autos viel zu häufig. Bei gewarteten Anlagen ist es eine überflüssige Zweitmessung.

Wer ungebeten in mein Haus kommt, um nutzlose Tätigkeiten zu verrichten, begeht nach Art.13 Abs.7 des Grundgesetzes (Unverletzlichkeit der Wohnung) Hausfriedensbruch.

Paul Theisen, Böblingen

 



Die Welt: Denkmäler und Oldtimer 11.9.05.


 

Paul Theisen


Die Welt Online

11.9.2005

Denkmäler und Oldtimer

Was Glücksbringer bei Aktivitäten zum Denkmalschutz eines altehrwürdigen Gotteshauses zu suchen haben, will mir nicht in den Kopf. Da hört der Spaß auf! Die Schornsteinfeger mögen sich in rein profanen Angelegenheiten zwecks notwendiger Imagewerbung als Glücksbringer in den Vordergrund spielen, sofern sie erwünscht sind. Wo aber Kultur mit im Spiel ist, hat die Verkörperung eines primitiven Aberglaubens nicht das Geringste zu suchen. Genügt es nicht schon, daß mit Hilfe des Glücksspiels Geld aufgetrieben werden muß, wozu sich die Jungs vom HSV als Losverkäufer zur Verfügung stellen?

Paul Theisen, Böblingen

 



MVregio: Umweltminister Methling würdigt Leistung der Schornsteinfeger zum Schutz des Klimas 27.8.2005.


 

Paul Theisen


MVregio Mecklenburg-Vorpommern

presse@mvregio.de

27.8.2005

Betreff: Umweltminister Methling würdigt Leistung der Schornsteinfeger zum Schutz des Klimas

Nach der Lektüre des Artikels in MVregio vom 27.8.05 "Umweltminister Methling würdigt Leistung der Schornsteinfeger zum Schutz des Klimas" fühlte ich mich wie "aus allen Wolken gefallen". Ich gewann den Endruck, der Minister sei nicht dem Bürger verpflichtet, sondern sei der politische Schutzpatron der Schornsteinfeger. Was schwafelt er so daher: man merkt doch, daß er "von Tuten und Blasen keine Ahnung hat". Die Tatsachen sprechen dagegen, ob es Sinn macht, dieses unökonomische und der Sicherheit und Umwelt wenig dienliche Schornsteinfegermonopol weiterhin aufrechtzuerhalten, was der Minister natürlich als notwendig erachtet. Alles leere Worthülsen!

Auf der Internetseite http://www.schofeg.de/unglaubliches.htm habe ich aufgrund einer dpa- Meldung des Umweltministeriums von M-V in der Ostseezeitung nachgewiesen, daß die Meßkosten der Schornsteinfeger sich erst bei einem Heizölpreis von 10 Euro rechnen.

Paul Theisen, Böblingen

 



KRZ Böblingen: Antwort auf einen Leserbrief 26.8.2005.


 

Paul Theisen


KRZ Böblingen

krz@bb-live.de

26.8.2005

Den folgenden Text sandte ich heute an die Kreiszeitung Böblingen als Antwort auf einen gestrigen Leserbrief, der sich im Anhang befindet:

Wer in die Enge getrieben wird, erwehrt sich seiner Kritiker durch billige Diffamierungen. Dr. Goebbels war darin Meister. Mit einem derartigen Versuch schoß sich Arthur Gerlach mit seinem Leserbrief vom 25.8. in der KRZ ein Eigentor. Daß ich seine Behauptungen nicht ohne weiteres hinnehme, hätte er sich denken können.

Als im Jahre 1996 ein Professor der Berliner Humboldt-Universität seiner erzwungenen kurzzeitigen Zugehörigkeit zur Waffen-SS in die öffentliche Kritik geriet, schrieb ich meine eigenen diesbezüglichen Erfahrungen in einem Leserbrief an die FAZ nieder. Auf einer rechten Internetseite fanden Schornsteinfeger später einen Hinweis auf diesen Brief, den sie sich vermutlich bei der FAZ-Redaktion verschafften. Sie kopierten ihn in mein Internet-Gästebuch und ich übernahm ihn auf meine Homepage.

Ich war nun Zielscheibe verbaler Kritik seitens der schwarzen Zunft. Austragungsmedium von häufigen Beschuldigungen und Drohungen übelster Art ist in der Regel mein Internet-Gästebuch; es erreichen mich auch Drohanrufe. Der Tenor der Angriffe lautet: Theisen war am Holocaust beteiligt und hat entsprechende Konsequenzen zu ziehen; auch Morddrohungen erfolgen.

Höhepunkt ist ein Drohbrief aus Tel Aviv, der samt meinem Leserbrief von 1996 auf meiner Homepage nachzulesen ist unter
http://www.schofeg.de/brief-aus-israel.html .

Paul Theisen, Böblingen

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Anhang: Der gestrige Leserbrief:

Keine Steine werfen

Zum Leserbrief "Reizfigur Schornsteinfeger", KRZ vom 11. August.

Es ist schon mehr als verwunderlich, dass gerade Herr Theisen immer wieder versucht das Schornsteinfegerwesen als eine geheime Organisation des "Dritten Reiches" zu deklarieren. Beim Reichsversicherungsgesetz hat er diesbezüglich keine Probleme.

Nach einer schriftlichen Mitteilung seinerseits, bei dem er seine, natürlich völlig unschuldige Mitgliedschaft in einer besonders für ihre Grausamkeiten bekannten Abteilung zugegeben hat, ohne jedoch seine Einheit zu nennen (man kann es auch als Bekennerschreiben ansehen), ist jeder Kommentar über seine Doppel-Moral überflüssig.

Man kann ja verstehen, dass er den schönsten Jahren seines Lebens, der Jugend, durch dieses grausame und menschenverachtende System beraubt wurde. Er scheint aber daraus nichts gelernt zu haben und wendet in seinen Hasstiraden gegenüber dem Schornsteinfegerhandwerk ähnliche Methoden an. Nichts verlernt?

Arthur Gerlach, Herrenberg

 



Frankf. Neue Presse: Kampf um Schornstein entbrannt 16.8.05.


 

Paul Theisen


Frankfurter Neue Presse

fnp.leserbriefe@fsd.de

16.8.2005

Ihr Artikel vom 14.8. "Kampf um Schornstein entbrannt"

Der Artikel vermittelt den Eindruck, es seien lediglich dringend notwendige Dienstleistungen im Sinne der EU umzugestalten. Kritischer Sachverstand hat längst erkannt, daß es sich überwiegend um Scheindienstleistungen handelt, die uns ständig aufs Auge gedrückt werden. Hat sich denn in den deutschen Heizräumen nichts getan? Vor gut 40 Jahren begannen die stark rußenden Festbrennstoffe dem rußarmen Öl und dem rußfreien Gas Platz zu machen. Nur die wenigsten Kamine brauchen heute noch gekehrt zu werden. Wie verhält es sich mit den Abgasen? Müssen die unserer Heizkessel denn häufiger gemessen werden als die unseres vielstrapazierten Autos? Eine Messung alle 5 Jahre ist schon zuviel.

Blicken wir doch einmal über die Grenzen: Die vielen CO-Opfer in Belgien und Frankreich sind längst widerlegt. Die dortigen Häuser brennen nicht häufiger ab als die unseren. Warum hat die BRD mehr Schornsteinfeger als unsere westlichen Nachbarn, Großbritannien und die USA zusammen? Weil eine schlagkräftige Lobby den Blick unserer Politiker für die nackten Tatsachen getrübt hat. Das zwingend notwendige Kehren sauberer Kamine begründen die Aufsichtsbehörden mit "möglichen schädlichen Umwelteinwirkungen und Gefahren für die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft". Welch ein praktizierter Schwachsinn!

Bad und Küche gefährden uns mehr als der Heizraum. Da sie aber von keiner adäquaten schlagkräftigen Lobby ins Visier genommen wurden, hält sich der Staat da heraus. Seine Oberaufsicht über den Heizraum sollte er schleunigst an den Nagel hängen. Denn marktwirtschaftliche Mechanismen regulieren es besser als jeder Staat. Das haben andere Staaten schon längst erkannt. Das in der NS-Zeit begründete Relikt Schornsteinfegermonopol mit seinen festgefügten Kehrbezirken hat allein schon deshalb keine Daseinsberechtigung mehr, weil es uns im Jahr etwa 2 Mrd. Euro kostet!

