Keine Flickschusterei - Neues in Angriff nehmen

Wenn der bedeutende englische Historiker Henry Thomas Buckle (1821- 1862) schreibt:
"Jede große Reform hat nicht darin bestanden, etwas Neues zu tun, sondern etwas Altes abzuschaffen", hat er zwar nicht das deutsche Schornsteinfegerwesen ins Auge gefaßt.

Buckle hat aber klar erkannt, daß menschliches Handeln häufig zu Auswüchsen führt, die nicht mehr durch gütliches Verhandeln zu beseitigen sind. Da hilft nur noch ein eiserner Besen, um das Alte wegzufegen und Neuem Bahn zu schaffen. Dies zu beherzigen ist bisher bei allen Bemühungen, das Schornsteinfegerwesen zu reformieren, nicht gelungen.

Da wird im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund des Vertragsverletzungsverfahrens der EU schon seit 2 Jahren herumgedoktert, um - auf Kosten der Volkswirtschaft insgesamt - zugunsten der Schornsteinfeger zu erhalten, was nicht mehr erhaltenswürdig ist. Das Diskussionspapier vom letzten Sommer hat es bewiesen.

Da hilft nur eine rigorose Bestandsaufnahme darüber, was notwendig ist und wer das noch Notwendige machen soll. Daß für die Schornsteinfeger nur noch kleine Brocken übrig bleiben, weiß jeder, der sich ernsthaft und unbefangen mit der Materie befaßt. Das bedeutet, daß ein Neubeginn unumgänglich ist! Das Alte hat versagt, da es ausnahmslos den Zielen der Schornsteinfeger diente, ohne ernsthaft auf deren Notwendigkeit zu achten.