Aus Haus & Grund-Kreisen traf folgende Nachricht ein:

 

Schornsteinfegergesetz

 

Sehr geehrter Herr Präsident,

sehr geehrte Damen und Herren,

  

mit einer Mischung aus Entsetzen und Empörung habe ich Ihr Schreiben (E-Mail vom 17.09.07), das als Antwort auf unser Schreiben vom 03.08.07 gewertet werden soll, zur Kenntnis nehmen müssen!

Keines der von uns vorgebrachten Argumente wurde hinreichend gewürdigt! Das beigefügte Arbeits-papier „Antworten zu häufig vorgebrachten Argumenten im Zusammenhang mit dem System der „Bezirksschornsteinfegermeister“ in der BRD“ wurde inhaltlich nicht bewertet. Es wurde kein Weg aufgezeigt, wie diese in einem mühsamen Prozess und gegen den Widerstand der Schornsteinfeger erarbeiteten Erkenntnisse im Rahmen des Anhörungsprozesses zur Novellierung des SchfG/ Erstel- lung des SchfHwG Niederschlag finden sollen!

Empört bin ich über den Antrag des Vorstandsmitgliedes Hr. Streim, die ursprünglich vorgelegte Be-

schlussempfehlung des Zentralausschusses zur Aufhebung des Schornsteinfegermonopls und Reduzierung der Kontrollmöglichkeiten des Staates abzulehnen und darüber, dass diesem Antrag dann auch noch 9 Mitglieder des Vorstandes zustimmten! Hat hier M- V auch mit ja gestimmt? (Protokoll der Sitzung des Vorstandes von Haus & Grund Deutschland am 30.03.06).

Besonders empörend ist dann auch der Beschluss des Vorstandes, (bei nur einer Enthaltung!) in der politischen Diskussion die Frage nach der Aufhebung des Schornsteinfegermonopls in der eigenen Position auszuklammern (selbes  Protokoll)!

Meine Damen und Herren das ist glatte Arbeitsverweigerung des Vorstandes im Rahmen des Anhörungsprozesses zum SchfG und somit Nichtberücksichtigung der Interessen großer Mitgliedergruppen von H & G! Haus & Grund Deutschland ist der einzig mögliche neutrale Verband im Anhörungsprozess und es ist nicht hinnehmbar, das hier offensichtlich die Schornsteinfeger, in einer nur von ihren persönlichen Interessen geleiteten Art und Weise, diese Anhörung behindern, zumal diese in zwei von drei angehörten Verbänden ohnehin gehört werden!

Ich fordere Sie auf, unverzüglich die Erkenntnisse der Ag SchfG Stralsund in den Anhörungsprozess zum SchfG einfließen zu lassen und die Schornsteinfegerlobby aus den diesbezüglichen Arbeitskrei-sen und Stellungnahmen von H & G fernzuhalten, so der eigene Anstand die Schornsteinfeger hier nicht selbst fernhält… Ansonsten behalte ich mir entsprechende juristische Schritte vor.

Ihrer baldigen Antwort entgegensehend verbleibe ich mit freundlichen Grüßen