Paul Theisen, Böblingen

 



Stgt. Nachr.: Reizfigur Schornsteinfeger 8. August 2005


 

Paul Theisen


Stuttgarter Nachrichten Online

8.8.2005

Reizfigur Schornsteinfeger

Die dpa-Fotoserie in dem Artikel von Rainer Wehaus vom 5.8. zeigt Charme und Wohlwollen. Ganz anders, wenn die Schornsteinfeger den "Normalbürgern" auf die Pelle rücken. Mit ihren erzwungenen kostspieligen Scheindienstleistungen sind sie denen schon lange ein Dorn im Auge. Nicht nur die Doppelmessungen, die Minister Pfister nennt, erregen Ärger. Fast alle Tätigkeiten der Schornsteinfeger werden als überflüssig, oder weit übertrieben, angesehen. Es ist nicht die Sache des Staates, die Oberaufsicht im Heizraum auszuüben. Die Marktwirtschaft bietet genügend Regulierungsmöglichkeiten zur Gewährung von Sicherheit und Umweltschutz, sofern der Staat die Rahmenbedingungen festlegt. Mehr sollte der Staat nicht tun!

Es rächt sich bitter, daß die große Koalition 1969 das Schornsteinfegermonopol mit den in der NS-Zeit erlassenen Verordnungen nahezu unverändert übernommen hat; damit verbunden ist die fragwürdige Fürsorgepflicht gegenüber den Schornsteinfegern. Die braunen Machthaber gliederten das Deutsche Reich mit Bedacht in Kehrbezirke, weil sie damit höherrangigere Ziele als das Kaminkehren verfolgten.

Unser freiheitlich demokratischer Rechtsstaat braucht keine Kehrbezirke mehr. Neben dem Kehrmonopol hat unbedingt auch das dubiose Schornsteinfegergesetz zu verschwinden. Es ist kein Ruhmesblatt für Deutschland, daß die EU ihm den Marsch blasen muß. Jenseits der Grenzen rümpft man sich unseres anrüchigen "Schornsteinfegersyndroms" wegen schon lange die Nase.

Paul Theisen, Böblingen

 



Die Welt: Monopol der Schornsteinfeger soll fallen 1.8.05


 

Paul Theisen


Die Welt Online

1.8.2005

Monopol der Schornsteinfeger soll fallen

Endlich kapieren es auch die überregionalen Verbände, daß die Zeit des staatlich gestützten Schornsteinfegermonopols abgelaufen ist. Mit dem Monopol muß aber auch das Schornsteinfegergesetz verschwinden. Haben wir etwa ein Elektrikergesetz, obwohl ein solches in den vollelektrisierten Häusern eher notwendig wäre? Es ist nicht die Aufgabe des Staates, seine Nase in unsere hochtechnisierten Behausungen zu stecken, um dort die Oberaufsicht auszuüben!

Paul Theisen, Böblingen

 



Appenzeller Ztg: 100 Jahre Kaminfegermeisterverband 21.7.05.


 

Paul Theisen


Online Appenzeller Zeitung

21.7.2005

Zu Ihrem Artikel vom 21.7.05 "100 Jahre Kaminfegermeisterverband"

In dem Artikel vom 21.7. "100 Jahre Kaminfegermeisterverband" macht der Appenzellische Kaminfegermeisterverband auf sich aufmerksam. Er benennt aber auch seine modernen Arbeitsgebiete Umweltschutz und Energiesparen. Obgleich die in den Schweizer Kantonen verordneten Tätigkeiten der Kaminkehrer nicht exakt denen der deutschen Schornsteinfeger entsprechen, möchte ich dennoch die Notwendigkeit der beiden genannten neuen Arbeitsgebiete in Zweifel ziehen. Ihr besonderer Einsatz für Umweltschutz und Energiesparen wird von den deutschen Schornsteinfegern bei jeder sich bietenden Gelegenheit betont. Eine dpa-Meldung aus dem Jahre 2003 veranlaßte mich, die von den Schornsteinfegern veröffentlichten Daten unter die Lupe zu nehmen. Das vernichtende Ergebnis meiner Berechnungen ist nachzulesen unter http://www.schofeg.de/unglaubliches.htm .

Ich bin der Meinung, daß die hohen Energiepreise genügen, um ein optimales ökonomisches und ökologisches Verhalten der Bürger zu erzielen. Warum läßt denn der Staat bei den Heizungen die Kaminfeger mitmischen? Zeigt doch das ökonomische Verhalten der Bürger bei der Anschaffung und dem Gebrauch von elektrischen Geräten, daß es auch so läuft.

Paul Theisen, Böblingen

 



MAZ: Anderen aufs Dach steigen 15.7.05.


 

Paul Theisen


Online MAZ chefredaktion@MAZonline.de

15.7.2005

Zu Ihrem Artikel vom 14.7.05
"Anderen aufs Dach steigen"

Es ist seltsam, daß heutzutage bereits Lehrlinge vor der Presse Starallüren zeigen. Es sind aber nur die von der bedrohten schwarzen Zunft, deren Zeit abgelaufen ist. Die Schornsteine der weitverbreiteten Öl- und Gasheizungen brauchen nicht mehr gekehrt zu werden; nur der Rest sollte es noch. Die Messungen an den Heizkesseln macht das Fachhandwerk ohnehin schon. Die in dem Artikel geschilderte lebensgefährliche Dachbesteigung ist nur Schau, die das Besondere dieses beruflichen Reliktes hervorhebt. Unsere häuslichen Schornsteine lassen sich auch ohne Gefährdungen im Hausinnern kehren. Dazu brauchen wir weder Kehrbezirke noch ein Staatsmonopol.

Paul Theisen, Böblingen

 



WAZ: Recklinghäuser erstickte im Keller-Schlafraum 2.7.05.


 

Paul Theisen


Online WAZ meinungsforum@waz.de

2.7.2005

Zum Artikel "Recklinghäuser erstickte im Keller-Schlafraum"

Ein auf dem Markt befindlicher CO-Melder hätte dem Mann höchstwahrscheinlich das Leben gerettet. Für diese Melder machen sich die stets um Sicherheit bemühten Schornsteinfeger nicht stark, dagegen plädieren sie für das unsinnige Kehren sauberer Kamine und die überflüssigen Doppelmessungen. Die ihre Existenz bedrohenden vollautomatischen Sicherheitseinrichtungen fürchten die Schornsteinfeger wie der Teufel das Weihwasser. Somit werden CO-Melder in unserem auf höchste Sicherheit bedachten Land weder empfohlen noch vorgeschrieben; statt dessen muß ab und zu jemand sterben. Hätte Richter Vogt sich nicht kundig machen müssen, bevor er diesen Fall behandelte?

Paul Theisen, Böblingen

 



Südkurier: Wir sind bereit, alte Zöpfe abzuschneiden 22.6.05.


 

Paul Theisen


Online http://www.suedkurier.de/service/kontakt/

22.6.2005

Zum Artikel "Wir sind bereit, alte Zöpfe abzuschneiden"

Das Geplärre der Schornsteinfeger nimmt wachsende psychotische Züge an. Wäre es ihnen ernst mit ihrer Bereitschaft, alte Zöpfe abzuschneiden, dann nähmen sie zuallererst eine Nabelschau mit Bestandsaufnahme vor. Moderne Öl- und Gasheizungen benötigen nicht mehr die Dienste eines Schornsteinfegers, weil es dort nichts zu kehren gibt. Warum sind die Abgasmessungen des Fachhandwerks beim PKW rechtens, aber nicht die bei unserer Heizung? Warum wird dort häufiger gemessen als beim PKW? Seltener wäre richtig! Nur wo mit Holz oder Kohle geheizt wird, sollte der Kamin gekehrt werden. Da darf aber kein Staat mitmischen. In Frankreich sind es die Feuerversicherungen, die mit geschickter Prämiengestaltung fürs notwendige Kaminkehren sorgen. Sind die westlichen Regierungen etwa fahrlässiger als unsere?

Paul Theisen, Böblingen

 



Kölner Stadtanzeiger: Hier fegt die schwarze Frau 10.6.05.


 

Paul Theisen


Kölner Stadtanzeiger Online

10.6.2005

Zum Artikel "Hier fegt die schwarze Frau"

Ihr Artikel vom 10.6. "Hier fegt die schwarze Frau" von Bianca Hammes bedarf einiger Anmerkungen. Der unbefangene Leser sieht sich in die ehemalige Schornsteinfegerwelt versetzt, in der alle Kamine noch voller rußigem Rauch waren. Jedenfalls vermittelt die hyperaktive, einen 18-Stunden-Tag bewältigende, Bezirksschornsteinfegermeisterin Heidrun Kruber diesen Eindruck, wenn sie damit protzt, in Leverkusen für saubere Schächte gesorgt zu haben. Heute sind fast alle deutschen Kamine sauber oder blitzsauber. Stünden sie in französischen Häusern, käme der Schornsteinfeger nur dann, wenn er gerufen wird. Nur wer Holz oder Kohle verfeuert, denkt dort daran, falls er nicht selber kehrt.

Bei uns wird diese, und noch viele andere, kostspielige Scheindienstleistung zwangsweise vollführt. Ohne dieses Muß wäre die Zahl der deutschen Schornsteinfeger nur noch ein winziges Häuflein, was auch Heidrun Kruber befürchtet. Mit ihrem Statement "Das liegt bestimmt auch daran, daß viele Menschen uns irgendwo immer noch als Glücksbringer ansehen", offenbart sie die schmählich ausgenützte Schwäche der deutschen Abergläubigkeit. Viele drücken wohlwollend auch deswegen ein Auge zu; selbst wenn ihnen aufgegangen ist, daß das ganze Schornsteinfegergedöns nicht notwendig ist.

Paul Theisen, Böblingen

 



Berliner Zeitung: FDP will den Schornsteinfegern an den Zylinder 9.6.05


 

Paul Theisen


Berliner Zeitung online

leserbriefe@berlinonline.de

FDP will den Schornsteinfegern an den Zylinder

Mit dem Aufheben des Schornsteinfegermonopols ist es nicht getan. Auch das Schornsteinfegergesetz muß fallen. Unsere westlichen Nachbarn schütteln den Kopf über unsere deutsche Regelwut. Dringend notwendig ist eine kopernikanische Wende im Heizraum. Warum mißt der Staat dem mehr Bedeutung bei als der gefährlicheren elektrischen Haustechnik? Diese hat das Elektrofachhandwerk fest im Griff. Warum traut der Staat dem Heizungsbauerhandwerk weniger zu? Er läßt nicht nur blitzsaubere Kamine kehren, sondern mißtraut auch dessen Abgasmessungen.

Paul Theisen, Böblingen

 



Berliner Morgenpost: Frau erstickt wegen defekter Gastherme vom 6.6.05


 

Paul Theisen


Berliner Morgenpost Online

6.6.2005

Zum Artikel "Frau erstickt wegen defekter Gastherme"

Der Tod der jungen Frau offenbart die Misere unseres Schornsteinfegerwesens. Die widersprüchliche Bewertung der Ursache des Unglücks durch den Schornsteinfeger läßt erkennen, daß die Frau nicht hätte sterben müssen, wenn eines der auf dem Markt befindlichen leicht erschwinglichen Kohlenmonoxidwarngeräte in dem Badezimmer vorgeschrieben gewesen wäre. Es ist der Schornsteinfegerlobby stets gelungen, derartige automatische Warnanlagen zugunsten ihrer punktuellen jährlichen Überprüfung nicht zum Zuge kommen zu lassen.

Paul Theisen, Böblingen

 



Münchner Merkur: Kaminkehrer sehen schwarz" vom 1.6.05


 

Paul Theisen


Münchner Merkur Online

2.6.2005

Zum Artikel "Kaminkehrer sehen schwarz" vom 1.6.05

in Münchner Merkur / Fürstenfeldbruck

Der Artikel "Kaminkehrer sehen schwarz" offenbart die Auffassung einer Interessengruppe, der es weniger um sinnvolles Handeln geht, sondern um die Verteidigung ihrer einträglichen Pfründe. Da wird der Teufel an die Wand gemalt, als ob in unseren Heizräumen noch die Dreckschleudern von ehedem stünden. Die bekanntesten Abzocker der Nation sollten dieses Wort nicht in den Mund nehmen.

Wer sich in Frankreich den Kamin kehren lassen will, bestellt einen Kaminkehrer oder er macht es selber - ganz nach Belieben. Letztere riskieren lediglich ihren Versicherungsschutz, falls der Kamin brennen sollte, was aber bei den heutigen Öl- und Gasheizungen weniger wahrscheinlich ist, als den Jackpott zu knacken. Nur in den einst von uns besetzten Departements Elsaß und Lothringen besteht eine lockere Kehrpflicht, ähnlich der unseren. Wäre dies vorteilhaft, so hätte es sich in ganz Frankreich durchgesetzt.

Paul Theisen, Böblingen

 



Sonntag Aktuell: Arglos und ausgespäht 25.04.05


 

Paul Theisen


Sonntag aktuell

25.04.2005

"Arglos und ausgespäht"

Neben dem in dem Artikel "Arglos und ausgespäht" beschriebenen Mißbrauch wird auch auf direktem Wege ausgespäht. Die Späher haben in staatlichem Auftrag Zugang in die Häuser: die Schornsteinfeger. In existentielle Bedrängnis geraten, werten sie ihre Tätigkeiten insofern auf, daß sie sich mit der großen Menge in öffentlichem Auftrag zur Verfügung gestellter Daten brüsten. Pro Jahr sollen es bundesweit etwa 180 Millionen Daten sein. Damit wird, so eine ihrer Begründungen, unmittelbar in den Datenschutz des einzelnen Bürgers im Rahmen von Ausnahmeregelungen eingegriffen.

Paul Theisen, Böblingen

 



Südkurier: Kaminfeger kam mit Polizei 31.3.2005


 

Paul Theisen


Südkurier Online

31.3.2005

"Kaminfeger kam mit Polizei"

"Die Polizei dein Freund und Helfer!". Diesen Eindruck hatte Robert Zehnder gewiß nicht, als ein Schornsteinfeger mit Polizeiaufgebot erschien, um seinen sauberen Kamin zu kehren. Wir haben uns schon daran gewöhnt, daß die Schornsteinfeger das Recht haben, unerwünscht unser Haus zu betreten, womit sie gemäß Art. 13 des Grundgesetzes Hausfriedensbruch begehen. Dies wäre noch einsehbar, wenn eine dringende Notwendigkeit bestünde. Bei den allermeisten Tätigkeiten der Schornsteinfeger ist dies heute nicht mehr der Fall.

Mißachten aber Gesetze und Verordnungen den gesunden Menschenverstand, so ist etwas faul im Staate Dänemark. Der Fall Zehnder weckt bei all denen üble Erinnerungen, die die Nazizeit oder die DDR erlebten. Was in Tennenbronn am 29.3. geschah, geschieht mittlerweile vielerorts. Zur Einschüchterung werden auch Zwangsgelder in fünfstelliger Höhe angedroht, und zum Teil gepfändet. Statt die Befolgung unsinniger Gesetze mit Polizeischutz und Zwangsgeldern durchzusetzen, sollten die Gesetze entrümpelt werden, wie es Ministerpräsident Teufel schon vor 2 Jahren gefordert hat?

Paul Theisen, Böblingen

 



Bürgerkonvent 25.3.2005


 

Paul Theisen


Bürgerkonvent Online

25.3.2005

Als das bundesdeutsche Schornsteinfegergesetz (SchfG) 1969 in Kraft trat, wurde vorwiegend mit festen Brennstoffen geheizt. Die Entwicklung der Technik war damals nicht vorauszusehen. Inzwischen kamen mit moderner Elektronik ausgestattete Geräte auf den Markt, die keiner laufenden Kontrolle mehr bedürfen. Dennoch ist es der Schornsteinfegerlobby stets gelungen, die Novellierungen des SchfG zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Es ist kein Geheimnis, daß das SchfG in der Zeit des 3. Reiches im Sinne der damaligen Machthaber zugrundegelegt wurde.

Das Schornsteinfegergesetz ist mittlerweile ein Ärgernis all der Bürger geworden, welche die Sinnlosigkeit der uns aufgebürdeten Dienstleistungen durchschauen. Sie sind besser über ihre Heizanlagen informiert, als der sich als Fachmann aufspielende Schornsteinfeger. Mangels konkreter Kontrollmöglichkeiten führt er zum Beweis seiner Existenzberechtigung ziemlich unsinnigen Hokuspokus vor, und der Bürger fühlt sich verschaukelt.

Es ist unerträglich und menschenunwürdig, wenn dem Bürger auch noch dieser technische Blödsinn per Gesetz aufgezwungen wird. Dies aber nur, weil die Aufsichtsbehörde mit einem unglaublichen technischen Unverständnis einer hirnrissigen Kehr- und Überprüfungsordnung zustimmt und die zuständigen Gerichte blindlings danach urteilen. Der Schornsteinfeger ist ein staatlich sanktionierter Betrüger und der Bürger wird bestraft, wenn er sich nicht betrügen lassen will.

Es ist zutiefst erniedrigend für den Bürger, wenn die Aufsichtsbehörde ihm auf seine Beschwerde hin das Schornsteinfegergesetz entgegenhält, welches er gerade als nicht mehr zutreffend beanstandet. Damit unterstützen die Behörden trotz besseren Wissens den Betrug der Schornsteinfeger.

Nach dem Gesetz legen die Landesregierungen die Überprüfungspflicht fest. Diesen ist somit grobe Fahrlässigkeit vorzuwerfen, wenn sie blindlings den eigennützigen Vorschlägen der Schornsteinfeger folgen und ohne Hinsehen alle Feuerungsanlagen als überprüfungspflichtig erklärt und so den Betrug erst ermöglicht.

Paul Theisen, Böblingen

 



Güstrower Anzeiger: Manchmal ist man auch Seelsorger 2.3.2005


 

Paul Theisen


Güstrower Anzeiger

Online unter

http://www.svz.de/newsmv/lr/gue/02.03.05/1116520/1116520.html

2.3.2005

Manchmal ist man auch Seelsorger

Es ist immer wieder amüsant, Berichte über den Tagesablauf deutscher Schornsteinfeger zu lesen. Da hält sich ein größtenteils überflüssiges Gewerke mit der detaillierten Darstellung potemkinscher Dörfer über Wasser und es finden sich immer wieder Berichterstatter, denen das unter die Haut zu gehen scheint. Sie verpassen dem Text auch noch eine einprägsame Überschrift, welche die unverzichtbare Tätigkeit der Schornsteinfeger zum Wohle und Nutzen unserer profanen Gesellschaft hervorhebt.

Wichtigtuerisches Gehabe ist das Kennzeichen der überbürokratisierten Zunft unserer Schornsteinfeger. Mit der Realität hat das wenig zu tun. Die hochgespielte Feuergefahr ist bis auf einen Bruchteil der heutigen Heizanlagen Vergangenheit. Bei den gebräuchlichen Öl- und Gasheizungen sind Kaminbrände ausgeschlossen. Diese hinterlassen so geringe Mengen an festen Rückständen, daß ein Kaminkehren sinnlos ist. Wer es für richtig hält, daß die Abgase unserer stationären Hausheizung öfters gemessen werden müssen, als die unserer viel strapazierten Autos, hat jeden Realitätssinn verloren. Die Vogel- und Wespennester, welche den Kamin verstopfen könnten, sind Phantasiegebilde der um ihren Job bangenden Schornsteinfeger. Der überwiegende Teil dessen, was die Schornsteinfeger tun, erinnert an den Heizer auf der E-Lok.

Kein Wunder, daß hierzulande der Widerstand gegen die uns verordneten hohen Gebühren für die nutzlosen Scheindienstleistungen der Schornsteinfeger stetig wächst. Es geht schließlich bundesweit um etwa 2 Milliarden Euro im Jahr. Beim Eigenheimbesitzer wird direkt kassiert, beim Mieter über die stetig wachsenden Wohnnebenkosten. Die Kosten für die Verwaltungs- und Aufsichtsbürokratie trägt der Steuerzahler.

Paul Theisen, Böblingen

 



KRZ Böblingen: Schneeräumen und andere Zwänge 18.2.2005.


 

Paul Theisen


KRZ Böblingen

krz@bb-live.de

18.2.2005

Betreff: Schneeräumen und andere Zwänge

Bitte veröffentlichen Sie den folgenden Text als Leserbrief in der KRZ.

Mit freundlichen Grüßen

Paul Theisen

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Der schneereiche Winter erwartet von Hausbesitzern und Kommunen ein rechtzeitiges Räumen und evtl. Streuen der Gehwege. Doch die pflichtgemäße Ausführung läßt zu wünschen übrig. An vielen öffentlichen Gehwegen prangen die Hinweisschilder: "Dieser Weg wird bei Schnee- und Eisglätte nicht geräumt und gestreut. - Benutzung auf eigene Gefahr!". Kein Wunder, daß Private es auch nicht so genau nehmen. Es stellt sich die Frage, warum die Stadt Böblingen die in früheren Jahren bewährte Praxis des Räumens und Streuens aller öffentlichen Gehwege aufgab. Sie setzt damit der Kosten wegen zweifellos die Sicherheit der Bürger aufs Spiel. Deretwegen geht es schließlich beim Räumen und Streuen. Der festgetretene Schnee auf den ungeräumten Gehwegen taut nur allmählich auf, so daß diese Wege auch nach der Schneeschmelze noch eine Weile Rutschbahnen sind.

Diese auf kommunaler Ebene praktizierte Unterlassung beim Auftreten einer konkreten Gefahrenlage steht im krassen Gegensatz zu rigorosen Zwangsmaßnahmen auf Landesebene. Diese Zwangsmaßnahmen sollen der Beseitigung einer "abstrakten Gefahrenlage für die Allgemeinheit" dienen. Das fragliche Objekt ist ein ungekehrter, jedoch sauberer, Kamin. Wenn die Aufsichtsbehörde der Schornsteinfeger im Landratsamt Böblingen mir 4.000 Euro Zwangsgeld nur deshalb auferlegte, weil ich ein Kehren meines sauberen Kamins neun Monate lang verweigerte, kann ich kein Verständnis für die oben genannten Unterlassungen der Stadt Böblingen aufbringen.

Wenn Gesetze und Verordnungen in einem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat die Realitäten mißachten, wird der Staat als unglaubwürdig mißachtet. Die Flucht der Betroffenen in die innere Emigration ist die Folge, was sich auch bei den Wahlen auswirkt: Enthaltung oder Wählen radikaler Parteien.

Paul Theisen, Böblingen

 



Neue Osnabrücker Ztg: Umsetzung von EU-Richtlinien 18.2.2005.


 

Paul Theisen


Neue Osnabrücker Zeitung

Online unter

http://www.neue-oz.de/information/noz_print/osnabruecker_land/10383306.html

18.2.2005

Umsetzung von EU-Richtlinien

Wenn Umweltminister Sander für mehr Eigenverantwortung der Bürger in diesem Staat plädiert, trifft er den Nagel auf den Kopf. Deregulierung und Bürokratieabbau sind das Gebot der Stunde. Wenn die Bundesregierung das nicht intensiver anfaßt, verspielt sie auch unsere Chancen in der globalisierten Welt. Die notwendigen Umsetzungen der beanstandeten EU-Richtlinien darf nicht noch länger hinausgezögert werden.

Wenn ein Vertragsverletzungsverfahren der EU gegen Deutschland aus dem Jahre 2002 immer noch in der Schwebe ist, spricht das nicht für die Reformfreudigkeit der Bundesregierung. Es handelt sich um die Niederlassungsfreiheit nach Artikel 43, EG-Vertrag, und die Dienstleistungsfreiheit nach Artikel 49, EG-Vertrag, welche das Schornsteinfegerwesen betreffen. Umweltminister Sander stellt die Misere treffend mit den Worten dar "Wenn wir es nun schaffen, die Doppelkontrolle der Schornsteinfeger abzuschaffen, dann sind wir die glücklichsten Menschen". Wie bescheiden sind wir geworden!

Paul Theisen, Böblingen

 



Güstrower Anzeiger: Jugendliche in der Region halten 24.1.2005


 

Paul Theisen


Güstrower Anzeiger

Online unter

http://www.svz.de/newsmv/lr/gue/24.01.05/900810/900810.html

24.1.2005

Jugendliche in der Region halten

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, daß der Beruf des Schornsteinfegers in arge Bedrängnis gerät. Wenn das Schornsteinfegermonopol demnächst fällt und sich auch in den Köpfen der Politiker die Erkenntnis durchsetzt, daß die meisten der jetzigen Tätigkeiten der Schornsteinfeger nur hochbezahlte Scheindienstleistungen sind, sind die Zukunftsperspektiven der Schornsteinfeger gleich Null. Es ist unverantwortlich, wenn ein Schornsteinfegermeister aufgrund seiner glorreichen Vergangenheit junge Menschen für seinen absterbenden Beruf begeistert.

Bäcker und Landmaschinenmechaniker finden nach ihrer Ausbildung mit Sicherheit einen Arbeitsplatz. Was macht aber ein junger Schornsteinfeger nach der Lehre, wenn er nicht mehr gebraucht wird?

Paul Theisen, Böblingen

 



Die Welt: Kaminkehrer-Monopol kritisiert 20.1.05


 

Paul Theisen


Die Welt

Online unter

http://www.welt.de/data/2005/01/21/391448.html

20.1.2005

Kaminkehrer-Monopol kritisiert

Fest eingefahrene Strukturen zu beseitigen, kommt einer Herkulesarbeit gleich. Das zeigte sich beim Postmonopol. Die Schornsteinfegerlobbyisten führen sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit als Garanten für den Brand- und Umweltschutz auf. Ich sehe beim Kehren unserer sauberen Kamine und den übertriebenen Messungen an unseren Heizkesseln nicht die geringste Spur davon. Die wirklich notwendigen Tätigkeiten sollen maßvoll ausgeführt werden. Dazu bedarf es aber keines Monopols und auch keines Schornsteinfegergesetzes. Das Bundesimmissionsschutzgesetz reicht dicke aus, um der Feuersicherheit und dem Umweltschutz Genüge zu tun.

Orientieren wir uns doch an unserem neuen Auto. Erst nach 3 Jahren sind TÜV und ASU fällig. Einen 3 Jahre alten Ölheizkessel dagegen drangsaliert der Schornsteinfeger schon zum vierten Mal mit seiner Emissionsmessung. Den sauberen Kamin kratzt er ebenso oft ab. Beides zu saftigen Gebühren. Scheindienstleistungen nennt ein Verfassungsgerichtshof diese Schornsteinfegertätigkeiten. Derartigen Unfug können wir uns nicht noch länger leisten.

Paul Theisen, Böblingen

 



Sächsische Zeitung: Er überlebte 7-Meter-Sturz 19.1.05


 

Paul Theisen


Sächsische Zeitung

Online unter

http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=763223

19.1.2005

Er überlebte 7-Meter-Sturz

Ein System, das uns vorgetäuschte Sicherheit vor Feuersbrünsten und anderen Dingen bringen soll, versündigt sich gegen die Sicherheit der eigenen Leute. Es ist heller Wahnsinn, an Wintertagen aufs Dach zu steigen, um Kamine zu kehren, die nur zum geringsten Teil kehrbedürftig sind. Der Schornsteinfegergeselle Jörg Hering hat unwahrscheinliches Glück gehabt, daß er überlebte. Daß er einen gewissen Galgenhumor bewahrte, spricht für ihn. Nach meiner Ansicht ist die Verordnung, die den Sturz erst ermöglichte, ein Fall für den Staatsanwalt.

Paul Theisen, Böblingen

 



Berliner Morgenpost: Weniger Querschnitt 17.1.05


 

Paul Theisen


Berliner Morgenpost

Online unter

http://morgenpost.berlin1.de/content/2005/01/15/ratgeber/729081.html

17.1.2005

Weniger Querschnitt.

Der Artikel zeigt, was auf den Hausbesitzer zukommt, wenn er seinen alten Heizkessel durch einen neuen ersetzen muß. Plötzlich passen Kessel und Kamin nicht mehr zusammen, und es wird teuer. Dies ist leider zu oft der Fall. Die Verlustmessung des Schornsteinfegers am Kesselausgang gibt den Ausschlag für dessen Verschrottung. Sie ist nur dann korrekt, wenn die Abgase direkt in einen Kamin jenseits der Außenwand gelangen. Da der Kamin sich gewöhnlich im Haus befindet, kühlen sich die Abgase in ihm so stark ab, daß sie nur noch handwarm ins Freie gelangen. Die Wärme bleibt somit im Haus. Die verbleibenden Abgasverluste sind dadurch so gering, daß sich der ganze Aufwand nur für die beteiligten Firmen und den Schornsteinfeger gelohnt hat. Der Hausbesitzer hat das Nachsehen und fühlt sich betrogen. Denn der Öl- oder Gasverbrauch ist kaum gesunken.

Paul Theisen, Böblingen

 



FAZ: Der freie Abgeordnete 17.1.05


 

Paul Theisen


F.A.Z.
Redaktion "Briefe an die Herausgeber"

LESERBRIEFE@FAZ.DE

17.1.2005

Betreff: "Der freie Abgeordnete" von Volker Zastrow

Den folgenden Text bitte ich Sie, als Leserbrief zu veröffentlichen:

Der Artikel "Der freie Abgeordnete" von Volker Zastrow (F.A.Z. vom 14. Januar) stellt die Problematik um die Nebeneinkünfte der Abgeordneten glänzend dar. Die tagtäglich eingehenden Meldungen über Bezüge von früheren Arbeitgebern lassen den Niedergang selbstlosen politischen Handelns unserer gewählten Volksvertreter befürchten. Wer einer Partei oder einem Abgeordneten seine Stimme gibt, rechnet damit, daß der beauftragte Volksvertreter zum Nutzen des deutschen Volkes, nicht aber dem einer Interessengruppe, handelt. Daß er auch gemäß den politischen Zielen seiner Partei entscheidet, nimmt der Wähler in Kauf. Wird er aber von Unternehmen oder Interessenverbänden alimentiert, ist er in Gefahr, seine Freizügigkeit, und damit seine Unabhängigkeit, aufzugeben. Es ist erstaunlich, daß es zu derartigen Auswüchsen kommen konnte, ohne daß der Bundestagspräsident eingriff. Abgeordnete, die ihre Nebeneinkünfte verschwiegen haben, müßten ihr Mandat zur Verfügung stellen.

Mittlerweile wird bereits das Verhalten von Abgeordneten im Sinne der eigenen Erwartungen als selbstverständlich angesehen. Da macht z. B. ein altgedienter Europaabgeordneter den Mitgliedern eines in Bedrängnis geratenen handwerklichen Interessenverbandes mit den Worten Mut. "Ich weiß, daß NN (MdB) da eng eingebunden ist - und das ist gut so". Der Abgeordnete NN sitzt genau in dem Ausschuß, der die sie benachteiligten Weichen stellen kann. Der aus den Reihen des Interessenverbandes hervorgegangene Abgeordnete dürfte als Betroffener nicht einmal damit betraut werden! Wird eine Erwartungshaltung als Trumpf hinausposaunt, schadet es dem Ansehen aller Abgeordneten. Da besagter Interessenverband sich bisher nicht scheute, auch Ehrenmitgliedschaften an hochrangige Beamte im Abgeordnetenstatus zu verleihen, gibt seine nun breitgetretene Erwartungshaltung dem bereits angeschlagenen Ruf der Abgeordneten erst recht einen bitteren Beigeschmack.

Paul Theisen, Böblingen

 



Neumarkt: Bittgang der Schlotfeger 9.1.05


 

Paul Theisen


redaktion@neumarktonline.de

9.1.2005

Bittgang der Schlotfeger

Ihr Artikel "Glücksbringer wünschten Neujahr" berichtet nicht von einer der üblichen Neujahrsgratulationen der Schlotfeger. Diesmal stehen die Zeichen auf Sturm. Die EU und einige Bundesländer haben dem Schornsteinfegermonopol in Berlin den Kampf angesagt. Statt den textilen Schlotfegern wird dem Dienstherrn ein Geschenkkorb überreicht. Landrat Albert Löhner soll es nun richten, daß der althergebrachte Kehrbezirk, ihre ertragreiche Pfründe, erhalten bleibt.

Bisher scherte sich niemand darum, wie es den gebeutelten "Schornsteinbetreibern" zumute war, wenn für das sinnlose Abkratzen ihrer blitzsaubern Kaminwände hohe Gebühren verlangt wurden. Mit abschreckenden, jedoch fragwürdigen, hohen Gebühren in liberalisierten Schweizer Kantonen spielen sich die deutschen Schlotfeger nun als billiger Jakob auf.

Nur noch die wenigsten Kamine sind kehrbedürftig! Sie bleiben sauber, sofern sie Öl- oder Gasfeuerungen dienen. Wozu benötigen wir auch noch die häufigen Abgaskontrollen? Schauen wir uns doch bei unseren westlichen Nachbarn um. Dort funktioniert es ohne den enormen Aufwand, den uns strenge Gesetze und Verordnungen auferlegen.

Unser Schornsteinfegermonopol dient weniger der Feuersicherheit und der sauberen Umwelt. Sie dient dem Erhalt der 8.000 deutschen Schlotfegerbetriebe. Eine derartige Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ist nicht billig. Samt seiner aufwendigen Bürokratie verschlingt sie bundesweit im Jahr etwa 2 Milliarden Euro. Das können wir uns nicht noch länger leisten. Die Gaslaternenanzünder und die Heizer auf der E-Lok wären auch noch so gerne geblieben; mußten sich aber nach einem anderen Job umsehen.

Paul Theisen, Böblingen

 



Die Welt: Aus für Schornsteinfeger-Monopol 18.12.2004


 

Paul Theisen


Die Welt online

18.12.2004

Betr: Aus für Schornsteinfeger-Monopol

Noch ist das Monopol nicht gekippt. Noch existiert eine einflußreiche Schornsteinfegerlobby mit prall gefüllter Kriegskasse. Diese weint im Schatten der politischen Entscheidungsträger Krokodilstränen, falls die Schornsteinfeger nur noch wenige hoheitsrechtliche Aufgaben zu erfüllen hätten. Auch das ist noch zuviel an unzumutbaren Zwängen! Horrorvisionen von CO-Vergifteten, Feuersbrünsten und geschundener Umwelt werden an die Wand gemalt.

Andere Länder setzen nicht weniger auf die Sicherheit ihrer Bürger und das Wohl der Umwelt. Dennoch wollen sie nichts von unserem kostspieligen Zauber Himmlerscher Prägung wissen. Kein Gesetz ist überflüssiger als das Schornsteinfegergesetz! Wozu haben wir denn ein Bundesimmissionsschutzgesetz? Würden doch endlich die maßgebenden Beamten und Politiker im BMWA den gesunden Menschenverstand walten lassen!

Stark rußende Kamine sollen nach wie vor in gewissen Zeitabständen gekehrt werden. Dies regeln die Franzosen über die Feuerversicherungen. Die Abgaskontrolle (ASU) unserer Autos hat sich bewährt. Warum ist solches nicht auch bei unseren Heizungen, wenn auch in größeren Zeitabständen, möglich? In modernen eigensicheren Anlagen ist auch dies überflüssig. Die jetzigen Gesamtkosten von 2 Milliarden Euro ließen sich auf einen Bruchteil reduzieren.

Eine vernünftige Regelung würde sich vorteilhaft in abnehmender Staatsverdrossenheit auswirken. Zu dieser hat das verhaßte Schornsteinfegermonopol beigetragen. Wir Bürger fühlen uns von unseren gewählten Politikern vernachlässigt, falls die nicht einmal in der Lage sind, uns von einem allseits verhaßten Gesetzesmonster gänzlich zu befreien.

Paul Theisen, Böblingen

 



SVZ online: Monopol im Kehrbezirk steht auf dem Prüfstand 14.12.2004


 

Paul Theisen


SVZ online

14.12.2004

Betr: Monopol im Kehrbezirk steht auf dem Prüfstand

Das schädliche Schornsteinfegerwesen.

Solange die Schornsteinfeger das Heft noch in Händen hielten, sorgten sie sich nicht um die finanzielle Belastung ihrer Zwangskunden. Heute, da es ihnen bald an den Kragen geht, beginnen sie Krokodilstränen zu weinen. Das System staatlich verordneter Schornsteinfeger paßt in die soziale Marktwirtschaft wie die Faust aufs Auge. Einzige Nutznießer sind die 17.000 Schornsteinfeger und die in den Ämtern auf Beschwerden von geprellten Zwangskunden wartenden Sesselfurzer. Die Gelackmeierten sind wir alle. 2 Milliarden Euro, die uns der Schwachsinn kostet, sind kein Pappenstiel.

Die Schornsteinfeger von Mecklenburg-Vorpommern haben sich selbst entlarvt, indem sie im Vorjahr großmäulig verkündeten, welch gewaltige Mengen an Heizöl und Erdgas sie mit ihren sinnlosen Messungen einsparten. Dieser Bluff war ein Eigentor. Ich habe klipp und klar nachgewiesen, daß die Kosten der Messung mindestens zwanzigmal so hoch sind wie die Kosten der eingesparten Energie (www.schofeg.de/ostsee.htm). Der Meßaufwand, wie die Anfahrt und das Hochfahren der Anlage sind unverantwortliche Energieverschwendung. Würden wir in allen Bereichen so wirtschaften, wie es im Schornsteinfegerwesen geschieht, so wären wir in wenigen Jahren ein Entwicklungsland. Es ist allerhöchste Zeit, daß die Politik endlich aufwacht, um den Schwindel abzustellen.

Paul Theisen, Böblingen

 



Euro: "Der gläserne Bürger" 17.11.2004


 

Paul Theisen


€uro - Chefredaktion
euro@vhb.de

17.11.2004

€uro 11/04 - Der gläserne Bürger

Bei Ihrer Aufzählung fehlte das Schornsteinfegermonopol. Der Zentralverband der Schornsteinfeger schrieb in "Norddeutsches Handwerk" vom 06.03.2003, daß die deutschen Schornsteinfeger im vorangegangenen Jahr 180 Millionen Daten als Ergebnis ihrer Tätigkeiten in den Wohnbereichen den Behörden zur Verfügung gestellt hätten.

Die Politik zeigt wenig Neigung, sich von diesem System gänzlich zu trennen, obwohl die EU es im Visier hat, und es in der Bevölkerung zusehends auf Ablehnung stößt. Näheres unter www.schofeg.de.

Paul Theisen, Böblingen

 



Frankf.Rundschau: Traditionsberuf mit viel Technik 6.11.04


 

Paul Theisen


Frankfurter Rundschau online


Beim Lesen des Artikels von Volker Vogel über den Schornsteinfeger Michael Vogel ist nicht zu spüren, daß die Schornsteinfeger arg in Bedrängnis geraten sind. Nicht nur die EU-Kommission mahnt die Bundesregierung wegen des Schornsteinfegermonopols an, auch erwehren sich zusehends Bundesländer und Verbände der vielen sinnlosen und überholten Tätigkeiten der Schornsteinfeger. In der Bevölkerung gärt es wegen sinnloser Belästigungen durch die Schornsteinfeger und ihre überhöhten Gebühren. Es ist ein Armutszeugnis, daß das Schornsteinfegermonopol sich so lange hat halten können.

Kein Land der Erde machte uns diese Hinterlassenschaft des 3. Reiches nach. Der deutsche Michel hat den heizungstechnischen Fortschritt im Schornsteinfegergesetz größtenteils verschlafen. Er läßt auch die Kamine kehren, in denen es nichts zu kehren gibt. Während das neue Auto erst nach 3 Jahren zur ASU muß, mißt der Schornsteinfeger bei der gleichaltrigen Ölheizung schon zum vierten Mal die Abgase. Daß immer mehr mutige Eigenheimbesitzer sich gegen den verordneten Hokuspokus im Heizraum zur Wehr setzen, ist kein Wunder.

Paul Theisen, Böblingen

 



FAZ: "Tragische Konflikte" 21.10.2004


 

Paul Theisen


F.A.Z.
Redaktion "Briefe an die Herausgeber"

LESERBRIEFE@FAZ.DE

21.10.2004

Betreff: "Tragische Konflikte" von Dr. Franz Lindner am 15.10.2004

Den folgenden Text bitte ich Sie, als Leserbrief zu veröffentlichen.

Mit freundlichen Grüßen


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In dem Artikel "Tragische Konflikte" befaßt sich Dr. Franz Lindner (F.A.Z. vom 15.10.2004) sinngemäß nur mit Werteentscheidungen großen Ausmaßes, nämlich dem Schicksal von Menschenleben. Der Gesetzgeber macht es sich in den genannten spektakulären Fällen nicht leicht. Bei Werteentscheidungen geringeren Ausmaßes, auch solchen, die das Grundgesetz verletzen, ist die Legislative nicht zimperlich! Ja, sie mißachtet die Hürde des Grundgesetzes ohne viel Aufhebens. Gewiß gibt es Gründe zur Rechtfertigung derartiger Verfahrensweisen. Ihre Notwendigkeit sollte aber stets gewissenhaft hinterfragt werden, was bisher sträflich vernachlässigt wurde.

Daß Gesetze, welche die "Innere Sicherheit" betreffen, zu Kontroversen führen, hat sich gezeigt. Aber auch die allgemeine Sicherheit betreffenden Gesetze erregen Anstoß. Gesetzlich verankerte Sicherheit für die Bevölkerung vor drohenden Gefahren ist zweifellos notwendig. Diese Verpflichtung rechtfertigt aber nicht eine leichtfertige Mißachtung der durch Art. 13 des GG garantierten Unverletzlichkeit der Wohnung, wie sie tagtäglich geschieht.

Im Folgenden weise ich auf diesen Mißstand im Zusammenhang mit dem Schornsteinfegermonopol hin. Die Aufgaben dieses Staatsmonopols sind durch das Bundesimmissionsschutzgesetz und das Schornsteinfegergesetz, mit seinen ländereigenen Kehr- und Überprüfungsordnungen, festgeschrieben. Ursprünglich dienten die Tätigkeiten der Schornsteinfeger ausschließlich der Brandverhütung, die niemand in Frage stellte. Dies hat sich durch die Entwicklung der modernen Heiztechnik im Laufe der letzten Jahrzehnte rapide geändert. Moderne Öl- und Gasheizkessel können keine Kaminbrände verursachen. Ihre Rußemission ist vernachlässigbar. Würden sie rußen, so könnte wegen des abgekapselten Brennraumes keine Flamme den Ruß entzünden.

Diesen Tatsachen hat der Gesetzgeber bisher nicht Rechnung getragen. Nach wie vor müssen alle Kamine regelmäßig gekehrt werden. Mit gleichem Recht dürfte die Kfz-Werkstatt den Auspuff unserer Autos kostenpflichtig reinigen. Der Schornsteinfeger dringt unter Mißachtung des Art. 13 des Grundgesetzes regelmäßig in die Häuser ein, um völlig überflüssige Tätigkeiten zu verrichten. Dazu zählen, neben dem Kehren sauberer Kamine, auch Wiederholungsmessungen und noch weitere nutzlose Tätigkeiten. Verweigerungen werden mit äußerster Strenge geahndet.

Durch die unnütz vorgeschriebene Übertretung des Grundgesetzes büßt unser Staat seine Glaubwürdigkeit ein. Vielerlei Petitionen blieben bisher ohne Erfolg. Erst aufgrund gehäufter Beschwerden der Bevölkerung hat die Europäische Union diesen Mißstand erkannt und ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik eingeleitet. Auch der Vorstoß des Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten Teufel im Bundesrat zwingt die Legislative endlich zum Handeln.

Paul Theisen, Böblingen

 



STZ: Kaminfeger bleibt draußen vom 16.10.2004.


 

Paul Theisen


Stuttgarter Zeitung

red@multimedia.zgs.de

16.10.2004

Zu Ihrem Artikel: Kaminfeger bleibt draußen vom 16.10.2004.

Der Artikel "Kaminfeger bleibt draußen" von Sonnhild Maier vom 16.10.2004 konzentriert sich auf eine Person, die gegen gültiges Recht verstößt. Es wird ausführlich über den Fall berichtet, ohne daß hinterfragt wird, was diesen Mann bewog, sich dem Zutritt des Schornsteinfegers in seine Wohnung zu erwehren.

Es dürfte der Berichterstatterin nicht entgangen sein, daß die uns aufgezwungenen Tätigkeiten der Schornsteinfeger "Querulanten" unterschiedlichen Grades zwangsläufig hervorbringen muß. Wenn statt dringender Notwendigkeiten nur noch der Buchstabe sinnloser Gesetze und ebensolcher Verordnungen angewendet wird, ist das kein Wunder. Die Väter und Mütter des Grundgesetzes schützten aus gutem Grund den Wohnbereich durch den Artikel 13 des Grundgesetzes. Wird dieser Artikel durch das Schornsteinfegergesetz ohne triftigen Grund mißachtet, hat der Gesetzgeber versagt.

Das Schornsteinfegergesetz hat dem technischen Fortschritt nicht Rechnung getragen, da es den Besitzern rußfreier Heizungen noch weiterhin regelmäßiges Kaminkehren zumutet und weitere überflüssige "Dienstleistungen" verordnet. Wehe dem, der sich dessen erwehrt! Dann geschieht es unter Polizeischutz oder mit Zwangsgeldern bis zu einer Höhe von 25.000 Euro. Ich persönlich gab im Laufe von 9 Monaten nach der Pfändung von 4.000 Euro meinen Widerstand gegen ein Kehren meines sauberen Kamins auf. Andernfalls hätte es mich weitere 4.000 Euro gekostet. Weitere 5.000 Euro waren schon angedroht.

Während das neue Auto erstmalig nach 3 Jahren zur ASU muß, kontrolliert der Schornsteinfeger beim gleichaltrigen Ölheizkessel schon zum vierten Mal die Abgase. Deutschlandweit regt sich zunehmender Widerstand unter Bürgern mit sensiblem Rechtsempfinden. Es sind bereits viele Tausende, die sich der sinnlosen Überregulierung im Heizraum erwehren und es werden immer mehr.

Daß ein von der Schornsteinfegerlobby zum Ehrenschornsteinfeger gekürter Wirtschaftsminister die rigorose Baden-Württembergische Kehr- und Überprüfungsordnung in den vergangenen Jahren durch Unterschrift besiegelte, ist ein Armutszeugnis für unseren freiheitlich demokratischen Rechtsstaat. Beschämend ist es zudem, daß die EU uns Deutschen den Marsch blasen muß, damit wir dem im 3. Reich zugrunde gelegten Schornsteinfegermonopol endlich den Garaus machen. Ministerpräsident Teufels großes Verdienst ist es, daß Baden-Württemberg mit Vorschlägen zu einer liberalen Neuregelung der Schornsteinfegertätigkeiten im Bundesrat vorpreschte. Nun muß die Bundesregierung in Brüssel Farbe bekennen.

Paul Theisen, Böblingen

 



STN: "Notorischer Querulant" vom 16.10.2004


 

Paul Theisen


Stuttgarter Nachrichten

Redaktion Leserbriefe

Fax-Nr. 0711 7205 747

16.10.2004

Betreff: Artikel von George Stavrakis: Notorischer Querulant vom 16.10.04

Dem Artikel "Notorischer Querulant" von George Stavrakis vom 16.10.2004 mangelt es an ausgewogener Berichterstattung. Seine Diktion erinnerte mich an den Stil des "Völkischen Beobachter" oder "Neues Deutschland". Nur negative Seiten werden dem 43-Jährigen "Querulanten" zugebilligt. Was zu seinem aggressiven Verhalten führte, kommt nicht einmal zur Sprache.

Es dürfte dem Berichterstatter nicht entgangen sein, daß die uns aufgezwungenen Tätigkeiten der Schornsteinfeger "Querulanten" unterschiedlichen Grades zwangsläufig hervorbringen muß. Wenn statt dringender Notwendigkeiten nur noch der Buchstabe sinnloser Gesetze und ebensolcher Verordnungen angewendet wird, ist das kein Wunder. Die Väter und Mütter des Grundgesetzes schützten aus gutem Grund den Wohnbereich durch den Artikel 13 des Grundgesetzes. Wird dieser Artikel durch das Schornsteinfegergesetz ohne triftigen Grund mißachtet, hat der Gesetzgeber versagt.

Das Schornsteinfegergesetz hat dem technischen Fortschritt nicht Rechnung getragen, da es den Besitzern rußfreier Heizungen noch weiterhin regelmäßiges Kaminkehren zumutet und weitere überflüssige "Dienstleistungen" verordnet. Wehe dem, der sich dessen erwehrt! Dann geschieht es unter Polizeischutz oder mit Zwangsgeldern bis zu einer Höhe von 25.000 Euro. Ich persönlich gab im Laufe von 9 Monaten nach der Pfändung von 4.000 Euro meinen Widerstand gegen ein Kehren meines sauberen Kamins auf. Andernfalls hätte es mich weitere 4.000 Euro gekostet. Weitere 5.000 Euro waren schon angedroht.

Während das neue Auto erstmalig nach 3 Jahren zur ASU muß, kontrolliert der Schornsteinfeger beim gleichaltrigen Ölheizkessel schon zum vierten Mal die Abgase. Deutschlandweit regt sich zunehmender Widerstand unter Bürgern mit sensiblem Rechtsempfinden. Es sind bereits viele Tausende, die sich der sinnlosen Überregulierung im Heizraum erwehren und es werden immer mehr.

Daß ein von der Schornsteinfegerlobby zum Ehrenschornsteinfeger gekürter Wirtschaftsminister die rigorose Baden-Württembergische Kehr- und Überprüfungsordnung in den vergangenen Jahren durch Unterschrift besiegelte, ist ein Armutszeugnis für unseren freiheitlich demokratischen Rechtsstaat.

Beschämend ist es zudem, daß die EU uns Deutschen den Marsch blasen muß, damit wir dem im 3. Reich zugrunde gelegten Schornsteinfegermonopol endlich den Garaus machen. Ministerpräsident Teufels großes Verdienst ist es, daß Baden-Württemberg mit Vorschlägen zu einer liberalen Neuregelung der Schornsteinfegertätigkeiten im Bundesrat vorpreschte. Nun muß die Bundesregierung in Brüssel Farbe bekennen.

Paul Theisen, Böblingen

 



WAMS: Konkurrenz für den schwarzen Mann 16.10.2004


 

WAMS online

16.10.2004

Konkurrenz für den schwarzen Mann

Es ist ein Armutszeugnis, daß das Schornsteinfegermonopol sich so lange hat halten können. Kein Land der Erde machte uns die Hinterlassenschaft aus dem 3. Reich nach. Der deutsche Michel hat den heizungstechnischen Fortschritt im Schornsteinfegergesetz größtenteils verschlafen. Er läßt auch die Kamine kehren, in denen es nichts zu kehren gibt. Während das neue Auto erst in 3 Jahren zur ASU muß, mißt der Schornsteinfeger bei der gleichaltrigen Ölheizung schon zum vierten Mal die Abgase. Daß immer mehr mutige Eigenheimbesitzer sich gegen den verordneten Hokuspokus im Heizraum zur Wehr setzen, ist kein Wunder. Beschämend ist, daß uns die EU den Marsch hat blasen müssen.

Paul Theisen, Böblingen

 



Berliner Morgenpost: Wie man den Leuten die neue Heizung schmackhaft macht 10.9.04


 

Berliner Morgenpost online

Zu Ihrem Bericht vom 10.9.04 "Mit neuer Heizungstechnologie jetzt dem hohen Ölpreis trotzen":

10.9.04

Wie man den Leuten die neue Heizung schmackhaft macht

Daß eine moderne Heizung Energie spart, ist nicht zu bestreiten. Es geht um die Menge! Da werden den Leuten Ersparnisse vorgeflunkert, die ihnen den Wechsel schmackhaft machen sollen. Das böse Erwachen kommt später, wenn die versprochenen Ersparnisse nicht das ersprochene halten. Dena-Geschäftsführer Stephan Kohler handelt verantwortungslos, wenn er schreibt: "Schon bei einem Einfamilienhaus können das leicht 1000 Euro im Jahr sein." Mit 1000 Euro heize ich mein Einfamilienhaus länger als ein Jahr bei den jetzigen Ölpreisen. Oder meinte Kohler ein ausgedehntes Anwesen mit Vollziegelaußenwänden und einschichtigen Fenstern? Mit Speck fängt man Mäuse!

Gesetzt der Fall, der alte Heizkessel verbrauche jährlich 2 000 Liter Heizöl. Ersparte der Neue 12 %, so deckten die eingesparten Ölkosten, selbst bei einem Literpreis von einem Euro, nicht einmal die Zinsen eines aufgenommenen Kredites. Der Material- und Energieverbrauch bei der Produktion der Neuanlage ist nicht zu vernachlässigen. Eine sinnvollere Außenwandisolierung spart weitaus mehr Energie ein als ein neuer Heizkessel. Der ökologische Nutzen ist wesentlich höher und die häusliche Behaglichkeit nimmt auch zu.

Paul Theisen, Böblingen

 



Die Welt: Zur Arbeit geht der "Insel-Feger" mit Kompaß 7.9.04


 

Die Welt online

Zu Ihrem Bericht vom 7.9.04 "Zur Arbeit geht der "Insel-Feger" mit Kompaß":

8.9.04

Zur Arbeit geht der "Insel-Feger" mit Kompaß

Es liest sich wie ein Märchen! Da ziehen zwei Zylinderträger zweimal im Jahr bei Ebbe durchs Wattenmeer mit schwerem Gepäck, um eine Hallig vor Feuer und verunreinigter Luft zu bewahren. Gemessen an den Stundenlöhnen der Schornsteinfeger auf dem Festland kämen da schon im Jahr gut und gerne an die 1 000 Euro Kosten zusammen. Ein beachtliches Sümmchen, welches die Festlandbewohner zugunsten einer einzigen Hausheizung auf einer Hallig subsidiär zu berappen haben. Das ist subventionieren auf Schornsteinfegerart.

Einen Besen per Haspel durch den kehrbedürftigen Kamin zu ziehen trauten sich die Halligbewohner sicherlich auch zu, wenn sie, statt der Festlandbewohner, die Kosten ihrer Besucher zu zahlen hätten. Aber in Deutschland ist das nicht erlaubt, weil das Schornsteinfegermonopol es nicht will. Die Folge ist ein derartiger Mißbrauch. Das auch noch in Zeiten harter Einschnitte zwecks Kostenersparnissen an allen Ecken und Enden. Diesen Unsinn leistet sich eine führende Industrienation durch verquerte Gesetzgebung auf Kosten aller Bürger, zugunsten nur weniger Nutznießer.

Der Bericht ist gewiß Bestandteil der wachsenden Propagandaaktionen zur Rettung einer vom Artensterben bedrohten beruflichen Spezies. Die Schornsteinfeger glänzen nicht nur um die Weihnachtszeit mit ihrem Propagandarummel "Ein Herz für Kinder". Nun auch noch diese aufopfernde Geste für einsame Halligbewohner. Würden sich die Schornsteinfeger als Glücksbringer auf Hochzeiten zeigen, sich zum Anfassen hinstellen und für Folklore zur Verfügung stehen, statt die überwiegend sauberen Kamine zu kehren und die Abgase der Heizkessel viel zu häufig zu messen, dann verhielten sie sich ökonomisch vernünftig. Der rückwärtsgewandte höchst bürokratische Schwindel kostet uns knapp 2 Milliarden Euro im Jahr! Nicht mehr geben wir für unsere zukunftsgewandten 80 Max-Planck-Institute aus.

Paul Theisen, Böblingen